Daily Archives: 2008-03-28

auflistung von vista-crashes nach firmen

bei arstechnica gibt’s ein dokument (.pdf) mit microsoft-internen mails. darunter befindet sich auch eine auflistung, die zeigt welche firmen (mit ihren treibern) fuer wieviele vista-abstuerze verantwortlich sind:

Microsoft’s data strongly indicates that the problems were real. Damon Poeter at CRN dug through the documentation to find that on page 47 of the PDF, NVIDIA drivers were identified as the cause of over 479,000 crashes, or just under 29 percent of all the crashes Microsoft logged. Microsoft’s own drivers follow, at 17.9 percent, and the “Unknown” category takes third place at 17 percent. ATI is in fourth place (9.3 percent) and Intel in fifth place (8.83 percent).
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[via fefe]
der auch nochmal zusammenfasst: Tja, so ist das mit den Trebern. Das ist alles eine Senkgrube sagenhaften Ausmaßes.

datensammler oesterreichische post

die oesterreichische post verlangt von empfaengern von nachnahmesendungen neben name, anschrift auch geburtsort und -datum zu wissen. sonst koennen keine pakete zugestellt werden. diese vorgehensweise soll angeblich auf eine eu-vorschrift zurueckgehen die sich gegen “geldwaesche und terrorismusfinanzierung” richtet. die post beteuert natuerlich mit den gewonnen daten keine unsinn anzustellen und diese nicht weiter zuverkaufen. nochmal als hinweis: die oesterreichische post ist 2006 privatisiert worden und seitdem eine aktiengesellschaft. aber die arme post kann ja schliesslich auch nichts dafuer, wieder mal ist die eu schuld.
komisch, dass bei den deutschen kollegen, die ja auch mitglied der eu sind, diese regeln nicht gelten:

Die Deutsche Post, für die dieselbe europäische Rechtslage gilt, erhebt bei Nachnahmesendungen keine näheren Angaben über die Geburt des Empfängers. An so genannten Packstationen können Nachnahmesendungen auch ohne persönlichen Kontakt abgeholt werden, wobei der Nachnahmebetrag bargeldlos zu begleichen ist.

Im Zuge der Recherche stellte sich heraus, dass die österreichische Post seit einiger Zeit auch bei Nachsendeaufträgen die Angabe des Geburtsdatums verlangt. Dies geschehe, “um Verwechslungen bei Namensgleichheit zwischen im gleichen Haushalt lebenden Personen unterschiedlicher Generationen (Eltern/Kinder) auszuschließen”, begründet die Post.

ja klar. natuerlich. waere ja auch doof wenn das “terrorpaket” faelschlicherweise beim sohn, anstatt beim vater landet :)

Völlig klar ist die Rechtslage hingegen für Hans Zeger von der Datenschutzorganisation Arge Daten. Er hatte sich bereits im Januar mit der Datensammlung der Post befasst und hält die Vorgehensweise für “eigentlich unzulässig. Es würde ausreichen, Name und Anschrift festzustellen.” Zeger vermutet hinter dem Verweis auf die Geldwäscheverordnung einen “Vorwand, um stärker im Direktmarketinggeschäft tätig werden zu können.”

“Jeder, der die Bekanntgabe verweigert und ein Paket deshalb nicht bekommt, könnte auf Einhaltung des Vertrages klagen”, meint Zeger, der das Prozessrisiko für gering hält. Die Betroffenen würden diesen Aufwand jedoch scheuen und oft einfach falsche Angaben machen.
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das stinkt alles zum himmel. hoffentlich tut sich das mal jemand an und verklagt die gelben datensammler.

sicherheitskontrolle – brustwarzenpiercing muss weg

oh mann, an einem flughafen in texas/usa musste eine frau ihre brustwarzenpiercings entfernen (mit einer kleinen zange), um ins flugzeug zu kommen. begruendung: metallische gegenstaende stoeren den security check!
(alles terroristen! vor allem leute ohne piercings, aber ganz besonders auch solche mit….)

