Tag Archives: doku

WDR Computer-Nacht

Der WDR hat vor Kurzem ein 4-stündiges Spezial über Computer gesendet – die WDR Computer-Nacht. Zu sehen gibts TV-Archivmaterial der letzten 50 Jahre, von den Anfängen bis heute. Über die Qualität einiger Berichte kann man sicherlich streiten und sich fremdschämen, dennoch ein interessanter Rückblick auf die Computergeschichte aus Sicht der Massenmedien.

Und natürlich gibts das Ganze nicht an offizieller Stelle zum Nachsehen, sondern wie üblich in der Tube:
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Computer sind heute handlich, kabellos und kommen ohne Tastatur aus. Man muss keine Programmiersprache lernen und keine Befehle eingeben, Texte, Emails, Videos und Musik sind in einem Gerät gebündelt. Suchmaschinen, soziale Netzwerke, Onlineshopping und -banking – alles kein Problem. Dass die von Konrad Zuse Anfang der 1940er Jahre entwickelten Grundlagen für die erste Computertechnik so schnell so weit führen würden, ahnten wohl nur wenige. Die WDR Computer-Nacht erzählt von den ersten Großcomputern und PCs, dem Start des World-Wide-Webs, Suchmaschinen, Sozialen Netzwerken, Cybersex und Cyberspace, von tiefem Misstrauen gegen Computer bis hin zu Kunden-Anstürmen auf Computerspiele, Web 2.0, Smartphones und Flashmobs.

The Pirate Bay – Away From Keyboard

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It’s the day before the trial starts. Fredrik packs a computer into a rusty old Volvo. Along with his Pirate Bay co-founders, he faces $13 million in damage claims to Hollywood in a copyright infringement case. Fredrik is on his way to install a new computer in the secret server hall. This is where the world’s largest file sharing site is hidden.

When the hacker prodigy Gottfrid, the internet activist Peter and the network nerd Fredrik are found guilty, they are confronted with the reality of life offline – away from keyboard. But deep down in dark data centres, clandestine computers quietly continue to duplicate files.

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Twitter: @tpb_afk / Simon Klose

Why I chose Creative Commons for TPB AFK

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Doku: For the record

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A expedition undertaken to discover, learn, meet and document the ideas and people behind the controls of vinyl record production.
Recorded over 6 weeks, travelling through Germany, Switzerland, Austria and the UK – For The Record exposes a number of notions about why vinyl is such an indelible medium and how it continues to remain popular in the the face of opposing format change.
Special thanks to all the people who helped and collaborated on this documentary.
Additional thanks to Creative New Zealand, for support funding.

[via mururoar]

Doku: Goldman Sachs – Eine Bank lenkt die Welt


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Die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs ist in den letzten Jahren zum Symbol für Maßlosigkeit und ausufernde Spekulationen im Finanzbereich geworden. Ihre Geschäfte mit der Zahlungsunfähigkeit amerikanischer Privathaushalte haben sie zwar an den Rand des Bankrotts gebracht, aber letztlich wurde sie dank ihrer politischen Verbindungen vor dem Aus bewahrt. Auch gegen den Euro soll Goldman Sachs spekuliert haben und an der Wirtschaftskrise Griechenlands nicht unbeteiligt sein.

Der Dokumentarfilm gibt Einblicke in die Mechanismen der finanziellen und politischen Machenschaften der Bank.
[arte]

[via robert]

Doku: Bottled Life – Nestles Geschäft mit dem Wasser

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Wie verwandelt man Wasser in Geld? Es gibt eine Firma, die das Rezept genau kennt: Nestlé. Dieser Konzern dominiert den globalen Handel mit abgepacktem Trinkwasser. Der Journalist Res Gehriger macht sich auf, einen Blick hinter die Kulissen des Milliardengeschäfts zu werfen. Nestlé blockt ab. Doch der Journalist lässt sich nicht abwimmeln. Er bricht auf zu einer Entdeckungsreise, recherchiert in den USA, in Nigeria und in Pakistan. Die Expedition in die Welt des Flaschenwassers verdichtet sich zu einem Bild über die Denkweisen und Strategien des mächtigsten Lebensmittelkonzerns der Welt. …
[arte.tv]

[via offene Ablage]

das problem heisst rassismus

Vor 20 Jahren eskalierten im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen die Angriffe eines rassistischen Mobs auf die Zentrale Aufnahmestelle für Asylsuchende und eine benachbarte Vertragsarbeiter_innen-Unterkunft zum größten Pogrom der deutschen Nachkriegsgeschichte.

