Tag Archives: quintessenz

Trotz A-SIT Zertifizierung: Sicherheitslücken im Bürgerkartensystem

papierwahl1
(dieser beitrag ist auch auf papierwahl.at zu lesen)

Wie die quintessenz berichtet, ist das blinde Vertrauen in das Bürgerkartensystem nicht gerechtfertig. Gestützt wird sich bei dieser Aussage auf einen Bericht des Seclab der TU Wien. Im Jahr 2006 haben Forscher Sicherheitslücken im, von der A-SIT zertifizierten, Bürgerkartensystem ausfindig gemacht:

Forschern des Seclab der TU Wien gelang es, schwerwiegende Fehler in der – ebenfalls von der A-SIT zertifizierten – Bürkerkartenumgebung (BKU) ‘trustdesk basic’ aufzuzeigen: Mit einem Demotrojaner gelang es, den Inhalt einer signierten Nachricht unbemerkt auszutauschen. Die Signatur – welche genau das verhindern sollte – erscheint trotzdem als gültig. Eine Funktion wie sie auch beim eVoting zum Schutz der abgegebenen Stimme benutzt wird.

Weiters gelang es dem Team eine von der Bürgerkarte eingerichtete sichere Session nach Ihrer Anmeldung zu entführen und von einem anderen Rechner fortzusetzen.

Die Forscher geben zu bedenken, dass die von Ihnen aufgezeigte und demonstrierte Sicherheitslücke auch in anderen Bürgerkartenumgebung realisierbar wäre. Die Hersteller hatten inzwischen genügend Zeit, Sicherungen gegen genau diese Angriffe einzubauen, das zugrundeliegende Problem der unsicheren Rechner bleibt jedoch bestehen.

Der vollständige Bericht wird von der A-SIT unter Verschluss gehalten. Eine stark gekürzte Version gibt es hier (.pdf).

q/talk am 28.04.2009: “Zahlen Sie für Ihren guten Namen”


morgen ist wieder letzter dienstag im monat und das bedeutet wie ueblich q/talk im wiener museumsquartier. in der april-ausgabe wird ueber kunderkarten und data mining diskutiert:

q/talk, Di, 28. April: Zahlen Sie für Ihren guten Namen

Auf der Jagd nach dem willigen Kunden. http://www.quintessenz.at/d/000100006058 Datum/Zeit: Di 28. April 2009, 20.00 (Einlass ab 19.00). Ort: Raum D / quartier21, QDK / Electric Avenue, MQ Wien. http://quartier21.mqw.at/uebersichtsplan/ Dazu diskutieren moderiert von Mag. Georg Markus Kainz: * Karl Kollmann, Arbeiterkammer Wien * Walter Hager, VKI, Zeitschrift Konsument * Ute Elena Egermaier, Lyoness Holding Europe AG (angefragt)
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Kundenkarten gelten als chic, zeichnen die neue Elite der Konsumtempel aus – gute und brave Kunden bekommen bessere Karten und jene, die nicht mitspielen und sich nicht verkaufen, werden ausgeschlossen aus der Welt des sinnlosen Konsums. Die Kooperation der Kunden wird durch bunte Kärtchen und vermeintliche Vorteile erkauft.

Der brave Kunde lässt sich beobachten, analysieren und bewerten. “Data Mining” heißt die neue Wissenschaft, die aus unseren Kaufgewohnheiten, aus den Daten über uns, Geld und Macht gewinnt.
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und das alles wie ueblich bei freiem eintritt.

update 2009-04-30:
der komplette audiomitschnitt der veranstaltung ist mittlerweile auch schon im netz. die gut 2-stuendige diskussion koennt ihr euch hier runterladen.

q/talk am 31.03.2009: “Die Glaubwürdigkeitsfalle – zu faul zur Wahl”

morgen, dienstag, den 31.03.2009 findet wieder der allmonatliche q/talk statt. anknuepfend an letzten monat gehts auch dieses mal wieder ums (elektronische) waehlen. mitdiskutieren wird unter anderem peter purgathofer:

