Daily Archives: 2008-02-25

onlinedurchsuchung.at eingestellt

nachdem sich nun schon eine ganze weile bei onlinedurchsuchung.at nichts mehr getan hatte, habe ich am wochenende mal einen der betreiber angeschrieben, wie und ob es denn nun weitergeht.
und meine annahme wurde bestaetigt – die aktion wird wohl eingestellt. die antwort wurde nun auch schon in der mailingliste veroeffentlicht und ich poste diese mal an der stelle:

Hallo zusammen,

ich hab schon ein paar mal überlegt wegen dem aktuellen Status eine
Email an die Liste zu schreiben, aber ich wollte warten bis ich etwas
mehr Zeit dazu habe. Da das in absehbarer Zeit nicht der Fall sein
wird schreibe ich gleich ;)

Nachdem die Aktion “ueberwachungsstaat.at” angefangen hat ist die
Aktivität bei uns komplett eingeschlafen. Nach einer gewissen Zeit
hatte ich dann auch keine Lust mehr als einziger noch irgendwelche
Sachen für diese Aktion zu machen. Also ich würde mal sagen die
Aktion ist nicht mehr am Leben. Ich denke dass der Hauptgrund ist
dass uns hier ander zuvorgekommen sind.

Falls es keine Einwände gibt würde ich in nächster Zeit mal die
Homepage austauschen durch eine Seite die erklärt dass wir nicht
mehr aktiv sind und auf andere Aktionen verweist, z.B.

http://www.ueberwachungsstaat.at/
http://www.demokratischersalon.at/index.php?title=Hauptseite

Ich möchte mich nochmal bei allen bedanken die hier mitgemacht haben.
Es ist schade dass im Endeffekt nicht viel dabei rausgekommen ist,
aber wenigstens haben wir was probiert.

lg,
David.

links vom 25-02-2008

golem
DivX schließt Stage6

futurezone
Lessig kandidiert nicht für US-Kongress
SPG-Petition soll vor Innenausschuss
Verfassungsrichter über “Bundestrojaner”

pro-linux
Deutsche Flugsicherung reduziert mit Open Source Kosten

heise
Autos mit Druckluftantrieb vor dem Marktstart
Was war. Was wird.

heise open
FOSDEM 2008: Neue Kampagne gegen Softwarepatente

telepolis
Der “Tunnel der Wahrheit”

ccc updates
Bayerische Kommunalwahl 2008: Computerisierte Auszählung mit Barcodes unsicher und intransparent

vortrag: q/talk, 26.02.2008 in wien: "Demokratisierung von Lerninhalten durch Open Content"

morgen findet wieder der allmonatliche q/talk statt. eintritt ist wie immer frei und die aufzeichnung des vortrags sollte man dann auch irgendwann wieder online finden (wird dann natuerlich hier verlinkt):

q/talk, 26. Februar: Demokratisierung von Lerninhalten durch Open Content

Was viele Millionen Euro in der Schulbuchaktion nicht erreichen konnten kommt quasi als Beiprodukt des sogenannten 100 Dollar Laptops – eLearning und Lerninhalte als Open Source.

Titel: Demokratisierung von Lerninhalten durch Open Content
Ort: Museumsquartier Wien, Electric Avenue, Raum D
Datum: 26. Februar 2008
Zeit: 20.00 (Einlass 19.00)
Referent: Aaron Kaplan, OLPC Österreich

Demokratisierung von Lerninhalten durch Open Content

Seit Jahren wird ein Teil des Geldes der Schulbuchaktion für eLearning zweckgebunden. Was den Schulbuchverlagen bisher nicht gelang, versuchen österreichische Programmierer, Pädagogen und Schüler im Hintergrund des “100 Dollar Laptop” jetzt in Eigenregie: Lerninhalte nach dem Muster der Wikipedia und damit eine Demokratisierung der Ausbildung.

Der “100 Dollar Laptop” wurde bis jetzt in erster Linie als IT Werkzeug für Schüler in der Dritten Welt und Schwellenländern verstanden. Dass dieses Projekt auch in Österreich viel bewirken kann, zeigt das große Engagement des OLPC (One Laptop per Child) Projekts in Österreich: Programmierer entwickeln Lernsoftware, Schüler verwenden und entwickeln diese weiter.

Dieses vom MIT (Massachusetts Institute of Technology) und der UNO getragene Projekt will einen umfassenden und vielfältigen Zugang zu modernem Wissen ermöglichen. „Das Projekt ist kein Laptop-Projekt, es ist ein Ausbildungs-Projekt“, stellt Nicholas Negroponte vom MIT Media Lab den Unterschied zu im Handel erhältlichen Notebooks klar. […]
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terroristen ueberall

ach du scheisse (die bayern):

