Tag Archives: 25c3

der datenbrief

sehr schoen. jemand hat mal die idee vom letzten congress mit dem datenbrief aufgegriffen und berichtet auch kurz von dem prozedere:

Somit habe ich drei Firmen kontaktiert, um die auskunftsfreudigkeit zu überprüfen. Das waren Reichelt Elektronik, GMX und der Weltbild-Verlag.
[…]
Als erstes kam eine Reaktion von GMX. Sie nahmen die Gelegenheit wahr, eine Email zu schreiben. Und es kam alles sauber rüber. […]
Als nächstest kam eine Email der Rechnungsstelle von Reichelt […] Sie haben den Brief nicht verstanden. Also habe ich es möglichst einfach nochmal erklärt. Dann kam eine Mail, die verlangte, dass ich das ganze per Brief beantragen soll.
Zuletzt kam ein Brief vom Weltbild Verlag, dafür aber gleich 2 Seiten, wo vor und Rückseite bedruckt ist.
[…]
Alles in allem kann ich jedem nur empfehlen es ebenfalls auszuprobieren. Vielleicht kommen ja in Zukunft weitere Beiträge von anderen, und vielleicht können wir unsere Erfahrungen etwas austauschen.
[blog.radiotux.de]

die von weltbild haben sogar ganz vorbildlich, neben der verlangten auskunft, auch gleich noch ein paar screenshots mitgeschickt und sogar empfohlen das man sich auf die robinson-liste setzen laesst.
die kleine stichprobe scheint besser verlaufen zu sein, als ich mir das so im ersten moment denken wuerde.

nur, aufwand ist das trotzdem fuer den einzelnen. und eine forderung des datenbriefes ist ja auch, dass unternehmen, die daten ueber mich gespeichert haben, mich ohne aufforderung informieren muessen. soweit ist es aber noch nicht, deshalb muss man sich selber darum bemuehen, auskunft zu erhalten.
um die einstiegshuerden etwas zu senken, findet ihr aber in dem blogbeitrag einen vorgefertigten formbrief.

zum videomitschnitt des talks mit dem datenbrief, kommt ihr hier:
“Datenpannen – Forderungen nach dem Jahr der Datenverbrechen”

game: soviet unterzoegersdorf – sektor 2

der zweite teil des adventure games soviet unterzoegersdorf ist fertiggestellt. die monochroms haben in sektor 2 eine groessere und komplexere welt erschaffen, die vor allem fuer eine laengere spielzeit sorgen soll. wer den ersten teil kennt, weiss dass das komplette spiel in russisch mit wahlweise deutschen oder englischen untertiteln gehalten ist ;)
special guests und synchronstimmen sind: cory doctorow, bre pettis, dave dempsey, bruce sterling, plomplompom, u.v.m.
und was noch wichtig ist: das spiel steht unter creative commons lizenz.

Ein Abenteuer geht weiter!

Sowjet-Unterzoegersdorf ist die letzte existierende Teilrepublik der UdSSR. Der Staat unterhaelt keine diplomatischen Beziehungen zu der ihn umschliessenden (sogenannten) “Republik Oesterreich” oder zur Festung “Europaeische Union”. Das Zerfallen des Kernlandes der Sowjetunion in den fruehen 1990ern wirkte sich schlecht auf die inneroekonomische Situation der Enklave aus. Doch auch direkte externe Einflussnahme durch reaktionaere Kraefte bedroht die Rest-Konfoederation. Erst letztens wurde der Parteisekretaer Wladislav Gomulka nach US-Oberzoegersdorf verschleppt. Dem Genossen muss geholfen werden!
Denn Kommunismus ist keine Meinung, sondern ein Versprechen.
[…]
Betriebssysteme / Bandbreite: Windows, Linux, OSX. Freundschaftlichen Dank an die Genossen von CodeWeavers fuer die heldenhaften Linux/OSX-Versionen. “Freundschaft!” auch an die Leute vom Silver Server fuer Bandbreiten-Sponsoring.
[soviet unterzoegersdorf – sektor 2]