Heiße Studenten-Parties machen schlappe Wähler wieder fit. Datum/Zeit: Di 31. März 2009, 20.00 (Einlass ab 19.00). Ort: Raum D / quartier21, QDK / Electric Avenue, MQ Wien. http://quartier21.mqw.at/uebersichtsplan/ ca. -> Nr. 55 Dazu diskutieren moderiert von Mag. Georg Markus Kainz: * Prof. Dr. Purgathofer, Technische Universität Wien * Sigrid Maurer, Grün Alternative StudentInnen * Samir Al-Mobayyed, AktionsGemeinschaft
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q/talk, Di, 31. März: Die Glaubwürdigkeitsfalle – zu faul zur Wahl Heiße Studenten-Parties machen schlappe Wähler wieder fit. https://www.quintessenz.at/d/000100005943 Österreichische Parteien sind in der Glaubwürdigkeitsfalle. Eine geringe Wahlbeteiligung gilt als generelles Misstrauensvotum, als Kritik am System und nicht an einer einzelnen Partei. Die Regierenden leben aber von der Fiktion vom Wahlvolk beauftragt worden zu sein, das Volk vertreten zu dürfen und Entscheidungen für und über das Volk zu treffen.

Nun stellt sich die Frage wie weit darf die Wahlbeteiligung und die Anzahl gültiger Stimmen sinken um noch im Sinne des Systems legitimiert zu sein? Findige Geschäftemacher versuchen jetzt eine neue Technik zu verkaufen, die zwar die Kosten der Wahl in die Höhe schnellen lassen, dafür aber den Aufwand der Stimmabgabe auf ein Minimum reduziert. Die Stimme kann quasi so nebenbei auf einer heißen Studentenparty abgegeben werden. Der Wähler muss nicht mehr extra in ein Wahllokal kommen, wo er in einer nüchternen Atmosphäre seine Wahlentscheidung treffen kann.
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der eintritt ist wie gewohnt frei.

svnr sammelwut: gut wenn man sich zu schuetzen weiss

Schon wieder musste sich der Datenschutzrat gegen die geplante Verwendung der Sozialversicherungsnummer (SVNR) als universelles Personenkennzeichen im nichtmedizinischen Bereich aussprechen. Aber auch Bankkunden trugen uns zu, dass auch Ihre Berater jetzt immer öfter versuchen, ihnen Ihre SVNR zu entlocken.

aus diesem grund hat die quintessenz auch ein paar einfache tipps wie man sich bzw. seine daten auf einfache weise schuetzen kann:

Verweigern Sie daher die Bekanntgabe nicht Zweckmäßiger oder kritischer Daten wie zb der SVNR – und wenn es sich nicht vermeiden lässt, bauen Sie Tipp-, Schreib- und “Flüchtigskeitsfehler” in Ihre Angaben ein – um einen automatischen Abgleich deutlich zu erschweren. Oder anders: Legasthenie und schlecht zu entziffernde Handschrift sind weiter verbreitet als man gemeinhin annimmt.

Die österreichischen Sozialversicherungen haben die SVNR gegen unabsichtliche Fehler mit einer Prüfziffer geschützt. Das q/uintessenz Tool SVNR-Doktor http://www.quintessenz.at/svnr/ findet zu jeder gültigen SVNR jedoch weitere mit Zahlendrehern und Legastheniefehlern versetzte Nummern mit gültiger Prüfziffer.
[quintessenz]

weitere links:
Datenschutz: Keine Sozialversicherungsnummer für Verschrottungsprämie
SVNR-Doktor

q/talk am 24.02.2009: “Demokratie 2.0 – oder wenn Wahlcomputer für uns wählen” (update)

am kommenden dienstag (24.02.2009) veranstaltet die quintessenz wieder einen q/talk. es geht dieses mal um wahlcomputer bzw. e-voting:

Demokratie 2.0 oder wenn Wahlcomputer für uns wählen
eVoting – eine Vision oder ein Albtraum

Ort: Raum D / quartier21, QDK / Electric Avenue, MQ Wien
Datum: 24. Februar 2009
Zeit: 20.00 (Einlass 19.00)
Moderation: Mag. Georg Markus Kainz

Die Wahlbeteiligung nimmt kontinuierlich ab, und die Politiker meinen die Ursache gefunden zu haben – das derzeitige Wahlverfahren ist viel zu umständlich – also muss ein einfacheres Verfahren gefunden werden.

