Barcamp Graz 2014 – mein Orga-Rückblick

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Mein 5tes Mal in der Barcamp Graz Orga. Und es war dieses Mal vieles neu und anders als die letzten Jahre. Mal ein paar (unsortierte und unvollständige) Gedanken dazu:

Die größte Neuerung, die aber wenig nach außen sichtbar wurde, ist die Gründung des Vereins Barcamp Graz.
Aus unterschiedlichen und auch sinnvollen Gründen haben wir uns dieses Jahr dazu entschlossen, einen Verein aus dem ganzen Ding zu machen. Ich war ja bisher immer eher gegen die Vereinsgründung, aber insgesamt ist das ein richtiger Schritt, wenn wir das Ding in der Größenordnung und mit allen rechtlichen Gegebenheiten weiter machen wollen.

Was mich dieses Jahr besonders gefreut hat (vor allem jetzt nach der Veranstaltung) ist:

*neue Orga-Mitglieder
wie eigentlich jedes Jahr, hat sich auch dieses Mal wieder abgezeichnet, dass einige Leute ganz ausscheiden bzw. mehr in den Hintergrund treten werden. Ich bin aber der Meinung, dass das dieses Jahr besser als zuvor funktioniert hat (mehr dazu weiter unten).

*das Designcamp wurde erfolgreich wiederbelebt!
Nachdem das Designcamp die letzten beiden Jahre eigentlich eher vor sich hin vegetiert hat, kam dieses Jahr endlich mal wieder frischer Wind rein, mit Organisatorinnen, die sich engagiert haben und andere Leute dafür begeistern konnten.

*Podcast vom Barcamp
mein persönliches Highlight eigentlich! Dieses Jahr haben Christian und ich ein kleines Podcast-Experiment beim Barcamp gewagt. Jeden Abend gab es eine Folge mit unterschiedlichen Gästen, vom jeweiligen Barcamp-Tag. Die Idee stand schon ein paar Wochen vor dem Barcamp im Raum, aber wirklich dazu entschlossen haben wir uns erst ein paar Tage davor.
Das Ding ist bei weitem nicht perfekt, vollständig oder allumfassend – das war aber auch nicht der Anspruch (zumindest von meiner Seite nicht)! Es war ein Experiment, bei dem ich einiges gelernt habe. Insgesamt hoffe ich, dass zumindest einige Leute einen Mehrwert davon haben und das Ganze interessant finden.

*Organisation im Vorfeld
Die Organisation im Vorfeld lief meiner Meinung nach extrem fokussiert ab. Im Vergleich, haben wir in weniger Orga-Meetings mehr geschafft, als in den Jahren zuvor. Besonderes Lob geht da an Jürgen, der sich als Koordinator und Pusher mehr als verdient gemacht hat! Selbst in den Tagen vor dem Barcamp, war die Anspannung (zumindest bei mir) relativ niedrig. Es war schlicht das allermeiste schon vorbereitet und auf dem Weg.

*Barcamp selber
Auch beim Barcamp selber lief das Chaos ziemlich strukturiert ab. Alle wussten was zu tun ist und haben mitgemacht. Es gab weder gröbere Zwischenfälle, noch unlösbare Schwierigkeiten. Die Besucherzahlen haben gestimmt, die Leute vor Ort waren motiviert, alle Sessionslots wurden belegt und der Abbau am Sonntag wurde Dank der Leute die doch noch da geblieben sind, in Rekordzeit bewältigt. Von dem her – alles top, auch aus Orga-Sicht.

Aber natürlich gibts auch noch ein paar Kritikpunkte, die ich bei meiner Arbeit festgestellt habe.
Zum einen war ich in sehr wenigen Sessions, was ich jetzt im Nachhinein auch etwas bereue. Das hat zum einen natürlich den Grund, dass man sich während so einer Veranstaltung natürlich auch immer mit anderen Sachen beschäftigen kann (Müll wegräumen, dieses Internets bespielen, anderen Leuten weiter helfen, Interviews organisieren,…) Andererseits, so 10 Minuten vor Sessionende, sich noch irgendwo reinzusetzen, war mir dann auch zu wenig.

Ein weiterer wesentlicher Punkt ist das Politcamp. Das Politcamp habe ich dieses Jahr quasi allein organisiert. Womit ich schon reichlich unzufrieden bin. Intern regeln wir das eigentlich so, dass zumindest immer zwei Leute für ein Camp zuständig sind. Da ich mich aber auch noch als Mitglied der Kern-Organisation, mit um andere Sachen gekümmert habe, ging dieses Jahr beim Politcamp ziemlich viel unter.
Ich habe dann auch erst relativ spät angefangen, mich speziell darum zu kümmern. Einige Sachen die ich mir eigentlich vorgenommen hatte, sind einfach nicht passiert und während des Barcamps selber hatte ich das Glück, dass ich immer mal wieder andere Leute aus der Orga zur Raumbetreuung ins Politcamp schicken konnte.

Kurzum, die Doppelbelastung das Politcamp quasi allein zu machen und Kern-Orga (inkl. Vereinsgründung und vor Ort aktiv sein) war mir dieses Jahr einfach zu viel. Das hab ich dann auch am Freitag Nachmittag gemerkt, wo ich schon relativ ausgepowert war.

Sollte es nächstes Jahr wieder ein Barcamp Graz geben – man weiß ja nie ;) – möchte ich mich auf jeden Fall auf die Kern-Orga konzentrieren. Ich bin auch gerne weiterhin beim Politcamp aktiv! Aber wenn, dann nur als zweites oder drittes Rädchen. Deshalb hier schon mal der Aufruf: wenn jemand das Politcamp Graz aktiv mitgestalten möchte, bitte melden!

Abgesehen davon: es war ein super Barcamp Graz – wenn nicht sogar das Beste bisher. Deswegen auch noch mal an dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an alle MitorganisatorInnen, Sponsoren, HelferInnen und SessiongestalterInnen – ihr seht super aus!

5 responses to “Barcamp Graz 2014 – mein Orga-Rückblick

  1. Ich hatte auch als Besucherin den Eindruck, dass dieses Jahr alles so glatt gelaufen ist wie schon lange nicht :) … Alle waren sehr entspannt – und wenn ich das sagen darf – routiniert ;).

  2. ich fands auch großartig dieses jahr, die meinung besser als zuvor kann ich schlecht beurteilen, aber nachdem ich selbst eine session gemacht hab’ wars für mich auch das beste was bisher geschehen ist. ich war zwar oftmals im politikcamp aber so schlimm vernachlässigt hast du es dann auch wieder nicht, zumindest ist es mir nicht so aufgefallen. VIelleicht helfe ich in dem Bereich beim nächsten Mal mit, “man weiß ja nie” um dich zu zitieren :-)

  3. Wenns nicht so aufgefallen ist, hab ich ja noch mal Glück gehabt ;)

  4. Wurde der Troll vom letzten Jahr aktiv angesprochen sich nicht zu beteiligen, formell gesperrt, ist er nicht erschienen, oder erschienen?

  5. Meines Wissens war er dieses Jahr nicht beim Barcamp.

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