Daily Archives: 2007-02-11

tagslinks 11-02-2007

futurezone:
“Eine Frage des Vertrauens”
“Ein USB-Panzer für den Schreibtisch”
“Daten von 1,3 Mrd. Chinesen im Netz”
“Office-Nutzer müssen sich selber helfen”

heise:
“Was war. Was wird.”
“ISSCC: Intel-Chip rechnet Teraflops bei 62 Watt”

f!xmbr:
“Quo vadis Netzeitung?”

get-privacy:
“Dubium – Einfach wie genial”

stop1984:
“D: Drohen wirklich Online-Durchsuchungen privater Computer? (telepolis)”
“D: Verfassungsbeschwerde gegen NRW-Ermächtigungsgesetz eingelegt (de.internet.com)”

neues aus der schweiz

groessenwahn? ein schlechter witz? merkbefreitheit? realitaetsferne? ernst? kompletter unsinn? dummheit? bestechlichkeit? drogeneinfluss? als kind zu heiss gebadet?…..was geht bloss im kopf dieses menschen vor???

“Auf der anderen Seite tritt Hansjakob [sankt galler staatsanwalt spezialisiert auf internetueberwachungen, leitet die arbeitsgruppe organisierte kriminalitaet der strafverfolgungsbehoerden der schweiz] für eine drastische Verlängerung der Frist für die Vorratsspeicherung ein. Wenn es nach ihm geht, sollen Internetanbieter die Verbindungsdaten ihrer Kunden nicht mehr nur für sechs Monate, sondern für zehn Jahre aufbewahren. Telekom-Unternehmen, die bei den gesetzlich vorgesehenen Überwachungsmaßnahmen nicht kooperierten, sollten mit hohen Bußgeldern und Sanktionen belegt werden.” [quelle]

10 jahre!? hat der sehr verehrte herr staatsanwalt sich eigentlich schon mal ueberlegt wie das technisch vonstatten gehen sollte? ich fange jetzt gar nicht erst mit datenschutz und freiheitsrechten an, denn das werden leute wie staatsanwalt hansjakob ohnehin niemals verstehen koennen.
desweiteren fordert hansjakob auch online durchsuchungen ohne strafrechtlich relevanten verdacht. ich glaube zu dem herrn braucht man eigentlich nichts mehr sagen. ich kann nur noch mit dem kopf schuetteln.

"der fehlpass"

“Fälschungssicher, Missbrauch ausgeschlossen: die Worte des Staates bei der Einführung des elektronischen Ausweises. Er hat unrecht […]
613 Millionen Euro kostet den Steuerzahler die Einführung des neuen Passes. Das hat das „Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag“ einmal geschätzt. Plus 330 Millionen Euro laufende Kosten im Jahr. – Geld, das den Pass eigentlich sicherer machen sollte, aber nun dazu geführt hat, dass man den Pass nicht einmal mehr stehlen muss, um an seine Daten zu kommen […]

Auf dem Bildschirm erscheinen: „Fragen und Antworten zum E-Pass“, ins Netz gestellt vom Innenministerium selbst. Eine der Fragen lautet: „Können die Daten unberechtigt ausgelesen werden?“ Die Antwort: „Nein. Ein unbemerktes Auslesen der biometrischen Daten wird durch einen effektiven Zugriffsschutz ausgeschlossen.“ Lukas Grunwald könnte jetzt noch ein wenig weiter tippen. Auf der Internetseite von Otto Schily etwa würde er auf ein Positionspapier vom 28. Oktober 2005 stoßen. Darin schreibt der damalige Bundesinnenminister: Ein heimliches Scannen des E-Passes werde „durch kryptografische Mechanismen wie die elektronische Signatur und Verschlüsselung verhindert.“ In anderen Worten: Grunwalds Experiment ist eigentlich unmöglich.” [alles lesen]