Im Rahmen der ÖH Wahl Ende Mai wird das sogenannte eVoting ausprobiert werden: Ein Mausklick im Internet, eine Bestätigung und die Wählerstimme verschwindet in der Black Box. Am Ende des Tages spuckt die Maschine ein Ergebnis aus. Was dazwischen passiert können Wahlbeobachter nicht mehr nachvollziehen. Wahlzettel lassen sich auszählen, überprüfen, in die Hand nehmen und im Zweifelsfall lassen sich Auszählungsfehler feststellen und korrigieren.

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eintritt ist wie immer frei.
lageplan: http://quartier21.mqw.at/uebersichtsplan/ ca. -> Nr. 55

update 2009-02-24:
die quintessenz hat heute nochmal eine ueberarbeitete ankuendigung herausgebracht. der q/talk heute abend laeuft unter dem titel: “Kann eVoting die Wahlzelle ersetzen?“:

Dr. Barbara Ondrisek hat gemeinsam mit Prof. Peter Purgathofer http://www.papierwahl.at gestartet um über eVoting zu informieren. Aufgabe der Technischen Universität ist, bei aller Technikverliebtheit auch Schwachstellen und Risiken der neuen Wahlmethoden aufzuzeigen.

Dr. Robert Krimmer ist Gründer des Kompetenzzentrums E-Voting.cc und berät das Wissenschaftsministerium in Fragen eVoting zur kommenden ÖH Wahl.

Dr. Gerda Marx wurde als Verfassungsrechtlerin von Minister Gio Hahn (ÖVP) zur Vorsitzenden der Wahlkommission ernannt.
[…]
Mag. Georg Markus Kainz versucht beim qTalk am 24. Februar 2009 mit seinen Gesprächspartnern der Frage nach zugehen, was eVoting für unsere Demokratie bedeutet.

update 2009-03-20:
zum mitschnitt teil1
zum mitschnitt teil2

update 2009-04-03:
ich glaube, ich wurde erhoert ;) von dem q/talk gibts jetzt auch den komplettmitschnitt als eine datei. wenn das dann in zukunft auch wieder etwas zeitnaher passieren wuerde, waere ich vollauf zufrieden:
“q/talk, Di, 24. Februar: Demokratie 2.0 oder wenn Wahlcomputer für uns wählen”

q/talk 2008-11-25: "Rückkehr ins Paradies"

heute wird wieder zum allmonatlichen q/talk der quintessenz geladen. eintritt ist wie immer frei.

info:

Datum/Zeit: Di 25 November 2008, 20.00 (Einlass ab 19.00). Ort: Raum D / quartier21, QDK / Electric Avenue, MQ Wien. http://quartier21.mqw.at/uebersichtsplan/ ca. -> Nr. 55
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Referent: Univ. Prof. Peter Purgathofer
Moderation: Mag. Georg Markus Kainz
[…]
Alle politischen Ideologien sind letztendlich an der menschlichen Natur gescheitert. Phantasten glauben, dass die Utopie einer verbrechensfreien Gesellschaft nur durch eine totale Überwachung erreicht werden kann. Durch strikte Überwachung verschwimmt die Grenze zwischen Gefängnis und Freiheit.

Fiktive Terroristen dienen als Feigenblatt um Überwachungsgesetze wie den “US Patriot Act”, das Sicherheits-Polizei-Gesetz oder die Videoüberwachung in den öffentlichen Verkehrsmitteln gegen die rechtschaffenden Bürger durchzusetzen.

