egk – sicherheitsbedenken und was der einzelne patient wert ist

die elektronische gesundheitskarte schafft es hin und wieder mal in einige meldungen, newsticker usw. und verschwindet dann eigentlich relativ schnell wieder von der bildflaeche. so zumindest mein eindruck. deshalb kommt der beitrag “Ein Fragebogen zur eGK für die Bürger – vier Fragen an die Politik” gerade ganz gelegen.
es geht um die immer noch auesserst ungeklaerte kostenfrage (es liegen ja nur ein paar milliarden euro zwischen den einzelnen prognosen – je nach dem wem glauben mag), die sicherheit von dem ganzen system, datenschutz und was dann letztendlich so ein patient wert sein wird:

Fragen Sie doch mal den Politiker Ihres Vertrauens (Ich hoffe, Sie haben einen zur Hand!!)
1. Wieso sollen die Daten ausgerechnet im Internet so sicher sein?

Hintergrund: Nicht nur in Großbritannien gehen Daten verloren, sondern auch in Deutschland. 2007 wurden offenbar einige Ministerien in Berlin von den Chinesen online durchsucht. Bemerkenswert daran ist, daß Innenminister Schäuble ebenfalls 2007 ein Gesetz durchgeboxt hat, das allein schon den Besitz von Software verbietet, mit deren Hilfe die Internet-Server gesichert werden könnten. Zu allem Überfluß will er selbst online Durchsuchungen durchführen. Und die SPD will die elektronische Gesundheitskarte auch zur Terrorbekämpfung einsetzen.
[Sarkasmus] Also falls Sie oder Ihr Arzt die Terrorpläne in der zentralen Infrastruktur abspeichern sollten, müssen wir damit rechnen, daß auch diese Server künftig online durchsucht werden!!![/Sarkasmus]
[…]
3. Was hat die Bundesregierung getan, um die Daten vor Manipulation zu schützen?

Hintergrund: das World Privacy Forum ist in seinem Bericht „Medical Identity Theft: The Information Crime That Can Kill You“ der Auffassung, daß die größte Gefahr für die Patientendaten darin besteht, von Betrügern gefälscht zu werden. Auch hier besteht Lebensgefahr, wenn Menschen Medikamente verordnet bekommen sollten, die sie womöglich nicht vertragen. Es wird sicher nicht lange dauern, bis Terroristen diese Möglichkeit nutzen – Selbstmordattentate verursachen doch einen rechten Verschleiß an Kämpfern. Wie dumm, daß da das ganze Sicherheitsgeraffel von Herrn Schäuble nix helfen wird: Die Terroristen brauchen dazu nicht einmal nach Deutschland kommen
[alles lesen]

und weil es gerade passt: kennt sich jemand zufaellig ein bisschen besser mit dem oesterreichischen pendant, der ecard, aus? kann alles moegliche sein (kosten/nutzen, sicherheit, datenschutz, das system das dahinter arbeitet, ….) ich merke naemlich gerade, das ich bei dem thema nicht wirklich fit bin. ich wuerde mich zu informationen dazu freuen.

2 responses to “egk – sicherheitsbedenken und was der einzelne patient wert ist

  1. guck doch mal unter http://www.initiative-elga.at/

    Gruß Joachim

  2. danke fuer den hinweis! das projekt war mir bis jetzt unbekannt.

    ich habe das ganze mal ein wenig ueberflogen und da scheinen auf jeden fall ein paar nuetzliche sachen zu liegen.
    nur leider sieht das ganze nicht besonders schoen aus und rss oder atom-feed gibt’s leider auch keinen.

    aber das wichtigste sind ja die informationen. ich werde mir das die naechsten tage auf jeden fall noch etwas genauer anschauen.

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