[via diepresse]

passend zum thema sicherheits(simulations)kontrollen am flughafen, gibt es aktuell auch mal wieder einen kommentar von bruce schneier. das bezieht sich nicht konkret auf den obigen fall, passt aber trotzdem sehr gut:

Schneier wiederholte auch seine Kritik an der heutigen Absicherung von Flughäfen. Die dortigen Sicherheitsmaßnahmen seien “größtenteils Unsinn”. “Wenn Sie auf den Flughafen kommen, ist eigentlich alles zu spät. Die Flughafen-Sicherheit ist sozusagen die letzte Verteidigungslinie. Und sie ist keine sehr geeignete.” Wenn man Milliarden von Dollar investiere, um Airports sicherer zu machen, und die Terroristen griffen dann Einkaufszentren an, habe man seine Investition bereits verschwendet. “Das Geld, das man für Flughafen-Sicherheit ausgibt, sollte also besser für allgemeine Anti-Terror-Maßnahmen ausgegeben werden: Aufklärung, Ermittlung und Notfallpläne. Das sind die drei Dinge, die funktionieren.”
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bolzaneto, g8-gipfel in genua 2001

der g8-gipfel in genua im jahre 2001 wird den meisten noch in erinnerung sein. den meisten wahrscheinlich noch wegen des todes carlo giulianis. aber nicht nur auf den strassen spielten sich brutale und grausame szenen ab, auch im gefangenlager(!) von bolzaneto wurden menschen brutalst behandelt:

In den Zellen werden alle geschlagen, mit Schlagstöcken auf die Seite, es setzt Schläge auf den Kopf, der Kopf wird gegen die Wand geschlagen. Alle werden gedemütigt, die Frauen mit einem „Bis heute Abend ficken wir euch alle“, die Männer mit „Bist du schwul oder Kommunist?“ Andere werden gezwungen, wie Hunde zu kläffen, wie Esel zu schreien oder „Hoch der Duce“ oder „Es lebe die Gefängnispolizei“ zu rufen. Einige werden mit nassen Lappen geschlagen, einige auf dem Rücken liegend, die gespreizten Beine nach oben, mit einer Salami auf die Genitalien. G. werden dabei die Hoden verletzt. Einige werden mit Reizgas besprüht. Einigen wird die Milz zerquetscht

I. M. T. wird in der Diaz-Schule festgenommen. Man setzt ihm ein Barett mit einer Sichel und einem Penis anstelle des Hammers auf. Sobald er versucht, es abzunehmen, schlagen sie ihn. B. B.s Kopf schlagen sie gegen das Fenstergitter, ziehen ihn aus, befehlen ihm, zehn Kniebeugen zu machen, während sie weiter auf ihn einprügeln. S. D. werden die Hoden gequetscht, er wird auf die Füße geschlagen. A. F. wird gegen eine Wand gedrückt und angeschrien: „Du Sau, du musst allen einen blasen.“ S. P wird in einen anderen, leeren Raum gebracht und muss sich dort ausziehen, in Fötusposition legen und aus dieser Position heraus dreißig Sprünge machen, während zwei Polizeibeamte ihn schlagen. J. H. wird im Flur verprügelt, man stellt ihm ein Bein und bespuckt ihn. Bei der Durchsuchung muss er sich nackt ausziehen und „seinen Penis heben, um ihn den Beamten am Schreibtisch zu zeigen“. J. S. fügt man per Feuerzeug Brandwunden zu.

und als wenn das noch nicht genug waere:

In Italien gibt es Folter nicht als Straftat. Das Parlament fand nie Zeit – und sah sich zwanzig Jahre auch nicht in der Pflicht dazu – das Strafgesetzbuch an international gültiges Menschenrecht anzupassen, an die UN-Konvention gegen Folter, die Italien 1988 ratifiziert hat.
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aber das ist leider immer noch nicht alles:

Im Oktober 2005 wurde die Hauptverhandlung eröffnet. Besonders die zahlreichen Zeugenvernehmungen ziehen das Verfahren in die Länge. Die Anklage befürchtet, dass der Prozess nicht zu Ende geführt werden kann, weil die Taten nach 7,5 Jahren verjähren und da in Italien die Verjährungsfristen, anders als in Deutschland, auch während laufender Prozesse nicht gestoppt sind.
[wikipedia]

ich will das nicht weiter kommentieren – muss man glaube ich auch nicht. aber warum ist italien immer noch mitglied der eu?

Die Europäische Union beruht auf den gemeinsamen Grundwerten Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und auf den Grundfreiheiten, die jegliches politisches Handeln bestimmen sollen.[2] Zu diesen Grundwerten müssen sich im Zuge der Kopenhagener Kriterien auch Beitrittskandidaten bekennen.
[wikipedia]

[via kfmw.blog]

radiohead – scotch mist (a 52min film)

wie gerade drueben schon erwaehnt, performen in diesem 52min film radiohead ihr album “in rainbows” im studio.

radiohead – scotch mist

die einzelnen videos kann man hier nochmal finden.