Die neuen Terroristen: Juxanrufer, und Leute, die in Blogs Kommentare hinterlassen. In einem “anonymen” Blog hat jemand Interna gegen den Bürgermeister von Bad Windsheim ausgepackt und da offenbar auch kein Blatt vor dem Mund genommen. Also hat der Bürgermeister Klage wegen Beleidigung eingereicht, und daraufhin wurde der Staatsschutz aktiv und hat von Durchsuchungen bei seinen politischen Feinden bis zur Rasterfahndung (über die dann auch Jugendliche erwischt wurden, die einen Juxanruf gemacht hatten) das Programm durchgezogen. Unglaublich. Wann kriegt die Hausdurchsuchung endlich mal eine schon längst bitter nötige hohe Schranke? Das ist soziale Ächtung, auch wenn es vielleicht nicht als Strafe gemeint ist, so ist es doch eine. Auch dass man dann ein paar Jahre seine EDV-Technik nicht wieder sieht ist bei dem Wertverlust von IT-Gerät faktisch eine Enteignung. Ich finde es eine Schande, dass da nichts passiert.
[kopiert von fefe]

das dazugehoerige video aus der sendung “quer” beschreibt nochmal die ganzen umstaende, die dazu gefuehrt haben:

drohnen ueberall

jaja, der kai und seine spielzeuge ;)
die entwicklung und der einsatz von unbemannten drohnen steigt stark an. unlaengst gab es in amsterdam wieder eine aktion (artikel in nl) wo diese bei einer hausraeumung von der polizei eingesetzt wurden. kai berichtet mal wieder lesenswert anhand dieses und anderer aktueller beispiele:

Zu den Einsatzzwecken zählt eben nicht nur die “Beweissicherung” und Luftaufklärung gegen Hooligans bei sportlichen Großereignissen wie in Sachsen oder den Alpenländern, sondern auch die Vorbereitung und Begleitung von Einsätzen gegen Hausbesetzer, Demonstranten oder wie in Frankreich und England zur “vorsorglichen” Überwachung des Konfliktpotentials “sozialer Brenpunkte”, die man ja bereits beginnt, mit Videoüberwachung in Bodennähe zu beäugen. Drohnen sind eben auch ein immer beliebter werdendes Mittel politischer und sozialer Kontrolle, um Konflikte und Probleme technisch im Auge zu behalten, weil man sie politisch, finanziell und gesellschaftlich nicht lösen will.
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back to the vinyl

vinyl1

“Ich bin sicher, dass der Niedergang der CD noch scharf weitergehen wird, auch wenn der Absturz momentan ein wenig abgebremst scheint.”

Renner glaubt sogar, dass die Musikindustrie den Niedergang verschärfen sollte, um Musik stärker als bisher über das Internet zu verkaufen. “Ich frage mich, ob es der Musikindustrie nicht besser zu Gesicht stehen würde, wenn sie bei Leuten unserer Generation den digitalen Download so sehr forcieren würde, dass er tatsächlich das Zeug hätte, zur Haupteinnahmequelle zu werden. Denn da liegen die Upsides, da muss sich mein Geschäftsmodell hinbewegen. Die CD wird es sicher auch in Zukunft geben – aber als hochwertig ausgestattetes Extra, das seinen Preis hat.”

Der älteren Generation will Renner am liebsten “nur noch die Kombination aus Downloads und Vinylscheiben” anbieten. “Das wäre eigentlich konsequent. Denn überall da, wo die CD dem Download überlegen ist, ist Vinyl der CD voraus – sie klingt einfach besser und sieht im Regal viel besser aus.”
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man kann ja von tim renner halten was man will. aber in dem punkt muss ich ihm einfach zustimmen. ich zaehle mich bei weitem noch nicht zur “aelteren generation”, aber bei den letzten sachen die ich mir auf vinyl geholt habe, muss ich zugeben, teilweise meine kaufentscheidung daran festgemacht zu haben, ob der lp ein downloadcode oder aehnliches beiliegt oder eben nicht.
denn einerseits will ich schon hin und wieder dieses besondere musikerlebnis haben (platte aus der huelle nehmen, nadel aufsetzen, ….), andererseits will ich meine musik auch einfach auf meinen rechner und mp3/ogg-player bekommen. und das eben ohne kompliziertes und zeitraubendes analogaufnehmen.

ich meine, die ganze musik die verkauft wird, liegt ohnehin schon irgendwo digital rum (nein ich meine damit nicht tauschboersen ;) ) gut, vinyl ist nur noch ein nischenprodukt, aber wenn das ganze standardmaessig so irgendwie gekoppelt werden wuerde, koennte man sich wenigstens noch die paar liebhaber bei laune halten bzw. diese dazu bringen vielleicht doch oefter mal wieder nach den scharzen runden dingern ausschau zu halten.

bei der cd wird das eventuell in zukunft anders aussehen, da in dem fall der unterschied zwischen cd (klein und digital) und download (hat erstmal keine physische groesse und digital) weitaus geringer ist. desweiteren habe ich das gefuehl, dass die qualitaet in sachen gestaltung, booklet, extras bei cd’s in letzter zeit rapide abgenommen hat bzw. vernachlaessigt wurde.
ist jetzt mein persoenlicher eindruck, aber ich kaufe mir auch nur noch sehr selten cd’s. und dieser trend wuerde bei mir wahrscheinlich auch gegen null gehen, wenn das mit vinyl + download richtig klappt.

(foto: by vidrio
cc lizensiert)