Daily Archives: 2008-01-16

"campfire at will"

monochrom haben mal wieder eine sehr nette aktion gemacht – “Campfire at Will – Hacking the urban context! Preparation, documentation and how-to”. ;)
einfach mal anschauen! ich empfehle den “director’s cut”. das ist die ungekuerzte version, ohne werbung.

lessig’s buch "the future of ideas" unter creative commons

lawrence lessig’s buch “the future of ideas” steht ab sofort unter creative commons lizenz und kann hier (als .pdf) runtergeladen werden.
wer jedoch mehr so auf bedruckte tote baeume steht, kann sich natuerlich das buch auch weiterhin kaeuflich erwerben ;)

[via netzpolitik]

netzsperre bei urheberrechtsverstoessen

dass das internet abgedreht werden soll, wenn jemand urheberrechtsverstoesse begeht, ist keine neue diskussion. doch im moment flammt das ganze wieder ein wenig auf:

Ziel ist, dass Zugangsanbieter netzseitige Filter einbauen, wonach Urheberrechts-Verletzungen gebannt werden sollen. So eine Art chinesische Firewall für unliebsame Inhalte. Und man soll einfach das Internet abschalten. Vollzogen durch die Internetprovider als HIlfs-Polizisten für die Unterhaltungsindustrie. Von uns als Kunden bezahlt.

Man nennt das dann “Förderung der Kulturwirtschaft” und das trifft die gesamte digitale Gesellschaft. Denn jeder von uns begeht jeden Tag zahlreiche Urheberrechtsverletzungen, wenn man sich produzierend im Netz betätigt. Und das meist zu privaten und nicht-kommerziellen Zwecken. Dafür soll uns zukünftig das Netz entzogen werden. Wenn die Pläne der Unterhaltungsindustrie und der EU Realität werden. Probleme wird es nicht lösen, sondern lediglich eskalieren.
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oesterreich: e-voting wettbewerb gestartet

waehrend in deutschland noch ueber wahlcomputer (ja das sind computer und keine maschinen!) gestritten wird, ueberspringen die oesterreicher diese stufe und wollen zukuenftig uebers internet waehlen lassen (wurde ja schon oefters erwaehnt). um das realisieren zu koennen, wurde ein wettbewerb gestartet:

Das österreichische Kompetenzzentrum für elektronische Wahlen, E-Voting.cc, und die Internet Privatstiftung Austria [IPA] suchen die besten Lösungen zur Stimmabgabe über das Internet.

wenn mich jemand gefragt haette, haette ich den verantwortlichen gleich sagen koennen, dass sie das ganze lieber vergessen sollen (mich fragt aber niemand). denn waehlen uebers internet ist noch ein paar stufen wahnsinniger als mit einem schachwahlcomputer. damit ist das prinzip einer nachvollziehbaren wahl noch weiter ad absurdum gefuehrt. desweiteren potenzieren sich dadurch angriffs- und manipulationsmoeglichkeiten um ein vielfaches. die leiter des wettbewerbs scheinen immerhin nicht ganz so unbedarft wie es anfangs den anschein hat:

Der Wettbewerb richtet sich an Privatpersonen, E-Voting-Enthusiasten und Organisationen. Der Source-Code der entwickelten Lösungen muss frei zugänglich gemacht werden.

Wichtig sei, dass die Lösungen auch nach dem Wettbewerb allgemein verfügbar sind und weiterentwickelt werden können, sagte E-Voting.cc-Gründer Robert Krimmer. Kommerzielle Unternehmen seien daher von der Teilnahme ausgeschlossen.
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nichtsdestotrotz wuerde sich dadurch ein ungeheures minenfeld auftun. es gibt keine nachvollziehbarkeit (stimmabgabe erfolgreich/richtig gezaehlt?) und freie wahlen wuerden auch einem sehr erheblichen risiko ausgesetzt (wird meine kommunikation vielleicht mit-/abgehoert?). desweiteren wird es im zweifelsfall nicht moeglich sein einen wahlbetrug aufdecken zu koennen.

oder einfache frage an die befuerworter von wahlcomputer, elektronischem wahlstift e-voting: was spricht gegen die wahl mit papier, stift und urne? dieses system ist einfach. es wird von jedem verstanden. eine geheime wahl ist moeglich. und im zweifel koennen ungereimtheiten/betrugsversuche aufgedeckt werden.