Daily Archives: 2008-05-24

/dev/radio 110: "Towel Day"

passend zum heutigen towel day, widmet sich heute auch das/dev/radio dem thema: “Towel Day”:

So ein Handtuch ist eine unheimlich praktische Sache. Nicht nur, daß man sich damit Abtrocknen kann, naß ist es auch nützlich als Nahkampfwaffe. Und sollte man einmal Hunger leiden nuckelt man einfach ein wenig an den nährstoffreihen Ecken…

Warum jeder immer wissen sollte, wo sein Handtuch liegt und was das alles mit unseren Geeks zu tun hat, erfahrt ihr in dieser Sendung.

die sendung findet von 13-15h auf freefm (freies radio in ulm) statt. wer wie ich, freefm nicht empfangen kann, hoert sich den stream an oder wartet aber bis die folge ins archiv gewandert ist.

alles weitere (podcast, chat, telefon, alte sendungen, …) findet man auf den seiten von /dev/radio

towel day

towel day
heute ist es mal wieder soweit. der tag an dem mann ueberall sein handtuch mit sich fuehren sollte – towel day:

Ein Handtuch ist so ungefähr das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann. Einmal ist es von großem praktischem Wert – man kann sich zum Wärmen darin einwickeln, wenn man über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft; man kann an den leuchtenden Marmorsandstränden von Santraginus V darauf liegen, wenn man die berauschenden Dämpfe des Meeres einatmet; man kann unter den so rot glühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen; man kann es als Segel an einem Minifloß verwenden, wenn man den trägen, bedächtig strömenden Moth-Fluss hinuntersegelt, und nass ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe; man kann es sich vors Gesicht binden, um sich gegen schädliche Gase zu schützen oder dem Blick des Gefräßigen Plapperkäfers von Traal zu entgehen (ein zum Verrücktwerden dämliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen – bescheuert wie eine Bürste, aber sehr, sehr gefräßig); bei Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und sich natürlich damit abtrocknen, wenn es dann noch sauber genug ist.

Was jedoch noch wichtiger ist: ein Handtuch hat einen immensen psychologischen Wert. Wenn zum Beispiel ein Strag (Strag = Nicht-Anhalter) dahinter kommt, dass ein Anhalter sein Handtuch bei sich hat, wird er autoniatisch annehmen. er besäße auch Zahnbürste, Waschlappen, Seife, Keksdose, Trinkflasche, Kompass, Landkarte, Bindfadenrolle, Insektenspray, Regenausrüstung, Raumanzug usw, usw. Und der Strag wird dann dem Anhalter diese oder ein Dutzend andere Dinge bereitwilligst leihen, die der Anhalter zufällig gerade »verloren« hat. Der Strag denkt natürlich, dass ein Mann, der kreuz und quer durch die Galaxis trampt, ein hartes Leben führt, in die dreckigsten Winkel kommt, gegen schreckliche Übermächte kämpft, sich schließlich an sein Ziel durchschlägt und trotzdem noch weiß, wo sein Handtuch ist, eben ein Mann sein muss, auf den man sich verlassen kann.
[aus douglas adams – “per anhalter durch die galaxis”]

links:
towelday.org
fm4 kolumne zum diesjaehrigen towel day
wp: douglas adams
wp: per anhalter durch die galaxis