August 1992 Rostock Lichtenhagen

Über drei Tage griffen mehrere hundert Menschen die Unterkünfte der Flüchtlinge und Vertragsarbeiter_innen mit Steinen und Molotow-Cocktails an. Unter den Angreifer_innen befanden sich organisierte und nicht organisierte Nazis, Jugendliche, Anwohner_innen begleitet von tausenden sog. Schaulustigen. Eine Volksfeststimmung entstand auf den Wiesen im Rostocker Neubauviertel, dies weitgehend unbehelligt von der Polizei. Rostocker und zur Unterstützung angereiste Antifaschist_innen befanden sich in der Unterzahl. Teilnehmer_innen einer antifaschistischen Demonstration wurden über Nacht in Gewahrsam genommen. Am dritten Tag des Pogroms setzten die Angreifer_innen den von vietnamesische Vertragarbeiter_innen bewohnten Teils des Gebäudes in Brand. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich etwa 100 Menschen in dem Haus. Während die Täter_innen weiter – unter dem johlenden Beifall von tausenden Anwohner_innen – mit Baseballschlägern in das Haus eindrangen, flohen die im Haus befindlichen Menschen über die Dächer in angrenzende Gebäude. Die Polizei hatte den Tatort dem Mob überlassen und die Feuerwehr wurde an der Durchfahrt gehindert.

Als Reaktion auf die Ereignisse fand am folgenden Wochenende unter massiven Polizeiaufgebot eine antifaschistische Demonstration mit 20000 Teilnehmer_innen unter dem Motto „Stoppt die Pogrome. Solidarität mit den Flüchtlingen. Bleiberecht für alle.“ statt.

Politische Brandstiftung und rassistische Alltagskultur

Rostock Lichtenhagen ist jedoch kein Einzelfall, sondern ein trauriger Höhepunkt einer rassistisch aufgeladenen Stimmung Anfang der Neunziger Jahre im wiedervereinigten Deutschland: „Das Ausmaß rechten Terrors in den ersten Jahren nach der Wende und dessen Unterstützung durch große Teile der Bevölkerung und der politischen Eliten erscheint kaum fassbar: 17 Tote, 453 zum Teil schwer Verletzte und über 1900 gewalttätige Anschläge allein von 1989 – 1992“, zählt der Journalist Matthias von Hellfeld. Im Jahr des Rostocker Pogroms 1992 gab es acht Sprengstoff- und 545 Brandanschläge, meist auf Flüchtlingswohnheime.
[...]
Deshalb kommt am 25.8.2012 nach Rostock, um mit uns gemeinsam den Betroffenen von rassistischer und neonazistischer Gewalt zu gedenken und für eine andere Gesellschaft einzutreten!
››lichtenhagen.net

in dem zusammenhang sei auch noch auf die doku “Als Rostock-Lichtenhagen brannte” hingewiesen, die vor zwei tagen im ndr ausgetrahlt wurde und mittlerweile auch in der tube zu finden ist:
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[via just]

28c3 doku

die jungs von foto23.com waren auch beim 28. chaos communication congress wieder vor ort und haben dort gefilmt und interviews gefuehrt. im gegensatz zu den 28c3 video recordings, wird das ganze abseits des vortragprogramms gefilmt und faengt so auch ein wenig die stimmung rund um den congress ein.

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interviews und vorgestellte projekte:
00:42 Freedom Box
04:55 Hacked Knitting Maschine
14:12 Dragoncopter
20:11 Foebud Lichtbildausweis
24:36 bicyclemark
28:06 Hardware Hacking Area – Mitch Altman
33:15 r0ket
41:04 Hardware Hacking Area – Jimmie Rodgers
46:14 bcc catering
49:40 outro

die doku steht unter cc-by-nc und darf somit bedenkenlos weiterverbreitet und geremixt werden.

download gibts hier.

sonntagsfilm 127

Unlike U – Trainwriting Berlin:
Was treibt Jugendliche und teilweise auch noch erwachsene Männer dazu, sich ihre Nächte um die Ohren zu schlagen, Überwachungskameras zu überbrücken, den Wachschutz zu beobachten und hohe Geld- sowie Haftstrafen in Kauf zu nehmen? Was treibt diese Menschen dazu, tonnenweise Geld in Sprühdosen zu investieren, keine Gegenleistung dafür zu erhalten und letztendlich nur in einem extrem kleinen Kreis zu Ruhm und Ehre zu gelangen?

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–> hinweis: die doku dauert ca. 90min., danach wiedeholt sich das ganze noch mal ohne sound. (aus gruenden wahrscheinlich.)

Der Film “Unlike-U – Trainwriting in Berlin” ist nun seit einigen Tagen offiziell verboten. Das Landgericht Berlin hat in einem Urteil vom 10.05.2012 (Az. 16 O 199/11) die Verbreitung ungenehmigter Filmaufnahmen zu Graffiti auf den U-Bahnen der Hauptstadt untersagt und somit hat der Fall Tragweite für die Zukunft derartiger Dokumentationen bekommen. Das Grundsatzurteil wurde gefällt weil die BVG die Filmarbeiten auf ihren U-Bahnhöfen und Betriebsgeländen nicht genehmigt hat und gegen die Produzenten auf Unterlassung der Verbreitung des Films geklagt hatte.

