Daily Archives: 2007-06-18

cats blog humancontent

Good Quality Pet Blogging
:)

[ein blaugh cartoon]

links vom 18-06-2007

golem:
“Ärzte fürchten Daten-GAU bei elektronischer Gesundheitskarte”

heise:
“Atombombenexplosion im tschechischen Frühstücksfernsehen”

telepolis:
“Sicherheit und Kriminalität im Spreebogen”

pro linux:
“Microsoft buhlt um Red Hat”
“Ubuntu denkt nicht an Kooperation mit Microsoft”

futurezone:
“Internet-Nutzung in Österreich steigt”
“Mehr Patente für Europa”
“DRM-freie Musik zahlt sich für EMI aus”

rabenhorst:
“Biometrische ePässe und ePersos wirken nicht”

standard.at:
“Stadtleben: Aber bitte nicht ohne meinen Kokon!”

holgi:
“Ich schmeiss mich weg! Grissemann und Stermann…”

bundestrojaner in oesterreich?

deutschlands politiker haben irgendwelche wahnsinnigen, feuchten ueberwachungstraeume und oesterreich muss dem ganzen natuerlich irgendwie hinterher aeffen. war ja irgendwie schon immer so:

Innenminister Günther Platter [ÖVP] lässt mit der Überlegung aufhorchen, dass auch in Österreich Trojaner zur Online-Durchsuchung von Computern eingesetzt werden könnten.
Im Interview mit dem “Kurier” [Dienstag-Ausgabe] wollte Platter die Möglichkeit zumindest nicht ausschließen: “Wir müssen im tagtäglichen Wettlauf mit den Kriminellen ständig auf dem Laufenden sein”, daher sei es logisch, dass verschiedenste Varianten geprüft würden.

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auch die argumentation ist deckungsgleich wie bei den deutschen.

anhoerung zur wahlcomputer-petition

Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages hat am heutigen Montag Vertreter des Bundesinnenministeriums (BMI) zu der von dem Berliner Mathematiker Tobias Hahn im vergangenen Oktober eingereichten Online-Petition gegen Wahlcomputer angehört, der sich binnen sechs Wochen mehr als 45.000 Mitzeichner angeschlossen haben und die damit, was die Unterstützung angeht, eine der erfolgreichsten Petitionen überhaupt darstellt. Mit der Begründung, dass die Öffentlichkeit des gesamten Ablaufs von Wahlen ein fundamentales Prinzip der Demokratie ist, hatte Hahn darin den Deutschen Bundestag aufgefordert, durch Gesetz die Aufhebung des § 35 Bundeswahlgesetz zu beschließen, der die Stimmabgabe mit Wahlgeräten zulässt.
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insgesamt blieb hahn dann auch nur eine gute viertelstunde um seine gruende fuer die petition zu erlaeutern. was eigentlich bei einem so wichtigen thema schon eine farce ist. aber das regt mich noch im wenigsten auf.
das grosse kotzen kommt eigentlich wenn sich gewisse politker aeussern die entweder unglaublich daemlich oder unglaublich korrupt sind. noch schlimmer wirds wenn eben jene politiker entscheidungsmacht besitzen.
wenn eine gewisse frau cornelia rogall-grothe ploetzlich mechanische wahlmaschinen aus den 60er jahren, mit wahlcomputern von heute vergleicht. wenn fakten nicht zur kenntnis genommen werden. fakt ist naemlich: wahlcomputer wurden von der ptb auf ihre sicherheit geprueft und als sicher eingestuft, woraufhin wahlcomputer trotzdem manipuliert wurden. das ganze ist sogar vom ccc sowohl schriftlich als auch visuell dokumentiert. (zu finden auf den entsprechenden seiten beim chaos computer club)

weiters merkt frau rogall-grothe noch an, dass es eine absolute sicherheit nicht geben wird. richtig in dem punkt stimme ich sogar mit ihr ueberein. doch warum (und ich moechte jetzt einen wirklich plausiblen grund, nicht so ‘ne scheisse die wahlhelfer koennen dann frueher nach hause) soll eine teure, noch unsicherere methode, einer bewaehrten ziemlich sicheren methoden vorgezogen werden die obendrein noch kostensparenderist? warum sind manche politiker so scharf darauf wahlcomputer fuer teures geld anzuschaffen, aber nicht bereit bspw. ordentlichen informatikunterricht in schulen anzubieten? warum wird die ptb nicht kritischer hinterfragt, nachdem sie durch den sog. “wahlcomputerhack” widerlegt wurde?

zum schluss dieser anhoerung stellte hahn noch eine sehr gute frage, auf die ein bessere antwort nicht haette folgen koennen. hahn fragte die politischen vertreter wie sie sicher stellen wollten, dass die waehler den geraeten vertrauen. ein schweigen soll sodann eingesetzt haben – ein betretendes sogar. und dieses schweigen sagt doch eigentlich mehr als tausend luegenworte von den politikern.

interview mit ogg vorbis erfinder montgomery

auf fututrezone gibt es ein interview mit ogg vorbis erfinder und xiph gruender christopher montgomery:

ORF.at: Warum wird Ogg Vorbis von vielen Herstellern digitaler Musik-Player nicht unterstützt?
Montgomery: Dafür gibt es drei Gründe. Der erste ist technischer Natur. Vorbis braucht zwar nicht mehr Rechenleistung als MP3, aber es benötigt mehr Arbeitsspeicher. […]
Das zweite Problem ist die Konsolidierung der Industrie. Im ersten Jahr von Vorbis wurden wir von jeder Software unterstützt und waren auch drauf und dran dasselbe bei der Hardware zu erreichen. Dann haben Microsoft [Windows Media Player] und Apple [iTunes, iPod] über Nacht die Konkurrenz aus dem Geschäft gedrängt. […]
Drittens werden Anwälte dafür bezahlt, damit sie Risiken vermeiden, und nicht um Nachforschungen anzustellen. Jedes große Unternehmen im Online-Geschäft, das Vorbis nicht unterstützt [zum Beispiel Apple], scheint sich der Tatsache nicht bewusst zu sein, dass andere große Unternehmen Vorbis bereits verwenden. Selbst Microsoft verwendet Vorbis als Komponente in vielen seiner PC-Spiele.

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