zum download
cc-logo

weitere links:
unterzoegersdorf.su
presseraektionen/interviews
soviet unterzoegersdorf (demo at 25c3)

sonntagsfim 20

Weizenbaum – Rebel at work:
Gezeigt wird ein Dokumentarfilm von Silvia Holzinger und Peter Haas über den Deutsch-Amerikaner Joseph Weizenbaum – eine Kultfigur in der Informatik. Bekannt wurde er in den 70er Jahren als scharfzüngiger Wissenschafts- und Gesellschaftskritiker. Sein Buch “Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft” ist zum Klassiker geworden, sowohl unter Philosophen als auch unter Informatiker.

[direktlink | .m4v/81min/500mb]

wp: joseph weizenbaum

“Der Schäuble”

Einst, um eine Mittnacht graulich, da ich trübe sann und traulich
müde über manchem arg Beschluss, der an den Bürgerrechten zehrt
da der Schlaf schon kam gekrochen, scholl auf einmal leis ein Pochen,
gleichwie wenn ein Fingerknochen pochte, von dem Rechner her.
»’s ist Besuch wohl«, murrt’ ich, »was da pocht so knöchern zu mir her –

nur im Chat – nichts weiter mehr.«

Ah, ich kann’s genau bestimmen: Im Dezember war’s, dem grimmen,
und der Kohlen matt Verglimmen schuf ein Geisterlicht so leer.
Brünstig wünscht’ ich mir den Morgen; hatt’ umsonst versucht zu borgen
von den Büchern Trost dem Sorgen, ob Lenor’ wohl sicher wär’ –
ob Lenor’, die jüngst geflohen, vor dem Terror sicher wär’ –

vor dem Terror – hier nicht mehr.

Und das seidig triste Drängen in den digitalen Gängen
füllt’, durchwühlt’ mich mit Beengen, wie ich’s nie gefühlt vorher;
also daß ich den wie tollen Herzensschlag mußt’ wiederholen:
»’s ist Besuch nur, der auf meinem Rechner mahnt, daß Einlaß er begehr’ –
nur ein später Wurm, der listig mahnt, welch’ Daten er begehr’ –

ja, nur das – nichts weiter mehr.«

Augenblicklich schwand mein Bangen, und so sprach ich unbefangen:
»Gleich, mein Wurm – gleich, mein Trojaner – um Vergebung bitt’ ich sehr;
just das Wochenbackup machte, und Ihr Klopfen klang so sachte,
daß ich kaum davon erwachte, sachte von dem Recher her –
doch nun tretet ein!« – und damit öffnete den Port ich – leer!

Nullbits dort – nichts weiter mehr.

Aufs Register späht’ ich lange, zweifelnd, wieder seltsam bange,
Listings träumend, wie kein sterblich Hirn sie träumte je vorher;
doch der Rechner gab kein Zeichen; nur ein Wort ließ hin er streichen
durch die Nacht, das mich erbleichen ließ: Das Wort »Lenor’?« so schwer.
Selber sprach ich’s, und ein Echo murmelte’s zurück so schwer –

nur »Lenor’!« – nichts weiter mehr.

Da ich nun zurück mich wandte und mein Herz wie Feuer brannte,
hört’ ich abermals ein Pochen, doch vom Rechner kam’s nicht her.
»Ah, gewiß«, so sprach ich bitter, »liegt’s an meinem Fenstergitter;
schaden tat ihm das Gewitter jüngst – ja, so ich’s mir erklär’ –
schweig denn still, mein Herze, lass mich nachsehn, daß ich’s mir erklär’ –

‘s ist der Wind – nichts weiter mehr!«

Auf warf ich das Fenstergatter, als herein mit viel Geknatter
rollt’ ein stattlich stolzer Schäuble wie aus Sagenzeiten her;
Grüßen lag ihm nicht im Sinne; keinen Blick lang hielt er inne;
mit hochherrschaftlicher Miene steuerte zur Türe er –
rollt’ sich zu der Grundrecht-Büste bei dem Türgesims dort – er

rollt und stoppt – nichts weiter mehr.

