Daily Archives: 2008-03-05

creative commons music 53 //frank biedermann – nanowar

stadt017
das wollte ich eigentlich schon vor einer woche oder so raushauen. ist aber leider bis jetzt liegen geblieben.
erstmal muss ich sagen danke an saint durch den ich auf das neue stadtgruen release (frueher) aufmerksam wurde. sollte das zufaellig irgendwer von stadtgruen lesen: bitte jungs, macht mal irgendwas, dass man ueber neue release bei euch benachrichtigt wird. mir ist es relativ egal ob mailingliste, newsletter, rss-feed oder sonst was, aber macht da was. danke!

so, zur musik. es ist ja so, dass stadtgruen mit zu den netlabels zaehlt wo ich mich schon immer auf neue releases freue (deswegen siehe auch oben). sei es nun auf stadt, der tanzbareren schiene des labels oder gruen, dass sich den chilligeren klaengen widmet.
frank biedermann zaubert mit seinem “nanowar” eine tanzbare ep hin, die sich gewaschen hat. ich kann mir das ganze sowohl in groesseren clubs, als auch bei so kleinen verrauchten kellerparties vorstellen kann. ein gewisses musikalisches niveau vorausgesetzt ;) (diese beiden assoziationen hatte ich irgendwie beim ersten durchhoeren) das release setzt sich aus 4 tracks + 4 remixes (von anderen kuenstlern) zusammen. zu den remixern zaehlen marko fuerstenberg, rob keens, martin donath und patrick diessner. und ich bin im moment noch unschluessig was ich besser finde, die orginale oder die remixes. was natuerlich fuer das release spricht.

was mir auch immer gefallt, wenn es zur musik so kleine geschichten oder denkanstoesse gibt, wie in diesem fall:

Insects Taking Over

It is likely to assume that we are the predominant species on this planet, because we have managed to acquire diverse proficiencies, knowledge and technology. Common sense says that we control the world, and we take response for our ecosystem, which seems to be true in many ways. We take resources from nature to build and enhance our culture, which we are obliged to do with care – yet we should not think that we can control all of the world. In fact, we are not even close.

Even in the most remote places there are insects to be found when the first pioneers arrive, and they stay when the pioneers go, withstanding extreme climatic conditions. Insects outnumber humans and all other mammals on this planet by far. Speaking in numbers, it is their world, not ours. It already was when they outlived the dinosaurs. And it will remain when we go.
[stadtgruen017]

und ploetzlich ergeben auch die titelnamen sinn ;)

auf jeden fall eine sehr schoene runde sache das release, durchwegs tanzbar und auch auflegbar, sowohl bei netlabel-parties als auch im “normalen” clubumfeld.

label: stadtgruen
release: fank biedermann – nanowar [stadt017]
[direktdownload .mp3(gezippt)/62:41min/114mb]

"Kill Software Patents" – petition gegen software patente

ksp_cockroach
(creative commons, von hier, by pieterh)

hatte ich glaube ich schonmal kurz in den links. ich moechte aber nochmal gesondert auf die aktion kill software patents hinweisen. man kann ja viel darueber schreiben warum software patente scheisse sind und warum diese fuer den enduser abzulehnen sind. kann man machen. aber wenn es zum thema auch einen netten animationsfilm gibt, kann man diesen erstmal zeigen. macht mir erstens weniger arbeit ;) und ist wahrscheinlich auch einiges ansprechender.

film ab:

desweiteren findet man auf den seiten auch einiges an informationen in schriftlicher form. man kann sich in die mailingliste eintragen, an dem logo-wettbewerb teilnehmen (es gibt glaube ich nichts zu gewinnen, ausser anerkennung) und natuerlich auch die petition unterschreiben.

"NetzpolitikTV 032: Cory Doctorow"

bei netzpolitiktv gibt es ein nettes interview mit cory doctorow. angesprochene themen sind cory’s buecher “backup” und das neue werk “upload”, creative commons, ebooks am screen lesen vs. richtige buecher, science fiction, hoerbuecher, drm und watermarking.

das gespraech dauert ca. 25min und gibt es als .ogg (theora) /.mp4 /.flv video und als .mp3 datei.

cory’s buecher gibt es, wie angesprochen auch zum kostenlosen download:
backup” (.pdf)
upload” (.pdf)
beide unter creative commons bzw. auch kaeuflich, fuer jeweils ca. 8euro, als taschenbuch zu erwerben

die europaeische ueberwachungsunion

auf den nachdenkseiten findet sich ein schoen ausfuehrlicher artikel ueber die von der eu beschlossenen massnahmen zur sicherheitssimulation“terrorismusbekaempfung”. diese massnahmen werde ich jetzt an dieser stelle nicht alle aufzaehlen (man sollte sich wirklich mal ein paar minuten zeit nehmen und den text durchlesen), aber ich werde mal den schlusspunkt zitieren, der die entscheidungstraeger in der eu-politik wenig zu kratzen scheint:

Die Ursachen des Terrorismus werden nicht einmal im Ansatz diskutiert, statt dessen wird seine Bekämpfung mit einem enormen technischen Aufwand betrieben. Dabei werden massive Eingriffen in die Privatsphäre und die persönliche Freiheit der Bürger als angeblich problemlos in Kauf genommen. Der Bürger hat nicht mehr die Freiheit zu wählen, ob er seine biometrischen Daten oder Fingerabdrücke abgeben will, er muss und er hat keinen Einfluss über die Verwendung seiner persönlichen Daten.
Der gleichen Logik folgt die Bekämpfung von Flüchtlingsströmen, die mit modernster Technologie und Milliardenaufwand eingedämmt werden sollen. Auch da werden nicht die Ursachen thematisiert, schließlich sind sie ja auch kein lukratives Geschäftsfeld.

Die aufgezählten Überwachungsmaßnahmen sind allerdings höchst fragwürdige Methoden zur Bekämpfung des Terrorismus, weil sie Unverdächtigte, ja weite Teile der Bevölkerung unter Generalverdacht stellen. Die Gefahr, dass unbescholtene Bürger unverschuldet in das Fadennetz der Terrorbekämpfung geraten, dürfte weitaus höher sein, als dass ein Terrorist gefangen wird.

Die Vorgehensweise der Sicherheitsstrategen lässt vermuten, dass verworrene Hintergründe und schwer durchschaubare Vertragswerke dazu führen, dass Bürger vor der Komplexität kapitulieren, politische Entscheidungsträger mit den Folgen und Hintergründen überfordert sind und somit immer weitere Sicherheitsmaßnahmen ohne nennenswerten Widerstand eingeführt werden können. Die High-Tech-Überwachung liest sich wie ein Science-Fiction-Roman, doch sie wird bald Realität sein, insbesondere auch deshalb, weil ein wachsendes wirtschaftliches Interesse hinter dem Ausbau der grenzenlosen und lückenlosen Überwachung steht.
[alles lesen]

das kann man genauso stehen lassen!

[via holgi’s nightline blog]

schnipp-schnapp, fingerkuppen ab

es sollen angeblich die faelle stark zunehmen, in denen kriminelle sich ihre fingerkuppen entfernen lassen, um so nicht mehr bei kontrollen (richtig) identifiziert werden zu koennen.
ganz beliebt um sowas durchfuehren zu lassen, soll wohl die dominikanische republik sein. und sooo teuer ist das eigentlich auch nicht – kann man ja auch gleich mit einem schoenen urlaub verbinden ;)

Police are seeing more and more cases of fingerprint obliteration as criminals become more and more savvy in trying to avoid detection. Fraser said a lot of criminals go to the Dominican Republic to have the procedures performed, and the procedures are not being done by licensed medical people.

“It is a cash business with no set fee. It runs $1,000 to $7,000 to have it done,” Fraser said. “This is not something someone is doing in the confines of their home.”
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[via fefe]
der auch gleich den folgerichtigen schluss zieht: “Damit ist ja wohl völlig klar, dass wir keine Fingerabdrücke mehr speichern müssen.”

30 jahre illegale videoueberwachung in alterlaa

es ist doch immer wieder erschreckend, was in letzter zeit so an negativmeldungen aus der alpenrepublik kommen. nun eine weitere: im wohnpark alterlaa (wien) soll nun schon seit 30 jahren illegal videoueberwacht werden:

Im Wohnpark Alterlaa gibt es laut Hausverwaltung seit der Errichtung vor 30 Jahren fix montierte Kameras. Man sei gut damit gefahren, zahlreiche Vandalenakte konnten so angezeigt werden, hieß es.

Eine Genehmigung für diese Videoüberwachung erteilte die Datenschutzkommission jedoch nie. Erst vor einer Woche ist bei der Kommission eine Meldung seitens der Wohnparkbetreiber eingelangt, dass eine derartige Überwachung stattfindet.

“Wenn seit Jahren dort überwacht wird, dann ist das illegal. Wir haben erst seit 27. Februar diese Meldung “, so Waltraut Kotschy, Vorsitzende der Datenschutzkommission.
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warum faellt das eigentlich erst jetzt jemanden auf?