Daily Archives: 2007-06-26

links vom 26-06-2007

golem:
“Kostenloses Photoshop-Buch zum freien Download”

futurezone:
“FSFE veröffentlicht Fragen zu OO-XML”
“Tauziehen um Fluggastdaten”

mellowbox:
“iTunes und Privatunes”

fefe’s blog:
“Genmais schädigt Insekten. Und das…”

das macht alles mein hund…

hund
:)

[ein geek-happens comic]

mach dich frei – fuer die freie wissensgesellschaft

machdichfrei ist eine kampagne der sozialistischen jugend linz. ziel ganz klar: die foerderung von freiem wissen und freier kultur.
klickt euch einfach mal durch die seiten. es gibt viele infos, unterlagen, broschueren,… und auch eine petition (“freies wissen, freies linz”) die zu unterzeichnen waere.

[via netzpolitik]

schaeuble zufrieden mit seiner arbeit

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat eine positive Bilanz der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im Bereich Innere Sicherheit gezogen, die am 30. Juni endet. “Wir haben viele Dinge gut vorangebracht”, erklärte der CDU-Politiker in einer Mitteilung …

gut, ich sehe das ein wenig anders. viele dinge wurden tatsaechlich vorangebracht. viele dinge die einer ueberwachungsgesellschaft durchaus wuerdig sind – man denke nur an die pruemer vertraege, das vis (visainformationssystems) und anderes.

da man aber waehrend der zeit einer eu-ratspraesidentsschaft nicht alle ueberwachungstraeume realisieren kann, kriegen die nachfolger auch sogleich ein paar warme worte und die naechsten aufgaben mit auf den weg:

Für die Portugiesen hat der Bundesinnenminister aber auch noch einige Arbeit übrig gelassen: “Unter portugiesischer Präsidentschaft gilt es, etliche Vorhaben weiterzuführen”, konstatiert Schäuble. So sei es wichtig, die Einführung des “SIS II” weiter voranzutreiben. Die zweite Generation des Schengener Informationssystems bringe wesentliche “funktionale Verbesserungen wie die Möglichkeit der Speicherung und Übermittlung von Fingerabdrücken und Lichtbildern”. Es solle im Dezember 2008 starten. Darüber hinaus müssen laut Schäuble “natürlich die Überführungen von Prüm und Europol in den EU-Rechtsrahmen weiter begleitet werden”. Daneben seien die Verhandlungen zum Transfer von Flugpassagierdaten mit den USA abzuschließen. Der Innenminister hat sich hier im Vorfeld bereits mit dem US-Verhandlungspartner darauf geeinigt, dass die sogenannten Passenger Name Records (PNR) künftig standardmäßig 15 statt bislang dreieinhalb Jahre in den USA vorgehalten werden dürfen.
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wolfgang, eines muss man dir lassen, dein engagement in all diesen bereichen war ueberwaeltigend. du und deine helfer, ihr habt der eu ein ganzes stueck an freiheit und qualitaet genommen. und mir graut es schon jetzt davor, wenn du deine aufmerksamkeit in den naechsten wochen, wieder vermehrt auf deutschland richtest.

rfid braucht keinen datenschutz

immer oefter habe ich das gefuehl, ein grossteil der politiker sind nur hirn- und meinungslose wesen, die das nacherzaehlen was die wirtschaft vorbetet. macht aber wahrscheinlich auch um einiges reicher, als wenn man ehrlich waere und sich wirklich gedanken/sorgen um die buerger machen wuerde:

Vertreter von Wirtschaft und Politik haben auf einer RFID-Konferenz der EU auf Initiative der deutschen Ratspräsidentschaft in Berlin am heutigen Dienstag die breitflächige Verbreitung von Funkchips zur Schaffung eines “Internet der Dinge” befürwortet. Spezielle Datenschutzregeln für die Funk-Identifizierungstechnik soll es dagegen vorerst nicht geben. […] Es gebe Kritikern zufolge zwar Hinweise darauf, dass die breite Verwendung von RFID neue Anforderungen an die staatlichen Datenschutzregeln stellen könnte. Gegenwärtig sei aber die Selbstregulierung der Wirtschaft gefragt. [omg! /hervorhebung von mir]
[…]
Schon heute gäbe es kaum Möglichkeiten für die Verbraucher, allgemeine Datenschutzprinzipien wie die sparsame Verwendung personenbezogener Informationen durchzusetzen. Dieses Problem werde sich durch RFID und das damit einhergehende Ubiquitous Computung verschärfen. Selbstregulierung helfe da nicht weiter. Auch der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar drängte bereits im Vorfeld der Konferenz erneut auf verbindliche Regeln für den Einsatz von RFID-Chips.

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riaa-opfer schlaegt zurueck

dass sich die musikindustrie teilweise einfach hinterfotziger und illegaler praktiken bedient, wenn es um die verfolgung von “raubkopierern” geht, ist bekannt. umso besser wenn hin und wieder opfer, mut und kraft aufbringen, um sich zu wehren. tanya andersen wurde seitens der riaa vorgeworfen einige musikalben bei kazaa getauscht zu haben.

Andersen wirft der RIAA und MediaSentry nun “malicious prosecution” vor, also Arglist. Die Ermittler der Musikindustrie würden sich über das fragwürdige Programm ihres Partners MediaSentry einfach IP-Adressen besorgen, um damit Bürger zu bedrohen. Dass sich MediaSentry dabei als Filesharer ausgebe, sei illegal.
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desweiteren sagte andersen, dass sie mehrere jahre von riaa-agenten verfolgt und gedemuetigt worden sei. ohne ihr wissen wurde versucht, informationen von der zehnjaehrigen tochter, freunden, den stiefkindern und vermietern zu bekommen. laut andersen’s anwaeltin seien diese ermittlungsmethoden gesetzeswidrig.
achso, die riaa hat sich bislang noch nicht dazu geaeussert.

spon ueber die vorratsdatenspeicherung

spon hat einen artikel zur vorratsdatenspeicherung geschrieben. hauptsaechlich wird erklaert was das ueberhaupt ist, was gemacht wird, wann, wie, wo, usw. und wenn massenmedien schon mal ueber dieses straeflich vernachlaessigte thema berichten, kann man das ja auch mal schnell verlinken:

Noch in diesem Jahr will der Bundestag schärfere Gesetze zur Internet- und Telefonüberwachung beschließen. Internet-Provider klagen, Google Deutschland droht, Datenschützer verzweifeln – SPIEGEL ONLINE erklärt, welche Pläne der Grund dafür sind.

Große, vernetzte Datenbanken halten fest, wer im vergangenen halben Jahr mit wem telefoniert, gemailt, SMS geschrieben hat. Sie speichern, wann und auch wo jedermann sein Mobiltelefon benutzt hat. Und sie protokollieren, wer wann im Internet herumlungert. Im kommenden Jahr ist das Realität, wenn alle Gesetzesänderungen zur Überwachung der Telekommunikation durchkommen, die die Bundesregierung gerade vorantreibt.
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[via netzpolitik]