Doch dies stasihafte Wesen ließ mein Bangen rasch genesen,
ließ mich lächeln ob der Miene, die es macht’ so ernst und hehr:
»Ward dir auch kein einfach’ Amt zur Gabe«, sprach ich, »so doch blind Gehabe,
grauslich grimmer alter Staatsmann, Irrender in Juris’ Sphär’ –
sag, welch hohen Namen gab man dir in Juris’ edler Sphär’?«

Sprach der Schäuble, »Daten her.«

Staunend hört’ dies rauhe Klingen ich dem Schäuble sich entringen,
da die Antwort rechtsstaatfeindlich und unglaublich sehr;
denn wir dürfen wohl gestehen, daß es keinem noch geschehen,
solch eine Gier bei sich zu sehen, die vom Grundrechtsbruche her –
die von einem fanatisch blinden Grundrechtshasse her

laut kreische: »Daten her!«

Doch der Schäuble zittrig ragte und dies eine Wort nur sagte,
gleich als läge all sein Hass auf uns’rer Freiheit sehr;
keine Silbe sonst entriß sich seinem wirren Innern, bis ich
seufzte: »Mancher Feind verließ mich früher schon ohn’ Wiederkehr –
morgen wird er mich verlassen, wie mein Glück – ohn’ Wiederkehr.«

Doch da sprach er, »Daten her!«

Einen Augenblick erblassend ob der Antwort, die so passend,
sagt’ ich, »Fraglich ist dies alles, was der Kerl gelernt bisher:
Er war bei einem Herrn in Lehre, den so tief des Schilys quere
Paragraphen trafen, daß all sein Denken gründet sich im Hass so sehr –
daß der Horizont der Freiheit sich bei ihm beschränkt so quer

auf dieses wirre »Daten her!«

Doch was Trübes ich auch dachte, dieser Staatsfeind mich doch lächeln machte,
immer noch, und also holt’ ich stracks mir ein Gesetzbuch her
und ließ die Seiten fliehen, schöpfte Verfassungsenergien
verglich mit Karlsruher Theorien: Wie’s wohl zu verstehen wär’ –
wie dies grimme, angsterfüllte Wesen zu verstehen wär’,

wenn es krächzte »Daten her!«

Dieses zu erraten, saß ich wortlos vor dem Kerl, doch fraß sich
mir sein Blick ins tiefste Innre nun, als ob er ein Trojaner wär’;
brütend über Rechtsstaatstreue, scrollte ich ganz ohne Reue
meinen Cursor durch die Ordner, die verschlüsselt auf der Platte –
auf der eigentlich privaten Platte, lagen mit den Bildern von Lenor’ –

den Urlaubsbildern von Lenor’!

Da auf einmal füllten Düfte, dünkt’ mich, weihrauchgleich die Lüfte,
und rousseauscher Schriften Duktus drang aus Büchern zu mir her.
»Freiheit«, rief ich, »sieh, man sandte diesen Leugner hier und gab ihm
Staatsmacht, worinnen endet nun dein Existieren hier.
Doch wir bleiben standhaft und verteidigen dich, wir –

Sprach der Schäuble, »Gib die Daten mir!«

»Ah, du prophezeist ohn’ Zweifel, Höllenbrut! Ob Tier, Ob Teufel –
ob dich Otto Schily sandte, ob der BND dich trieb hierher
rastlos und ganz ohne Bangen, allen freiheitlichen Belangen,
den Prozess zu machen – sag’s mir endlich, bitt’ dich sehr –
lässt du – lässt du meine Freiheit mir?- sag’s mir – sag mir, bitt’ dich sehr!«

Sprach der Schäuble, »Daten her!«

»Ah! dann nimm die letzten Rechte, Höllenbrut – ob Tier, ob Teufel!
Dann treib doch weiter, deinen Hass in die Verfassung rein!
Künd mir: Wird es denn geschehen, daß ich einst in Juris Höhen
darf die Rechte wiedersehen, selig in der Freiheitsspähr’ –
darf die Rechte, die du folterst, haben in der Freiheitsspähr?«

Sprach der Schäuble, »Daten her!«

»Sei denn dies dein Abschiedszeichen«, schrie ich, »Terror ohnegleichen!
Hebe dich hinweg und kehre stracks zurück in Juris Sphär’!
Keiner einz’gen Spende Lüge bleibe hier, dem Größenwahnsinn
Zeugnis! Laß mit meinen Daten mich allein! – hinweg dich scher!
Hack nicht länger meinen Rechner! Pack dich! Fort! Hinweg dich scher!”

