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ES&S kauft Diebold’s Premier Elections Solutions

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(der beitrag ist auch bei papierwahl.at zu lesen)

Diebold, bei papierwahl.at auch schon des öfteren negativ aufgefallen, hat diese Woche Mittwoch sein für Wahlcomputer zuständiges Tochterunternehmen Premier Election Solutions an ES&S (Election Systems & Software) verkauft.
Für 5 Millionen Dollar erhält ES&S damit quasi das Monopol im US-Wahlcomputermarkt:

Even before the sale, ES&S was already the nation’s largest voting machine maker. Present in 43 states, ES&S systems were “utilized in counting approximately 50 percent of the votes in the last four major U.S. elections,” according to the company’s website. The company also created the statewide voter registration systems used in California, Maryland, Missouri, Nebraska and New Mexico.

With its acquisition of Premier, the second-largest voting machine maker, ES&S achieves a near monopoly on election gear in the country.
[Threat Level]

Die futurezone und heise fassen auch nochmal zusammen.

E-Voting-Software in South Dakota zählt zu viele Stimmen

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(der beitrag ist auch auf papierwahl.at zu lesen

In den USA hat sich mal wieder ein E-Voting-System verzählt, wie Threat Level berichtet. Aktuell kam es bei einer Wahl im US-Bundesstaat South Dakota, zu Problemen mit einem optischen Scansystem von ES&S:

The machines are a hybrid touch-screen and optical scan system. Voters place a full-size paper ballot into the machine, which is displayed on a touch-screen machine. They make their choices on the touch-screen, and the machine prints their selections to the ballot and returns it. The ballot is scanned and tabulated in another machine.

In South Dakota hatte aber die Software offensichtlich Schwierigkeiten beim korrekten Zählen. Knapp 5000 Stimmen tauchten im Endergebnis zu viel auf.
Aufmerksam darauf wurde man übrigens nicht weil die Wahlleiter Zweifel hatten, sondern weil sich jemand anders über die hohe Stimmenzahl gewundert hatte.
Die Papierstimmzettel wurden darauf hin noch mal von Hand ausgezählt und die Ergebnisse korrigiert.

Links:
Scanner glitch blamed for election miscounts
ES&S AutoMARK

Wahlcomputer: Manipulationen und Programmierfehler

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(dieser beitrag ist auch auf papierwahl.at zu lesen)

Letzte Woche gab es gleich zwei größere Meldungen aus den USA, zu der Unzuverlässigkeit und Unsicherheit von Wahlcomputern.

Die erste Meldung kommt von techdirt. Im US-Bundesstaat Kentucky kam es demnach zu Manipulationen:

The details suggest that there were two parts to the vote changing. First, there was traditional vote buying — where they paid people to vote in a certain way. However, the second involved actually changing voters’ votes on ES&S e-voting machines.

It didn’t involve any hacking or direct security flaws — but the elections officials made use of the confusing user interface and process of the e-voting machines to trick voters into leaving before their votes had been cast.

Man hat also die verwirrende Nutzeroberfläche der Wahlcomputer ausgenutzt, um die Wähler in dem Glauben zu lassen, sie hätten ihre Stimme bereits abgegeben.
[via netzpolitik]

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Die zweite Meldung dreht sich um den Fall Premier Elections Soultions (Diebbold). Dazu fand vergangene Woche eine Anhörung statt, wie das Wired-Blog Threat Level berichtet:

Premier Election Solutions (formerly Diebold Election Systems) admitted in a state hearing Tuesday that the audit logs produced by its tabulation software miss significant events, including the act of someone deleting votes on election day.

The company acknowledged that the problem exists with every version of its tabulation software.

Ein Video von der Anhörung gibt es auch, inklusive ein paar kurzen Highlights, die in schriftlicher Form festgehalten wurden.