Daily Archives: 2008-04-16

links vom 16-04-2008

cashys blog
Super Mario Fusion – kostenloser Super Mario Klon
leider nur windows-only, wenn ich das gerade richtig ueberblickt habe.

der standard
Pirate Bay will Schadensersatz von der Musikindustrie
man kann ja von piratebay halten was man will, aber fuer abwechslung und ein schmunzeln sorgen sie doch immer wieder :)
Forscher knacken Quantenkryptografie
Hacker legte Homepage der Wirtschaftskammer lahm
die haben wohl gerade richtig stress bei der wirtschaftskammer. es ist von einem gezielten angriff die rede.

die presse
Italien: Berlusconi kündigt unpopuläre“ Reformen an
kaum zwei tage nach der wahl, macht sich berlusconi schon wieder (bei allen nicht rechten) unbeliebt. wie kann man sowas nur waehlen?
Todesstrafe: US-Höchstgericht erklärt Giftspritze für zulässig
da sieht man mal wieder wie rueckstaendig die us of a doch sind. waehrend hier die todestrafe bereits abgeschafft wurde, diskutiert man in amerika immer noch darueber welche hinrichtungsart “humaner” sei.
Streit um U-Ausschuss-Akten: Gutachten pro und contra Platter

fefe
Es wird zunehmend schwieriger, Fingerabdrücke von Politikern einzusammeln.
huch, die sind ja anscheinend doch nicht lernresistent ;)

futurezone
Wackeliger Bundestrojaner-Kompromiss

golem
Kostenloses Buch zu Rechtsfragen offener Netze

heise
BKA arbeitet “mit Hochdruck” am Bundestrojaner
jaja, das bka arbeitet mit “hochdruck” :) netter kommentar dazu auch bei gegen den bundestrojaner

heise open
Zuverlässigkeit: Linux und Unix schlagen Windows
mal wieder ein paar zahlen fuer die statistikfreunde. es geht konkret um server-betriebssysteme.

Advertisements

65 jahre lsd

jaha, 65 jahre ist es her, seit der entdeckung von lysergsaeurediethylamid. eigentlich sind es 70 jahre, aber die halluzigene wirkung wurde erst 5 jahre spaeter bekannt, urspruenglicher zweck sollte sein, ein mittel zur kreislaufstimulation zu finden:

Seine halluzinogene Wirkung entdeckte Hofmann am 16. April 1943 durch Zufall, nachdem er die Substanz vermutlich durch die Haut absorbiert hatte. Er wiederholte dieses Erlebnis am 19. April 1943 durch die Einnahme von 250 Mikrogramm LSD. Verglichen mit der Wirksamkeit der damals bekannten Mutterkornalkaloide, entsprach das der kleinsten Menge, bei der man noch eine Wirkung hätte erwarten können. Es stellte sich jedoch heraus, dass diese Menge bereits dem Fünffachen der normal wirksamen Dosis (etwa 50 µg) von LSD entsprach. Dieses Datum gilt heute als Zeitpunkt der Entdeckung psychoaktiver Eigenschaften des LSD. Der Jahrestag wird von popkulturellen LSD-Anhängern als „Fahrradtag“ (Bicycle Day) gefeiert, da Hofmann am Beginn seines Rauscherlebnisses mit dem Fahrrad nach Hause fuhr.

und albert hofmann ist schuld.

[via kreislauf.org]

pruegel-sek vor gericht

„Ich hörte, wie mein Sohn geschlagen wurde.“ Er habe gerufen: „Mama, sie bringen mich um.“ Die vier angeklagten Elitepolizisten zeigten keine Regung. Am ersten Prozesstag in der letzten Woche hatten sie Schläge oder Tritte vehement bestritten.
[…]
Als sie ihren Sohn sah, habe er bewusstlos auf dem Boden gelegen, sagte die Mutter. Sie habe sofort alles fotografiert. Sie erhob auch Vorwürfe gegen einen Feuerwehrmann. Als der damalige Schüler eigentlich ins Krankenhaus gebracht werden sollte, seien Sätze wie „Du wirst es verdient haben“ gefallen.

so und um dem ganzen noch die kronen aufzusetzen folgendes. dem jungen wurde unter anderem ein zahn abgebrochen und jetzt lest mal was der sek-typ dazu sagt:

Einer der Männer sagte, er sei als Erster des Kommandos in die Wohnung gekommen und habe dabei einen Schutzschild getragen. Auf dem dunklen Flur sei er unabsichtlich mit dem Schüler zusammengestoßen. Der Schild sei groß und schwer, er könne die Verletzungen verursacht haben.
[alles lesen]

is klar, so wie man das aus schlechten filmen kennt: sie ist gegen die tuer gelaufen….ein unfall. ich habe sie nicht verpruegelt.
und dieser feuerwehrmann ist genauso ein arschloch wie die pruegelkolonne des sek.
am freitag wird der prozess fortgesetzt.

