Daily Archives: 2007-10-15

snap-code entfernt

der snap-code der hier einige monate im einsatz war, wurde jetzt wieder von mir entfernt. zum einen, weil ich es auf dauer doch irgendwie nervig finde und weil es die perfomance etwas drueckt. zum anderen auch, weil ich doch nicht so genau weiss, welche daten abgegriffen werden und wie diese weiter verwendet werden.

was haltet ihr davon? snap wieder einbauen oder doch dauerhaft draussen lassen? meinungen dazu bitte in die kommentare. sollte sich niemand melden, lasse ich es so wie es jetzt ist (ohne).

links vom 15-10-2007

am wochenende ist mir aeusserst kurzfristig etwas dazwischen gekommen. was zur folge hatte, dass ich a) sehr wenig zeit hatte fuers bloggen und b) ich nur eingeschraenkt internetzugang hatte. deshalb war es hier auch so ruhig die letzten tage. die links von heute sind aus diesem grund auch eine kleine zusammenfassung der news der letzten tage (das was ich so am wochenende ein wenig mitbekommen haben + ein bisschen von heute).

fefe’s blog
Nigeria verweigert Bill Gates ein Einreisevisum
Sie wollten belegt haben, dass er nicht in Nigeria bleibt und dann das Sozialsystem belastet oder die Immigrationsbehörden nervt.
Pirate Bay hat IFPI.com übernommen
jetzt findet man dort die “International Federation of Pirate Interests”.

futurezone
Diskussion um Fingerabdrücke im Hallenbad
Die Speicherung von Fingerabdruck-Daten für die Einlasskontrolle zu einem Hallenbad hat in Niederbayern zu Protesten geführt.
Nach Angaben der Passauer Stadtwerke wird derzeit ein System getestet, bei dem ein Scanner aus dem Fingerabdruck eines Kunden einen individuellen Code erzeugt.

“Bielefelder Erklärung” für Datenschutz
Am Sonntag haben drei deutsche Bürgerrechtsorganisationen ein Manifest gegen die Datensammelwut von Unternehmen und Behörden veröffentlicht. Unterzeichnet haben der FoeBuD [Veranstalter der deutschen Big Brother Awards], die Deutsche Vereinigung für Datenschutz und das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung.
Die IT-Woche im Überblick
In Deutschland wird die Verfassungsmäßigkeit der Online-Durchsuchung geprüft, an Österreichs Schulen wird der Erziehungslaptop XO getestet, und in der Musikindustrie bleibt kein Stein auf dem anderen. Diese und andere Themen beschäftigten uns in der Woche vom 8. bis 13. Oktober.
Schäuble drängt weiter auf Trojaner
“Terroristen nehmen keine Rücksicht auf unsere Debatten. Daher mein Drängen, die Online-Durchsuchung für Terror-Computer schnellstmöglich in das Gesetz zu nehmen”, schrieb Schäuble in einem Gastbeitrag der “Bild am Sonntag”.
Online-Durchsuchung: Kläger optimistisch
ORF.at führte ein E-Mail-Interview mit dem Anwalt Fredrik Roggan, der die Journalistin und Autorin Bettina Winsemann vor dem Bundesverfassungsgericht vertritt, über dessen erste Eindrücke von dem Verfahren und über die jüngsten Vorschläge von Seiten der “Trojaner”-Befürworter zur Kontrolle der Online-Durchsuchung.

golem
Ist Musik-DRM in zwei Jahren tot?
Wenn Apples und Amazons Angebot, Songs von EMI und Universal ohne DRM zu kaufen, nicht dazu führt, dass die Musikindustrie erheblichen Umsatz verliert, wird DRM in der Musikbranche sehr schnell verschwinden. Das prophezeite Karlheinz Brandenburg, Mitentwickler des MP3-Formats, bei der Virtual-Goods-Konferenz in Koblenz. In anderen Branchen würden die Versuche, DRM zu etablieren, dennoch weiter geführt.