Eine total überwachte Gesellschaft verliert Freiheit und Spontanität und antwortet mit der “No Fun, no Risk” Gesellschaft. Wenn die Vermeidung jeglichen Risikos zum höchsten Ziel wird, ist Passivität die Anpassung zum Ideal.

Überwachung als Mittel zur Normalisierung des Einzelnen und als Instrument der Konditionierung von Gruppen führt allen demokratischen Freiraum ad absurdum. Abnormales Verhalten soll bestraft und damit eine öffentliche Ordnung hergestellt werden. In überwachten Ländern wie Großbritannien ist ein Rückgang der Kriminalität nicht zu bemerken und seit Einsatz der Videoüberwachung am Schwedenplatz konnte nur eine Verlagerung der Verabredungskriminalität bemerkt werden.

Im Vortrag wird auf einige dieser Zusammenhänge eingangen und an ausgesuchten Beispielen näher besprochen.
[quintessenz]

q/talk 2008-10-28: "Eine abhörsichere Leitung für jeden Bürger."

im Rahmen eines q/talk laden Transforming Freedom und q/uintessenz zu: Eine abhörsichere Leitung für jeden Bürger. Quanten PC-Steckkarte für den Endanwender? Seit Anfang September betreibt Austrian Research Center ein abhörsicheres Netzwerk zum Austausch von Passwörtern mittels Quanten-Kryptographie (http://www.secoqc.net). Datum/Zeit: Di 28. Oktober 2008, 20.00 (Einlass ab 19.00). Ort: Raum D / quartier21, QDK / Electric Avenue, MQ Wien. http://quartier21.mqw.at/uebersichtsplan/ ca. -> Nr. 55
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Will our Future be a quantum?
Quantum cryptography can provide unprecedented security –
Will citizens ever get their hands on it?

von Thomas Länger, Austrian Research Centers – Vienna
mit allgemeinen Erklärungen von Tobias Nöbauer, Cern

Moderation: Mag. Andreas Leo Findeisen, Transforming Freedom
Moderation: Mag. Georg Markus Kainz, q/uintessenz

Eine abhörsichere Leitung für jeden Bürger

Ähnlich einem “Schnurtelefon” mit Pappbechern wird dabei das Verschlüsselungs-Passwort durch ein Abhören verändert und das Ergebnis der Überwachungsmaßnahme damit unbrauchbar.

Es lässt sich für jede neue Nachricht ein neuer Schlüssel berechnen und damit die Krypto-Sicherheit maximieren. Eine handelsübliche Glasfaser reicht aus, um “PCs von der Stange” absolut abhörsicher zu verbinden. Lediglich die Quanten-“Steckkarte” ist da noch teuer. Die eingesetzten Bauteile lassen im Falle einer Serienproduktion aber erhebliche Kostensenkungen erhoffen.
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der eintritt ist wie immer frei!

big brother awards 2008 oesterreich: preistraeger

bba_logo

bba08_at_plakat
soeben sind auch die oesterreichischen big brother awards 2008 zuende gegangen und die wuerdigen preistraeger stehen fest:

Business und Finanzen
Bruno Wallnöfer, TIWAG Vorstandsvorsitzender: Mit Detektiven gegen Kritiker

Politik
Günter Kößl [ÖVP] und Rudolf Parnigoni [SPÖ]: Sicherheitspolizeigesetz – Mir wern kan Richter brauchen

Behörden und Verwaltung
Daniela Strassl, Direktorin von Wiener Wohnen: 220.000 Fragebögen mit versteckter Kundennummer

Kommunikation und Marketing
UPC – Aus österreichischen Tippfehlern werden US-Werbeprofile