[via fefe]

vds: expertengruppe eingerichtet

dass die vorratsdatenspeicherung (auchtung: eu-bashing) qualitaetsarbeit aus bruessel ist, duerften die meisten bereits verstanden haben. aber hier nochmal schwarz auf weiss, dass bereits von der grundlegenden materie niemand ahnung hatte:

Die Telefonieanalogie
In beiden Fällen war das zu erwarten, zumal man sich behördlicherseits – wie immer – an der Telefonie orientierte. Es sollte ermittelt werden, “wer mit wem wann wo telefoniert hat”.

Dass dieses Abhörkonzept auf den E-Mail-Verkehr nicht so einfach umzulegen ist, zeigte sich bereits anhand des Richtlinientexts. Web-Mail-Anwendungen fallen grundsätzlich nicht unter die Speicherpflicht, denn damit wäre eine Komplettüberwachung des WWW-Verkehrs verbunden gewesen.

Kunden, die eigene Mailserver benutzen, fallen aus Gründen technisch-geographischer Unmöglichkeit ebenfalls nicht unter die Speicherpflicht.

Spam-Vorratsdatenspeicherung
Dafür haben die Internet-Zugangsprovider sämtliche E-Mails zu protokollieren, die über von ihnen verwalteten E-Mail-Konten gehen. Für jede Spam-Mail muss eigentlich ein eigener Datensatz angelegt werden, egal was ein Spamfilter dazu meint.

Angesichts des aus alldem abzuleitenden Wissensstand in der EU-Kommission über Internet-basierte Informationstechnologie ist erklärlich, dass man nun nach Experten ruft.

ja genau jetzt wird eine sog. “expertengruppe” ins leben gerufen, die es wieder richten soll. das schoene daran, fuer die opfer (alle eu-buerger) soll das natuerlich voellig intransparent bleiben und datenschutz gilt nur fuer die ueberwacher:

Das technische Komitee TC LI für “gesetzmäßiges Überwachen” im European Telecom Standards Institute [ETSI] bietet das Dokument der EU-Kommission bereits zum internen Download an. Für EU-Bürger ist es derzeit nicht erhältlich.
[…]
Hier wie dort ist man sehr am Datenschutz interessiert, aber nur dann, wenn es um die persönlichen Daten der beteiligten Überwachungsexperten geht.

In Präambel zehn wird angemahnt, dass die Weitergabe von Informationen aus der Expertenrunde erstens den Sicherheitsregeln, die z. B. auf die “Euratom”-Meetings zutreffen, genügen müssten.

ETSI TC LI wiederum veröffentlicht weder die technischen Dokumente, die zur Implementierung der dort erarbeiteten Überwachungsstandards in allen Telekom-Netzen führen, noch erfährt die Öffentlichkeit, wer in diesem Komitee sitzt.
[alles lesen]

ist eigentlich auch schon egal, die ganze scheisse wird sowieso demnaechst von den gerichten geippt werden.

telefonierverbot in grazer oeffis

dieses quasi telefonierverbot in allen oefftenlichen verkehrsmittel ist heute in kraft getreten. nette orange aufkleber mit der aufschrift “laulos” sollen darauf hinweisen. ein quasi verbot deshalb, weil verstoesse keine strafen nach sich ziehen. ist also fragwuerdig ob sich dadurch grossartig was aendern wird.
[via die presse]

die ganze sache war sogar heise eine meldung wert. die aber nicht ganz korrekt berichtet. diese regelung ist heute (nicht erst morgen) in kraft getreten. dazu wurde heute an einer strassenbahn der aufkleber angebracht (warum nicht gleich an allen weiss ich auch nicht). ab morgen gibt es diese aufkleber in allen oeffentlichen verkehrsmitteln zu bewundern.

wie gesagt ich zweifle noch ein bisschen an dem erfolg dieser massnahme. waere aber auf jeden fall nett, wuerden meine zweifel aus dem weg geraeumt.