Sprach der Schäuble, »Daten her!«

Doch der Schäuble rührt sich nimmer, spricht noch immer, spricht noch immer
von der Sicherheit durch Daten, von dem E-Pass wie vorher;
und in seinen Augenhöhlen eines Dämons Träume schwelen,
und das Licht wirft seinen scheelen Schatten auf die Wahrheit schwer;
und es hebt sich aus dem Schatten aus der Wahrheit dumpf und schwer

meine Freiheit – nimmermehr.

~ Ende ~

Creative Commons License
Der Schäuble (Text) von Christoph Brüning steht unter einer Creative Commons Namensnennung 3.0 Deutschland Lizenz.

weitere links:
cchristoph
lightening talks wiki
zur videoaufzeichnung
wp: edgar allan poe – der rabe

25c3: official video recordings podcast


der offizielle 25c3 video podcast mit den recordings ist nun endlich da. ich weiss – mitschnitte, sowohl offizielle als auch unzaehlige inoffizielle, sind seit dem congress problemlos zu finden. aber ich finde, der video podcast schliesst das alles immer schoen ab. deswegen nochmal der gesonderte hinweis.

format ist, wie letztes jahr auch, ipod kompatibles mpeg4 avc/h.264 with aac, 640×480. alle videos stehen unter creative commons by-nc-nd 2.0.

auch wenn es dieses jahr ein wenig gedauert (das ging doch letztes jahr einiges schnell, oder?) danke an tim der, soweit ich das verstanden habe, fuer den offiziellen podcast zustaendig ist. und nicht zu vergessen die leute von der fem (tu illmenau) die gefilmt haben.

podcast direkt abonnieren:
feed://chaosradio.ccc.de/25c3_m4v-all.rss
http://chaosradio.ccc.de/25c3_m4v-all.rss

blinkenlights stereoscope: documentation video

stereoscopelogo
das documentation video vom blinkenlights stereoscope projekt ist nun auch (endlich) mal online gegangen, nachdem ich und der volle saal beim congress schon in den genuss gekommen sind.
ist ein schoenes ding geworden und mir eine sehempfehlung wert. die musik im video sind ausschnitte von der blinkenlights symphony vom kraftfuttermischwerk.

das video sollte, wie auch die anderen documentation videos, ebenfalls unter einer creative commons lizenz stehen. gehe ich mal von aus (hinweis darauf habe ich noch keinen entdeckt)beim ersten mal uebersehen. der abspann verraet die lizenzinformationen ;) (creative commons by-nc-nd)


[direktlink]

[via kfmw.bog]

25C3: eVoting after Nedap and Digital Pen

(der beitrag ist auch auf papierwahl.at zu lesen)

Wie bereits angekuendigt, der Vortrag zu e-Voting von Ulrich Wiesner beim 25C3:

eVoting after Nedap and Digital Pen
Why cryptography might not fix the issue of transparent elections

Cryptographic methods have been suggested as a solution of the transparency and auditability issues in electronic voting. This talk introduces some of the suggested approaches and explains why such methods replace one issue with another, rather than fixing it.