heise
Bundesweite Kundgebungen gegen die Vorratsdatenspeicherung geplant
Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ruft für den 6. November zu bundesweiten, dezentralen Protestaktionen auf. An dem Dienstag sollen sich besorgte Bürger zwischen 17.00 und 19.00 Uhr zu Kundgebungen vor den Rathäusern beziehungsweise den Sitzen der jeweiligen Landesregierungen treffen und mit Reden, künstlerischen Aktionen und einer abschließenden Schweige-Mahnwache ein Zeichen gegen die geplante verdachtsunabhängige Vorratsspeicherung von Telefon- und Internetdaten setzen.
EU-Datenschützer skeptisch gegenüber EU-Fluggastdatensammlung
Die “Artikel 29”-Gruppe der EU-Datenschutzbeauftragten hält das Vorhaben der EU-Kommission, ein eigenes europäisches System zur Auswertung von Flugpassagierdaten zu errichten, für unnötig. Zugleich drängt sie auf Verbesserungen bei der Weitergabe der sensiblen Passenger Name Records (PNR) europäischer Reisender an die USA.
Wahlmaschinenhersteller Nedap ist in der Haftungsfrage gesprächsbereit
Die Stadtverwaltung Köln ist zuversichtlich, nicht auf dem Schaden sitzenzubleiben, der ihr durch den Totalverlust von 364 Wahlcomputern entstanden ist. Der niederländische Hersteller Nedap hat jetzt offenbar eingelenkt und ist nun gesprächsbereit. “Wir sind im Moment guter Dinge, dass es nicht zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt”, erklärte der stellvertretende Leiter des Amtes für öffentliche Ordnung, Hubertus Tempski, auf Anfrage gegenüber heise online. Die Haftungsfrage sei eigentlich “eine relativ klare Geschichte: Die Geräte sind in deren Obhut verbrannt, und dafür müssen sie Ersatz leisten – wir sehen hier wenig Spielraum”.
Bielefelder Impressionen von Daten- und Menschenschutz
Drei Tage lang war Bielefeld die Hauptstadt des Datenschutzes: Die Deutsche Vereinigung für Datenschutz (DVD) hielt in der Stadt ihre Jahrestagung ab und feierte anschließend 30jähriges Bestehen. Dann wurden unter der Regie des FoeBuD die Big Brother Awards 2007 vergeben. Schließlich tagte das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) zum Thema “Datensammelwut”. Schließlich daben die drei Organisationen gemeinsam eine “Bielefelder Erklärung wider Überwachungs- und Datensammelwahn” heraus.
Was war. Was wird.
Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen: Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar, Ausblick und Analyse. Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich.
EU-Klageschrift gegen die Fluggastdatenübermittlung bleibt geheim
Das Bundeswirtschaftsministerium hat einen Antrag auf Einsicht in die Akte des Verfahrens des EU-Parlaments gegen das vormalige, 2004 beschlossene Abkommen zum Transfer von Flugpassagierdaten in die USA auf Basis des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) abgelehnt. Die Behörde sieht einen Anspruch auf Zugang zu der sich in ihren Unterlagen befindlichen Klageschrift zum einen nicht gegeben, weil damit “die Beratungen von Behörden beeinträchtigt werden könnten”.
Falscher Anschluss unter dieser IP-Nummer
Weil Strafermittler Ziffern in einer DSL-Nutzerkennung vertauscht hatten, hat die Musikindustrie einen unbescholtenen Websurfer ins Visier genommen. Erst das Landgericht Stuttgart bremste die Abmahn-Maschinerie des Hamburger Musikindustrie-Rechtsanwalts Clemens Rasch aus.

mellowbox
Alle gegen Apple
Die drei größte US-Musikkonzerne wollen Apples Monopol beim Online-Musikhandel knacken. Unisversal, Sony BMG und Warner Musik verhandeln angeblich über eine Musik-Flatrate. Das Angebot: Unbeschränkte Downloads aus dem gesamten Musikangebot für fünf Dollar im Monat.

netzpolitik
Jetzt abstimmen: Worst EU Lobbying – Awards 2007
Lobbycontrol verweist auf die Internet-Abstimmung für die “Worst EU Lobbying” Awards 2007, die heute gestartet ist.
Und eine Entscheidung ist bei dieser Vielfalt echt eine Herausforderung.

big brother awards 2007 wurden in bielefeld uebereicht

am vergangen wochenende fanden wieder die alljaehrlichen big brother awards in deutschland statt. in bielefeld wurde der negativpreis in sachen datenschutz, zum bereits siebenten mal, ueberreicht. und dieses jahr hatte die jury ein besonders hartes los, denn sie musste aus ueber 500 nominierungen jeweils einen “gewinner” fuer die neun kategorien auswaehlen (die 10. kategorie ist der publikumspreis). was andererseits auch wieder zeigt, dass das thema datenschutz immer mehr aufmerksamkeit in der bevoelkerung erfaehrt. natuerlich hat sich auch dieses wieder keiner von den preistraegern nach bielefeld getraut, ausgezeichnet wurden diese trotzdem:

Arbeitswelt
Der BigBrotherAward 2007 in der Kategorie „Arbeitswelt“ geht an die Novartis Pharma GmbH für die Bespitzelung ihrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die damit verbundene Verletzung grundlegender Persönlichkeitsrechte.
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Regional
Der BigBrotherAward 2007 in der Kategorie „Regional“ geht an die Behörde für Bildung und Sport der Freien und Hansestadt Hamburg, vertreten durch Alexandra Dinges-Dierig, Senatorin für Bildung und Sport, für die Einrichtung eines Schülerzentralregisters mit dem (Neben-) Zweck, ausländische Familien ohne Aufenthaltserlaubnis aufzuspüren.
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Wirtschaft
Der BigBrotherAward 2007 in der Kategorie „Wirtschaft“ geht an die Deutsche Bahn AG, da sie systematisch anonymes Reisen mit den Mitteln des faktischen Zwangs unmöglich macht: Auflösen von Fahrkartenschaltern, Automaten ohne Bargeldannahme, personalisierter Kauf im Internet, Abfrage des Geburtsdatums und Zwangsabgabe eines Bildes bei Bahncards, flächendeckende Videoüberwachung und ein RFID-Chip in der Bahncard 100 ohne Kunden zu informieren u.v.m.
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Verbraucherschutz
Der BigBrotherAward 2007 in der Kategorie „Verbraucherschutz“ geht an die internationalen Hotelketten in Deutschland – Marriott, Hyatt und Intercontinental (stellvertretend für viele weitere) – für die Erfassung und zentrale Speicherung äußerst persönlicher Daten ihrer Gäste ohne deren Wissen. Dazu gehören Trink- und Essgewohnheiten, Pay-TV-Nutzung, Allergien, alle privaten und beruflichen Kontaktadressen, Kreditkartendaten, Sonderwünsche und Beschwerden – alles wird festgehalten.
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Technik
Der BigBrotherAward 2007 in der Kategorie „Technik“ geht an PTV Planung Transport Verkehr AG für ihr System zur individuellen Berechnung der Kfz-Versicherung mittels eines so genannten „Pay as you drive“-Systems, also einem Gerät, das Fahrtroute und Fahrverhalten aufzeichnet und an die Versicherung meldet.
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Politik
Der BigBrotherAward 2007 in der Kategorie „Politik“ geht an den Bundesminister der Finanzen, Herrn Peer Steinbrück, für die Einführung einer lebenslangen Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID) für alle Einwohnerinnen und Einwohner der Bundesrepublik Deutschland.
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Kommunikation
Der BigBrotherAward 2007 in der Kategorie „Kommunikation“ geht an Bundesjustizministerin Brigitte Zypries für den Gesetzentwurf zur Vorratsdatenspeicherung. Mit diesem Gesetzentwurf soll in Deutschland die Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikations-Verbindungsdaten eingeführt werden. Die Justizministerin ignoriert damit bewusst die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, das bereits 1983 im Volkszählungsurteil festgelegt hatte, dass die Sammlung von nicht anonymisierten Daten zu unbestimmten oder noch nicht bestimmbaren Zwecken mit dem Grundgesetz unvereinbar ist.
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Außer Konkurrenz
Nicht-Preisträger des Jahres 2007: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble
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Behörden & Verwaltung
Der BigBrotherAward 2007 in der Kategorie „Behörden und Verwaltung“ geht an die Generalbundesanwältin Monika Harms. Sie erhält den BigBrotherAward für ihre Antiterror-Maßnahmen gegen Gegner des G8-Gipfels im Mai dieses Jahres, insbesondere für die systematischen Briefkontrollen in Hamburg und die Anordnung, bei Gipfelgegnern Körpergeruchsproben aufzunehmen und zu konservieren.
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der publikumspreis ging an die generalbundesanwaeltin monika harms fuer ihre antiterrormassnahmen gegen gegner des g8 gipfels im mai 2007 in heiligendamm.

hier kann man sich diejenigen anschauen die zwar einen preis verdient haetten, es aber knapp nicht geschafft haben.
hier gibt es prognosen fuer die zukunft.
und hier kann man paar bilder von der preisverleihung betrachten.

hinweis: am 25. oktober 2007 finden die oesterreichischen big brother awards im wiener rabenhof-theater statt.