[aufgelesen bei netzpolitik.org]

kreativ gegen nazis

einfache demos gegen nazis waren gestern, heute versucht die antifa-bewegung kreativ gegen rechts zu handeln. naziaufmaersche werden von innen sabotiert; prospekte, infobroschueren, zeitungen, flyer und dergleichen werden eingesammelt und vernichtet. und das beste – keiner von den dummen nazischweinen hat irgendwas davon mitbekommen. hihihihihi……

[…] Doch in den Reihen der rechtsextremen Veranstaltung befanden sich auch ein halbes Duzend eingeschleuste Antifas, die den Stand sabotierten. Die Aktion kann als voller Erfolg bezeichnet werden: schätzungsweise 90-95% der Propaganda wurden entwendet. Tausende Flugblätter, Zeitungen, Flyer, Broschüren, Aufkleber, Technikkrams und eine ganze Reihe interner Informationen wechselten die Besitzer – ohne dass die Nazis davon Wind bekamen. […] Gleichzeitig wollen wir damit auch andere AntifaschistInnen inspirieren, von den üblichen konventionellen Gegenaktionen, die vor allem in der Provinz oft im Sande verlaufen, wegzukommen. Statt im Kalkül der Cops aufzugehen und den immer gleichen Repressalien ausgeliefert zu sein, gilt es Nazis mit kreativen Methoden auseinander zunehmen. […] Da wir nicht wussten was wir mit den Unmengen eurer Propaganda anfangen sollten, haben wir sie wenige Stunden später einfach abgefackelt.” [den kompletten bericht der aktion lesen]

[gesehen bei npd-blog.info]

bloc party – "vision of heaven" download

bloc party bieten derzeit einen bisher unveroeffentlichten song zum kostenlosen download an. “vision of heaven” nennt sich das stueck und kann hier heruntergeladen werden.
so kann der sonntag erstmal anfangen ;)

[gehoert bei nicorola]

tageslinks 10-02-2007

dieses mal etwas verspaetet und nicht ganz so umfangreich wie sonst. aber ich hatte heute wirklich kaum zeit.

stackenblochen:
“berlin 1993 …”

heise:
“Studie: Blogger sind “investigative Multiplikatoren””
“Gericht stoppt biometrische Stempeluhr”
“Online-Durchsuchungen: Polizei nein, Verfassungsschutz ja”
“VBA-Projekt für OpenOffice wird Open Source”

de.internet.com:
“Sicherheitslücke kann Mobiltelefon in Wanze verwandeln”
“Innenminister Wolf (FDP) lehnt heimliche Online-Durchsuchungen der Polizei ab”

politiker sind medienstuntmen

sorry, das ist jetzt ein kompletter fullquote. aber denkt mal ueber das folgende nach!

…die einzige echte Emotion in der Runde war die Angst von Frau Illner, zu lange zu überziehen. Alles andere, vor allem von Metzger und Blüm, war spontaner Emoschaum. Ein Schauspiel für’s Volk. Scheinkonfrontation. Politiker sollten Medienstuntmen genannt werden, vielleicht ist es das Bewusstsein, dass politische Lösungen sowieso hinter den Kulissen zurechtgekungelt werden müssen, die solche Blüten hervorbringen. Talkshows haben eher die Funktion eines emotionalen Charakterbeweises, schliesslich möchte man auf der nächsten Mitgliederversammlung gewählt werden, und das geht besser, wenn die Parteipeople einen schon in Talkshows haben ausrasten sehen.

(Sascha Lobo in einem wesentlich längeren Kommentar auf Spreeblick)

Und ich wüsste gerne, ob es eine Möglichkeit gibt, dieses Spiel auch für den Glotzpöbel durchschaubar und solche Sendungen auf diesem Wege überflüssig zu machen. Aber ich glaube, dass es dazu wahlweise einer Live-Talksendung oder eines mutigen Moderators bedarf und ich befürchte, dass es beides nicht geben wird.

[das stammt von holgi]