Daily Archives: 2009-03-30

der reiz des toten baumes – lies doch mal wieder was

ich hab mal eine kleine, unvollstaendige leseliste zusammengestellt, die ihr jetzt oben unter books erreichen koennt. vom themenkomplex her, habe ich das auf sachen beschraenkt mit denen ich mich auch hier im blog auseinandersetze / ueber die ich berichte. dazu zaehle ich grob: datenschutz, ueberwachung, sci-fi/dystopien, gesellschaftspolitik, technik und ihre folgen. ein weiteres kriterium ist, dass es die buecher auch alle auf deutsch gibt und ich sie gelesen habe bzw. gerade lese.

wie gesagt, alles unvollstaendig und nur ein paar empfehlungen meinerseits. solltet ihr noch literaturtipps oder ergaenzungen haben, ihr wisst ja, wie ihr das kundtun koennt.

uebrigens: amazonlinks hab ich weggelassen. zum einen weil ich davon ausgehe, dass ihr das auch allein hinbekommt ;) zum anderen, koenntet ihr ja auch mal wieder zum kleinen buchladen, bei euch um die ecke gehen (sofern es sowas bei euch noch gibt) und dort buecher kaufen. oder das ihr zumindest direkt bei den verlagen bestellt.

haftbefehl gegen das internet

H A F T B E F E H L

gegen das Beschuldigte

Internet
geboren 2. September 1969
geschieden
manchmal deutsche Staatsangehörige

Das Beschuldigte, bzw. sein, sich in Deutschland befindlicher Teil, wurde am Abend des 11.9.2001 gegen 23:00 Uhr von 26,7 Millionen Internetusern, vowiegend deutscher, türkischer, arabischer und anderer untergeordeter Extremität betreten.

Das, nach vorliegenden Beweisen und sorgfältigen Ermittlungen durch gezielte Desinformation unmittelbar an der momentanen Gefährdungslage beteiligte Internet, lieferte an diesem Abend vorsätzlich 26,7 Millionen Gefährdete in Deutschland der unbegrenzten Willkür des Internationalen Terrors aus. Die sofort herbeigerufene Bunte Justizministerin konnte durch ein umgehendes Browserverbot den Mega-Super-GAU verhindern, sah sich aber angesichts der abstrakten Fakten zum Einsatz von unabhängigen Beobachtern gezwungen. Das Internet war aktiv und in Kenntnis seiner Möglichkeiten an der Verursachung dieser besorgniserregenden Szenarien beteiligt. Ebenso liegt bis zum heutigen Tage keinerlei Distanzierung seitens der ebenfalls beteiligten, durch das Internet benutzten technischen Verantwortlichen vor, so das hinsichtlich dessen die Anwendung des Paragrafen 129a als zwingend erachtet wird, zumal es sich bis heute verantwortungslos der Beihilfe zu vielen weiteren verwerflichen Taten schuldig machte.

Das Internet wird daher beschuldigt,

andere Menschen terroristisch indoktriniert zu haben, sowie an der Tötung von Menschen beteiligt zu sein ohne Mörderin zu sein,

strafbar als

Verbrechen gemäß § 212 StGB.

Das Beschuldigte ist dieser Taten aufgrund der bisherigen polizeilichen Ermittlungen dringend verdächtig.

Es besteht der Haftgrund der Fluchtgefahr (§ 112 Abs. 2 Nr. 2 StPO). Bei diversen Onlinedurchsuchungen wurden E-Mails in nicht unerheblichen Mengen, sowie Unterlagen für ein Studium der Unschärfe eines gewissen W. Heisenberg gefunden. Auch die aufgrund der gegen das Internet erhobenen erheblichen Tatvorwürfe sehr hohe Straferwartung bietet nicht Gewähr dafür, dass es sich dem weiteren Verfahren freiwillig stellen wird.

Zudem besteht hier ein Haftgrund gemäß § 112 Abs. 3 StPO.

Auch bei Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit (§ 112 Abs. 1 StPO) ist die Anordnung der Beugehaft geboten.

IM Dr. Wolfgang Schäuble
Bunter Innenminister
[volkszustandsbericht]

[via fefe]

q/talk am 31.03.2009: “Die Glaubwürdigkeitsfalle – zu faul zur Wahl”

morgen, dienstag, den 31.03.2009 findet wieder der allmonatliche q/talk statt. anknuepfend an letzten monat gehts auch dieses mal wieder ums (elektronische) waehlen. mitdiskutieren wird unter anderem peter purgathofer:

Heiße Studenten-Parties machen schlappe Wähler wieder fit. Datum/Zeit: Di 31. März 2009, 20.00 (Einlass ab 19.00). Ort: Raum D / quartier21, QDK / Electric Avenue, MQ Wien. http://quartier21.mqw.at/uebersichtsplan/ ca. -> Nr. 55 Dazu diskutieren moderiert von Mag. Georg Markus Kainz: * Prof. Dr. Purgathofer, Technische Universität Wien * Sigrid Maurer, Grün Alternative StudentInnen * Samir Al-Mobayyed, AktionsGemeinschaft
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q/talk, Di, 31. März: Die Glaubwürdigkeitsfalle – zu faul zur Wahl Heiße Studenten-Parties machen schlappe Wähler wieder fit. https://www.quintessenz.at/d/000100005943 Österreichische Parteien sind in der Glaubwürdigkeitsfalle. Eine geringe Wahlbeteiligung gilt als generelles Misstrauensvotum, als Kritik am System und nicht an einer einzelnen Partei. Die Regierenden leben aber von der Fiktion vom Wahlvolk beauftragt worden zu sein, das Volk vertreten zu dürfen und Entscheidungen für und über das Volk zu treffen.

Nun stellt sich die Frage wie weit darf die Wahlbeteiligung und die Anzahl gültiger Stimmen sinken um noch im Sinne des Systems legitimiert zu sein? Findige Geschäftemacher versuchen jetzt eine neue Technik zu verkaufen, die zwar die Kosten der Wahl in die Höhe schnellen lassen, dafür aber den Aufwand der Stimmabgabe auf ein Minimum reduziert. Die Stimme kann quasi so nebenbei auf einer heißen Studentenparty abgegeben werden. Der Wähler muss nicht mehr extra in ein Wahllokal kommen, wo er in einer nüchternen Atmosphäre seine Wahlentscheidung treffen kann.
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der eintritt ist wie gewohnt frei.