Slides zum Vortrag (.pdf/243KB)
Video vom Vortrag (.mp4/498MB)
Video vom Vortrag (.torrent)

25c3: nothing to hide (ein rueckblick)


der congress ist jetzt seit ein paar tagen vorbei und ich moechte mal ein paar eindruecke dazu los werden.

meines wissens nach ist der congress die einzige, regelmaessig stattfindende, veranstaltung die einen schoenen bogen spannt zwischen gesellschaftspolitischen themen und so richtig technikzeugs, mit abstufungen und ueberschneidungen in alle richtungen. der preis ist auch mehr als fair. dementsprechend gut besucht war der congress dieses jahr.

so wie ich das mitbekommen habe waren schon am ende des ersten tages/anfang des zweiten tages alle congress tickets (4 tages tickets) ausverkauft. die veranstalter sprechen von 4230 besuchern, was das bcc an seine auslastungsgrenzen gebracht hat. tageskarten wurden dann nur noch in begrenzten mengen verkauft. dementsprechend voll war es auch teilweise bei einigen vortraegen (v.a. in saal 1).

aber abgesehen von dem ganzen gedraenge und gewuehle gab es natuerlich noch jede menge anderes zu sehen.
einen wichtigen punkt nahmen natuerlich die vortraege ein. von den sachen die ich besucht habe (und das waren nicht wenige), waren die meisten auch gut vorgetragen und konnten mir wieder ein paar neue/andere einblicke in bestimmte themen bieten. allgemein fand ich das niveau auf einem wirklich qualitativ hohem level. wenn ich jetzt mal von den teilweise uebervollen saelen absehe, koennte man eigentlich kaum was an den vortraegen aussetzen. zumal die themenvielfalt breit gefaechert war. aber das koennt ihr euch demnaechst ja alle noch selber anschauen, wenn die congress-videos vollstaendig online sind.

was gabs noch zu sehen?
viele projekte waren da und hatten ihre tischchen und infostaendchen aufgebaut. z.b.: der ak vorrat, sputnik (openbeacon), der foebud, die lockpicker, der openmusiccontest, debian, hackerspaces.org, der ffii und noch ein paar mehr.
besonders beeindruckend dabei fand ich die lockpicker, die an ihrem tisch haufenweise werkzeug hatten, rumgepfeilt haben und schloesser und handschellen, ohne schluessel in kuerzester zeit geoeffnet haben. sollten die das naechste mal wieder vor ort sein, schaut euch das mal an.

diese ganzen geschichten spielten sich auf den beiden oberen floors ab. der dritte floor (hackcenter) befand sich im keller und stach schon allein deswegen hervor, dass man da unten kein sonnenlicht zu gesicht bekam ;) neben ein paar weiteren projekten (wie z.b. mikrokopter), gabs dort unten noch den workshop-room, die blinkenarea und die lounge (und natuerlich viele menschen vor ihren rechnern). so wie es sich fuer ein hackcenter gehoert war es da unten bunt und es hat viel geblinkt ;)

eine besonders schoene sache fuer mich war noch, das liveset vom kraftfuttermischerk in der lounge. die visuals kamen von falk. die jungs haben dort 2 stunden, relativ entspannte sounds von sich gegeben, in denen ich das einzige mal beim congress einfach nur entspannt bei 1, 2 bierchen den congress congress sein liess. muss auch mal sein, war auch super so.
das liveset koennt ihr euch hier runterladen .

das wars erstmal mit meinem kleinen rueckblick auf den 25c3. ich habe sicherlich noch einiges vergessen, aber ich hoffe es kam rueber, dass der congress (mag er auch stressig sein) eine wirklich schoene und bunte veranstaltung ist, die viel bietet. viel mehr infos in bild, ton und text gibt es unter dem punkt documentation im congress-wiki zu sehen.
abgesehen davon, dass das bcc bald aus allen naehten platzt (anscheinend will man naechstes jahr keine neue location aufsuchen), wuerde mir jetzt keine weiteren gruende einfallen, da das naechste mal nicht wieder aufzuschlagen.

eine kleine auswahl an congress-videos werde ich auch noch posten, sobald die offiziellen videos komplett raus sind. ansonsten koennt ihr euch schon mal hier bedienen

weitere links:
fahrplan
speakers
hacked
press reviews
photo documentation
25c3 soup

creative commons music 72 //das kraftfuttermischwerk live @ 25c3

vorgestern abend noch live in der lounge beim 25c3 genossen und jetzt online – neues live-material vom kraftfuttermischwerk.
anhoeren!

zum release: das kraftfuttermischwerk live @ 25c3
[direktdownload | .mp3/130min/179mb]
cc-logo

e-Voting beim 25C3

(der beitrag ist auch auf papierwahl.at zu lesen)

Heute gab es beim Chaos Communication Congress, den Vortrag zum Thema e-Voting: “eVoting after Nedap and Digital Pen“. Ulrich Wiesner hat dabei versucht möglichst aus Nutzersicht zu argumentieren.

