Tag Archives: medien

medienterror

koffer
symbolkoffer, unbeaufsichtigt, potentiell gefaehrlich – by colina-foto [cc-by-nc]

die letzten tage waren gepraegt von allerlei ‘ahhhh, wir werden alle sterben, panik!!!!’ und dieses selbsternannte qualitaetsjournalistenpack hat da wieder mal alles andere als glanzleistungen hervorgebracht. aber was anderes erwarte ich eigentlich von diesen ganzen weichgespuelten ‘wir sind die elite’ schreiberlingen auch gar nicht mehr.

wie dem auch sei, immerhin vereinzelt gab es dennoch kleine lichtblicke die nicht unerwaehnt bleiben sollen:

taz.de: “Der Terror ist da, das Müsli ist alle”

In der Wissenschaft muss man Phänomene verifizieren, und solange dieses nicht geschieht, fehlt der endgültige Beweis. Jeder von uns kann zum Beispiel das Gesetz der Schwerkraft selbst überprüfen, doch in der Welt des Terrors herrschen anscheinend andere Regeln: Wenn Sicherheitsbehörden angebliche Bomben finden oder von einem erhöhten Risiko sprechen und dieselben Sicherheitsbehörden von uns Bürgern mehr Geld verlangen, dann ist das absurd.

Das grenzt an einfache Selbstbedienung. Niemand von uns Bürgern kann kontrollieren, ob das alles stimmt. Und überhaupt mag ich diese Panikmache nicht. Als Naturwissenschaftler habe ich gelernt, Risiken quantitativ zu vergleichen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich von einem Auto oder einem Schäferhund getötet werde, ist weit größer, als Opfer eines Terroranschlags in Deutschland zu werden. Nein, ich habe keine Angst, und selbst dann, wenn alle Polizisten Hamburgs um mein Bett stehen, behalte ich meinen klaren Kopf. Das, was hier passiert, ist eine Inszenierung.

telepolis: “Terror und die deutschen Medien”

Aus dem Bündnis zwischen Politikern und Journalisten heraus folgte eine Medienberichterstattung, die eine ihrer Kernaufgabe in weiten Teilen nicht mehr erfüllte: nämlich Informationen nach journalistischen Gesichtspunkten wie Abgewogenheit und kritischer Distanz aufzubereiten und den Rezipienten zugänglich zu machen.

Spekulationen ersetzten die harten Fakten, Terrorhysterie verdrängte Sachlichkeit. Im Zentrum der medialen Berichterstattung der vergangenen Tage stand eine Bombe, die keine war, sowie ein Terrordiskurs, in dem der Konjunktiv über die Grenzen des journalistisch Zumutbaren strapaziert wurde.

telepolis: “Sicher können wir nicht sein”

Beide Länder [usa und grossbritannien] machen auch deutlich, was es heißt, solche nationalen Bedrohungsstufen einzuführen. Keine terroristische Bedrohung ist hier gar nicht vorgesehen, weil ja tatsächlich die abstrakte oder potenzielle Möglichkeit immer besteht. Der Terror ist auf Dauer geschaltet, die Regierung hat damit gewissermaßen den Ausnahmezustand verordnet.

“Netzaktivisten gegen das Depublizieren”


[direktlink]

NDR – ZAPP, 22.09.2010

Es ist Wahnsinn. Erst sind öffentlich-rechtliche Journalisten jahrelang damit beschäftigt, Themen zu recherchieren und zu realisieren. Und dann müssen sie Zeit und Gebühren verschwenden, um sie wieder zu löschen. Der Rundfunkänderungsstaatsvertrag sieht dies vor. Und daher müssen ARD und ZDF, ihre Archive im Internet verkleinern. Mehr als eine Million Dokumente sind so schon verschwunden, zum Ärger vieler Gebührenzahler. Und die Internet-Nutzer laufen nicht nur Sturm, sie wehren sich. Zapp über die Retter der Archive.
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen…

links:
depub.org
@depub
tagesschau.de archiv

[via netzpolitik]

“Schwarz wie Milch – Kurzfilm über Manipulation in den Medien”

Schwarz wie Milch / Black Like Milk: Konzeption und Realisation eines Kurzfilmes zum Thema: Beeinflussung durch Medien. Bachelorarbeit der Hochschule Ulm, Studiengang Digital Media. Betreuende Person Prof. Manfred Gaida (c) 2010 Stefan Kempas, Für mehr Infos: http://www.schwarzwiemilch.de oder http://www.blacklikemilk.com

Quelle: http://otacun.net/2010/05/schwarz-wie…

Folge Otacun auf Twitter: https://twitter.com/OtacunAmusa


[direktlink]

[via kfmw.blog]

blogs, relevanz und so… aufn punkt

ich hoffe ronny ist mir jetzt nicht allzu boese, dass ich das hier nochmal als fullquote bringe. aber er fasst das ganze sehr treffend in gerademal zwei saetzen zusammen:

Was ich an Blogs mag, ist der Umstand, dass sie in der Lage dazu sind, auch gerade subkulturelle Gegebenheiten durch die ganze Welt zu rocken, für die sich jede Zeitung einen Shicedreck interessieren würde und von denen ich ohne Blogs niemals nicht auch nur irgendetwas hören bzw. sehen würde. Und genau damit beweist sich Relevanz als solche von selbst.