Lebenslanges Ärgernis
Post AG – Notorischer Datenhändler

Publikumspreis
Telekom-Austria: Kundendaten für die Porno-Industrie

Positivpreis “Defensor Libertatis”
Meryem Marzouki, Kosmopolitin und Doyenne der Bürgerrechte im Informationszeitalter
[weitere infos + begruendungen]

oh mann, mal wieder die post. man koennte eigentlich auch langsam mal ueberlegen eine zusaetzliche kategorie “post” einzufuehren. das ist doch echt armselig was sich die sich immer wieder aufs neue leisten.

ansonsten war es eine schoene und unterhaltsame veranstaltung, der livestream hat super funktioniert, die show von monochrom war auch mal wieder grossartig und alle preistraeger habe ihre auszeichnung verdient.

update 2008-10-26
von der gala gibt es bereits einen audiomitschnitt im netz.
anhoeren: big brother awards 2008

big brother awards oesterreich

bba_logo

bba08_at_plakat
heuten abend finden die 10. oesterreichischen big brother awards 2008 statt. traditionell am abend vorm nationalfeiertag im wiener rabenhof theater. beginn ist 20h. wer nicht vor ort dabei sein kann, hat die moeglichkeit die gala via live audio- und videostream mitzuverfolgen.

Die Sicherung der Privatsphäre wird im Zeitalter der globalen Kommunikation zur wesentlichen demokratischen Herausforderung. Es ist hoch an der Zeit, öffentlich auf die Gefahren der Unversehrtheit unserer Daten-Integrität [ehemals: Privatsphäre] hinzuweisen. Deren fortschreitende Verletzung steuert direkt auf eine lückenlose soziale Kontrolle und kommerzielle Verfügbarkeit aller Individuen zu.

auch monochrom werden dieses jahr wieder mit einer performance dabei sein. man darf also gespannt sein.

die verdienten gewinner werden nach der veranstaltung nochmal in einem gesonderten post bekanntgegeben.

um sich vorab schonmal ein bisschen einzustimmen: die radiosendung netwatcher hat vorab ein spezial zu den awards in oesterreich gemacht.

achso, ich plane uebrigens dann ab ca. 20h ein wenig live zu twittern / denten. vorausgesetzt der stream funktioniert und es kommt nichts dazwischen.

big brother awards oesterreich: die nominierungen

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naechstes wochenende, am 25.10.2008, finden wieder die alljaehrlichen big brother awards oesterreich statt, wie gewohnt im wiener rabenhof theater. dort werden dann die gewinner gebuehrend fuer ihre bestrebungen “geehrt”. nominiert wurden folgende personen und organisationen:

* 1 Business und Finanzen
o 1.1 UEFA: Fanzonen-Terror in Österreich und in der Schweiz
o 1.2 Bruno Wallnöfer, TIWAG Vorstandsvorsitzender: Mit Detektiven gegen Kritiker
o 1.3 Steve Jobs: notorische Entziehung des Rechts auf Eigentum

* 2 Politik
o 2.1 Maria Fekter [ÖVP]: Schulen, Manipulation und Videos
o 2.2 Günter Kößl [ÖVP] und Rudolf Parnigoni [SPÖ]: Sicherheitspolizeigesetz – Mir wern kan Richter brauchen
o 2.3 Günther Platter [ÖVP]: Kopierte Überwachungsphantasien von Wolfgang Schäuble
o 2.4 Gerald Grosz [BZÖ] und Heinz-Christian Strache [FPÖ]: Fingerabdrücke auf E-Card
o 2.5 Wirtschaftsminister Martin Bartenstein [ÖVP] – Arbeitslosenversicherungsgesetz

* 3 Behörden und Verwaltung
o 3.1 Daniela Strassl, Direktorin von Wiener Wohnen: 220.000 Fragebögen mit versteckter Kundennummer
o 3.2 EU-Handelskommissar Peter Mandelson: ACTA, “Anti-Piraterie”-Geheimvertrag
o 3.3 Mathias Vogl [Sektionschef], Alois Lißl [Sicherheitsdirektor Oberösterreich] und Franz Lang [Kabinettschef im Innenministerium]: Koordination des Skandals um die Weitergabe sensibler Daten im Fall Zogaj
o 3.4 EU-Kommission: Was ein öffentliches Dokument ist, bestimmen wir
o 3.5 Wissenschaftsminister Johannes Hahn [ÖVP]: E-Voting um jeden Preis
o 3.6 Bundeswahlbehörde – Briefwahl