So kritisiert er beispielsweise die fehlende Nachvollziehbarkeit bei e-Voting-Systemen. Der derzeitig angestrebte Weg, mit Hilfe von Kryptographie ein sichereres System zu erhalten, würde es den Wählern zukünftig unmöglich machen, solche Systeme zu verstehen. Was zur Folge hätte, dass man sich blind auf ein paar wenige Experten verlassen müsste. Wobei man diesen Experten nicht mal böse Absichten unterstellen müsste, denn Softwarefehler bei komplexeren Systemen sind niemals auszuschließen. Dies wurde auch einem Beispiel verdeutlicht, das gezeigt hat, dass auch kleine Abweichungen bei der Stimmauszählung, große Auswirkungen haben können.

Einleitend wurde eine kurze Übersicht zur aktuellen Verbreitung von e-Voting-Systemen gegeben. Der Schwerpunkt lag aber bei der Kryptographie.
Die vorgestellten Methoden (Three Ballot, Punchscan, und Bingo Voting) können keine 100%-ige Sicherheit bieten. Einerseits gibt es mathematische / statistische Angriffsvektoren, andererseits verkompliziert es Wahlen unter Umständen um ein Vielfaches.

Zusammengefasst meint Wiesner, dass es derzeit kein praxistaugliches Modell gibt, dass ausreichend Sicherheit und Transparenz von Wahlen gewährleistet. Sei es mit kryptographischen Mitteln – die vielleicht ein wenig mehr an Sicherheit bringen, dafür aber gleichzeitig die Nachvollziehbarkeit weiter einschränken – oder ohne. Hauptkritik ist die fehlende Transparenz für den Wähler. Im akademischen Umfeld habe die Beschäftigung mit e-Voting durchaus seine Daseinsberechtigung, es aber bei “richtigen” Wahlen einzusetzen, sei jedoch falsch.

(Die Slides und das Video zum Vortrag sollten die nächsten Tage online gestellt werden. Links dazu folgen dann.)

25c3 – nothing to hide

da heute der 23. ist (ja, ich habe extra solange gewartet ;) ), wirds langsam auch mal zeit hier meine teilnahme (als besucher) am congress (25c3) zu verkuenden. wie gewohnt dauert dieser vom 27.12 – 30.12. und findet im berliner bcc statt. das motto dieses jahr: nothing to hide.

die einen sagen der fahrplan sei zu technisch, andere wollen hingegen noch mehr technik und hacking haben, ich finde die mischung ganz okay. mein grob zusammengestellter, persoenlicher fahrplan weisst jetzt schon so viele ueberschneidungen auf, dass ich ausser 3, 4 sachen ueberhaupt noch nicht richtig weiss, was ich mir anschauen soll.
aber neben den ganzen vortraegen, gibts ja auch noch einiges mehr zu sehen und hoeren. z.b.: in der lounge, die unter anderem von falk mit visuals versorgt werden wird. musikalisch wird auch dieses jahr wieder, neben anderen, das grossartige kraftfuttermischwerk vor ort zugange sein (worauf ich mich schon besonders freue).

ansonsten klickt euch einfach mal durch die ganzen punkte und schaut was euch selber anspricht.
achso, und plant euer programm ja nicht penibelst genau fuer die ganzen 4 tage vor. das bringt nichts und macht, meiner ansicht nach auch keinen spass, wenn man sich da stresst. audio- und videomitschnitte wird es ohnehin wieder geben – wenn nichts schief laeuft :)

-> tickets
-> anreise
-> unterkuenfte