“Media Watch on Climate Change”

passend zum heutigen tag der umwelt, bin ich auf die meldung zu media watch on climate change gestossen:

Jede Woche werden hunderttausende Dokumente aus verschiedenen Quellen (Nachrichtenmedien, Blogs, Umweltorganisationen und Großunternehmen) erfasst und automatisiert verarbeitet. Eine visuelle Benutzerschnittstelle zeigt, wo auf der Welt, in welchen Medien und wie oft berichtet wird, ob die Berichterstattung positiv oder negativ ist, und welche Themen mit Klimawandel assoziiert werden. Interaktive Trend-Charts dokumentieren die wechselnden Schwerpunkte in der Umweltberichterstattung.

laut eigenbeschreibung will das projekt media watch on climate change bewusstsein fuer umweltrelevante themen schaffen und informationen dazu leicht zugaenglich machen. als quellen werden newsseiten, blogs, umweltorganisationen und grossunternehmen herangezogen.

mediawatchonclimatechange

nach den ersten paar minuten rumspielen damit, kann ich auf jeden fall sagen, dass ich das projekt interessant finde. wenn man sich ein wenig mit dem interface beschaeftigt, sollte man auch relativ schnell an die gewuenschten informationen kommen. datenaufbereitung- und visualisierung ist ja durchaus ein spannendes thema und wird in zukunft sicher auch im bereich von umweltthemen weiter an bedeutung gewinnen.
die optik der seite hat mich aber bisher nicht angesprochen, was eigentlich schade ist. die farbgebung mag noch geschmackssache sein, aber die icons erinnern eher an pre-2000-zeiten und das wirkt auf mich nicht besonders einladend.

seis drum. da muss man im moment mit klar kommen. und damit man am anfang nicht ganz allein im wald steht, gibts bei vimeo eine praesentation mit live-demo (beginnt ca. ab 7min.), die einen durch das interface fuehrt und erklaert, wo man was und wie einstellen und sich anzeigen lassen kann.


[direktlink]

“Die Angstunion”

Eigentlich wollte ich zu den aktuellen Geschehnissen und der Reaktion von Medien und Politik darauf ja schweigen. Es ist alles so vorhersagbar und so weit weg von den wirklichen Problemen, die gerade gelöst werden müssen, daß mich nur noch ein Gefühl geistigen Unwohlseins ergreift, wenn ich das Gefasel lesen muss. Das intellektuelle Equivalent zum Post-McDonalds-Bauchgefühl; Kotzen wäre eine erwägenswerte Option. Was ich aber heute lesen musste war dann doch zu viel. […]
[weiterlesen bei frank]

sonntagsfilm 15

Kronen Zeitung – Tag für Tag ein Boulevardstück:

ist ein Dokumentarfilm der Belgierin Nathalie Borgers, der sich kritisch mit der Kronen Zeitung, der auflagenstärksten Zeitung Österreichs auseinandersetzt. Der Film wurde im Jahr 2002 produziert. Durch die Dokumentation erhält der Zuseher einen Blick hinter die Kulissen der Kronen Zeitung. Zu Wort kommen dabei unter anderem: Krone-Herausgeber Hans Dichand, Krone-Kolumnist Wolfgang Martinek, Bischof Kurt Krenn, der damalige österreichische Bundespräsident Thomas Klestil, der Schriftsteller Robert Menasse, Publizist und FPÖ-Politiker Andreas Mölzer, der Ex-Vizekanzler Erhard Busek (ÖVP) und die Politikerin Heide Schmidt.
[…]
Nachdem die Dokumentation im deutsch-französischen Kultursender ARTE gesendet worden war, entschied sich die Kronen Zeitung kurzerhand dazu, den Sender aus ihrem Fernsehprogramm zu nehmen.
[wikipedia]

bis heute sich daran nichts geaendert. die “krone” ist und bleibt weiterhin ein hetzerisch-populistisches drecksblatt.

den film habe ich leider nur auf youtube gefunden, wo dieser in 6 teile gesplittet ist.

[direktlink teil1]

[direktlink teil2]

[direktlink teil3]

[direktlink teil4]

[direktlink teil5]

[direktlink teil6]