* 4 Kommunikation und Marketing
o 4.1 Larry Page, Sergey Brin & Eric Schmidt – Die Google-Datenjäger
o 4.2 UPC – Aus österreichischen Tippfehlern werden US-Werbeprofile
o 4.3 Marcus Riecke, Geschäftsführer StudiVZ: “Wer seine Daten schützt, der fliegt”
o 4.4 Post AG – Notorischer Datenhändler

[bba 2008 nominierungen]

die sog. volkswahl laeuft nich bis 25.10 um 12h.

und nicht vergessen:
am 18.10.2008 werden die big brother awards schweiz verliehen und am 24.10.2008 die big brother awards deutschland.

q/talk 30.09.2008 in wien: Preisverleihung und Lesung "Am Ende der Leitung"

morgen ab 20h gibt’s den naechsten q/talk. dieses mal jedoch etwas anders als gewohnt:

die q/uintessenz lädt herzlich zum aktuellen q/talk mit Preisverleihung und Lesung vom Literaturwettbewerb “Am Ende der Leitung”

Moderation: Georg Markus Kainz
Projektvorstellung: Christian Pree

1. Platz und Lesung: Florian Bayer
2. Platz und Lesung: Reinhold Schrappeneder
3. Platz und Lesung: Uwe Protsch

Datum: 30. September 2008, 20.00 (Einlass ab 19.00)
Ort: Raum D / quartier21, QDK / Electric Avenue, MQ Wien
http://quartier21.mqw.at/uebersichtsplan/ ca. -> Nr. 55

1848 wurde die Bürgerrechts-Charta in der Frankfurter Paulskirche beschlossen, 1948 erschien George Orwells Dystopie “1984”.

2008 gibt der Verein q/uintessenz eine Science Fiction Anthologie zum Thema Bürgerrechte und Datenschutz heraus.

–> http://sf.quintessenz.at/

Orwell wollte damals vor den Gefahren einer umfassenden Überwachung in Händen eines totalitären Regimes warnen. Automatisierung der Überwachung und deren bedenkenloser Einsatz samt Vernetzung der Datenbanken mit allen persönlichen Informationen über uns hat Orwells kühnste Alpträume übertroffen und droht, uns in die Zeit Metternichs zurückzubringen.

George Orwells Warnung an die Gesellschaft ist ein wesentlicher Aspekt von Science Fiction. Durch bewusste Wahrnehmung eines Gefahrenpotenzials hat die Gesellschaft die Möglichkeit zu reagieren.

Eine ganze Reihe Szenarien, die sich mit möglichen Konsequenzen von Überwachung in der Zukunft beschäftigen finden sich in der Anthologie “Am Ende der Leitung”, die q/uintessenz, der Verein zur Wiederherstellung der Bürgerrechte im Informationszeitalter, am 30. September 2008 im Museumsquartier Wien erstmals der Öffentlichkeit vorstellt.
[weiterlesen]

das buch von dem weiter oben die rede ist, soll demnaechst erscheinen:

Das Buch wird nach der Buchpräsentation, also etwa Anfang Oktober, erhältlich sein, auch die Belegexemplare werden dann verschickt. Nähere Informationen zu Bezugsquellen etc. werden rechtzeitig hier zu finden sein.
[sf.quintessenz.at]

eintritt zur veranstaltung ist natuerlich wie immer frei!

