sonntagsfilm 113

Hagen Rether – Liebe:
Hagen Rether, 1969 in Bukarest geboren, spielt seit seinem achten Lebensjahr Klavier und stand seit 1996 rund 2000-mal auf der Bühne, meist irgendwo im Ruhrgebiet. Allerdings ist der nonchalante Essener derzeit auf dem besten Weg, seinen Bekanntheitsgrad beträchtlich zu erweitern. Gerade 2004 war ein enorm erfolgreiches Jahr für den Kabarettisten, dessen Erscheinung so sehr an einen gepflegten Bar-Pianisten erinnert: Stuttgarter Besen, Prix Pantheon, Paulaner Solo und sogar das begehrte Scharfrichterbeil konnte er ergattern. Oft reicht ihm ein Satz, wo andere ewig laborieren. Hagen Rether spricht leise und wenig, also wenig verglichen mit anderen Künstlern seiner Branche. Das heißt jedoch nicht, dass er weniger zu sagen hätte, ganz im Gegenteil: Seine Statements sind wie Essigessenz, wirken bei aller Beiläufigkeit und Kürze wie Paukenschläge. Stets würzt er seine Texte mit jazzigen verspielten Klavierakkorden. Das klingt gut und macht auch dramaturgisch Sinn, weil man hin und wieder länger braucht, um seine zuschnappenden, zum Teil bitterbösen Bemerkungen zu verdauen. Denn am liebsten ist Rether richtig gemein, geht verbal dorthin wo es weh tut, um im Anschluss gleich wieder munter und virtuos in die Tasten zu hauen. Das fordert – und ist vor allem erfrischend neu


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