update
den audiomitschnitt habe ich hier verlinkt

frageboegen der wiener gemeindebauten

sicherlich alles nur ein bedauerlicher fehler ;)

vor kurzem wurde an 220.000 bewohnern der wiener gemeindebauten sog. anonyme frageboegen zugeschickt. diese sollten ermitteln wie man das wohnumfeld/die wohnsituation wahrnimmt. auf den frageboegen befand sich auch ein barcode, der laut wohnbau stadtrat michael ludwig, jedoch nur die zuordnung zu den verwaltungssprengeln dienen sollte. dumm nur, dass sich die quintessenz ein barcodelesegeraet organisiert hat und zu einem anderen ergebnis gekommen ist. die frageboegen sind nicht anonym, sondern enthalten eindeutig zuordenbare kundennummern. aber es geht noch weiter:

Michael Ludwig ist kein Unbekannter. Er war schon die treibende Kraft hinter der Videoüberwachung in mehreren Gemeindebauten in Wien. Daher weisen die Fragen auch eine besondere Schieflage auf: Es gibt keine Möglichkeit sich gegen Videoüberwachung auszusprechen, nur dafür oder neutral. Das Ergebnis der Auswertung ist daher gut vorhersagbar.

wien_gem_fragebogen_front wien_gem_fragebogen_back
klick fuer groessere darstellung

weitere links
wiener zeitung
kurier
die presse
der barcode (typ code-128)

vortrag: q/talk, 24.06.2008 in wien: "Ist Windows Vista in der Stadt Wien unausweichlich?"

Was haben die Deutschen, was wir nicht haben?

München investiert in die lokale Wirtschaft statt in Windows-Lizenzen!

Datum: 24. Juni 2008, 20.00 (Einlass ab 19.00)
Ort: MQ Wien, Electric Avenue, quartier21, Raum D
Lageplan http://quartier21.mqw.at/uebersichtsplan/ ca. -> Nr. 55

–> http://www.quintessenz.at/d/000100004385

Die Stadt Wien migriert mit einem Auftragvolumen von rund 8 Millionen Euro dreiviertel aller PCs auf Windows Vista und gibt damit vielleicht dem Wiener Linux-Projekt “Wienux” den Todesstoß.

Fast zeitgleich vermeldet die Stadt München, dass sie bis Ende dieses Jahres auf 80% ihrer PCs Linux installiert haben wird und das Projekt “LiMux” erfolgreich fortgesetzt wird.

Die gesparten Lizenzkosten investiert München lieber in einheimische Softwarefirmen.

Die Münchner Stadtregierung und die IT Direktion hat mit ihrem Projekt “LiMux” (Linux in München) eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass auch eine Millionen Stadt ihre Systeme unter Linux betreiben kann.

Die Anwenderfreundlichkeit des Linux Basis-Clients wurde vom TÜV zertifiziert, denn Linux soll durch die Einfachheit der Bedienung überzeugen, so Florian Schießl, Projektleiter vom LiMux Projekt.

Als Dateiformate kommen ausschließlich “offene” Standards wie das “Open Document Format” von OpenOffice zum Einsatz. Denn das öffnet den Markt für lokale Anbieter und stärkt den Wirtschaftsstandort München. Ein Beispiel ist die Entwicklung der Vorlagenverwaltung Wollmux, die vor kurzem als Freie Software für andere Städte veröffentlicht wurde.

Hintergrundliteratur:

* LiMux auf Wikipedia
–> http://de.wikipedia.org/wiki/LiMux

* LiMux – Die IT Evolution
–> http://www.muenchen.de/limux

* Müncher Bürgermeister lehnt ISO-Standard für Microsoft’s OOXML ab
–> http://www.heise.de/newsticker/meldung/105074

* Wien ersetzt Linux durch Windows Vista
–> http://www.pro-linux.de/news/2008/12762.html

* Schlag gegen Linux in Wien
–> http://futurezone.orf.at/it/stories/282671
[quintessenz]

eintritt ist wie immer frei.

ich gehe mal davon aus, dass es auch diesmal wieder einen audiomitschnitt geben wird. dieser wird dann natuerlich auch hier verlinkt.