// Nichtsdestotrotz ist er komplett auf youtube. Einer der sehenswertesten Filme zum Thema, vielleicht sogar für nicht-Enthusiasten ;)

[via e-gruppe]

sonntagsfilm 126

Städte in Angst – Wie sich Metropolen vor Terror schützen:
Film von Dagmar Brendecke und Walter Brun

Straßenverkehr in Hefei, China (Quelle: PHOENIX/rbb/Container TV, Bern)
New York, London, Madrid – und Oslo. Mit jedem terroristischen Anschlag wächst die Angst und das Bedrohungsgefühl in den Großstädten. In New York kam der Angriff aus der Luft, in London mit der U-Bahn, in Oslo per Auto und Boot, doch wo und wie wird der nächste erfolgen? Symbolhafte Orte sind potenzielle Ziele: das Brandenburger Tor als Magnet für Touristen und direkt nebenan die amerikanische Botschaft? Der Reichstag? Der Hauptbahnhof? Wer eine Gesellschaft treffen will, greift Städte an – in ihrem Alltag. Denn Städte sind – trotz aller Sicherheitsvorkehrungen – verwundbar und die Menschen in ihnen schutzlos. Wie verändert die Angst vor dem Terror das Lebensgefühl der Großstädter? Kameras, Sensoren und Computer geben Sicherheit, doch sie beobachten auch jeden unserer Schritte, können auf “Abweichungen vom Normalen” achten. Geht unsere individuelle Freiheit in der Stadt verloren, wenn aus Sicherheitsüberlegungen der Alltag in ihr lückenlos überwacht wird? Ändert sich unser Gefühl von “Freiheit” und verstehen wir “Privatheit” in Zukunft anders?

“Städte in Angst” zeigt, wie sich das Leben in der Stadt durch die Bedrohung verändert. Sinnlich erfahrbar wird die zerbrechliche Balance zwischen unserem Bedürfnis nach Sicherheit und dem Wunsch nach Freiheit.

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[via robert]

sonntagsfilm 125

Lohn ohne Arbeit – Das bedingungslose Grundeinkommen:
Schmarotzer, Schnorrer, Faulenzer – wer Geld vom Staat bekommt, ohne dafür zu arbeiten, wird schnell abgestempelt. Mehr als utopisch klingt da die Idee, jedem ein Grundeinkommen von, sagen wir, 1.000 Euro im Monat zu schenken. Die Idee ist aber durchaus ernst gemeint.

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[via mogreens]

sonntagsfilm 114

Pornografie made in GDR:
An Zeitungskiosken im Arbeiter- und Bauernstaat DDR gab es für Voyeure wenig zu entdecken. Die wenigen – eher verschämten – Aktfotografien, die beispielsweise im “Magazin” erschienen, reichten jenen, die nach mehr verlangten, nicht aus. Auch die weit verbreitete FKK-Bewegung hatte mit “entfesseltem Sex” wenig zu tun. Und wie bei allen anderen Mangelerscheinungen erwiesen sich die DDR-Bürger auch bei der “sexuellen Reizbeschaffung beziehungsweise -bewältigung” als erfinderisch.
Geschäftstüchtige Fotografen und Amateurfilmer machten sich daran, selbst freizügige Aufnahmen zu kreieren oder zu importieren. Da die Beschaffung von Filmmaterial schwierig war, waren es vor allem Amateurfilmerzirkel in Volkseigenen Betrieben und Kombinaten, die sich auf diesem Gebiet hervortaten. Eigentlich sollten sie Filme über Arbeitsschutz und Planerfüllung produzieren, doch als Nebenprodukte entstanden immer wieder – mehr oder weniger freizügige – “Sex-Streifen”. Daneben soll es aber auch “offizielle” Pornografie made in GDR gegeben haben.

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[via kfmw.blog]

sonntagsfilm 112

Wild Germany:
In sechs Folgen macht sich ZDFneo-Reporter Manuel Möglich auf die Spur von schrägen Gerüchten und Phänomenen. Er sucht nach “Bugchasern”, Männern, die sich willentlich mit dem HI-Virus anstecken, er nähert sich Opfern ritueller Gewalt, die seit frühester Kindheit in satanistischen Zirkeln gequält wurden, und er spricht mit islamistischen Rappern über die Hintergründe ihres Hasses.

Manuel steigt Themen hinterher, die er irgendwo aufgeschnappt hat: in Zeitungen, bei Freunden, beim Schlendern durch Deutschlands Straßen. Die Themen sind gezielt abseitig und stehen sonst eher nicht im Fokus der Medien. Aber eines haben alle Geschichten gemeinsam: Sie finden in Deutschland statt, obwohl sie so gar nicht zum geläufigen Deutschlandbild passen.

[Part1 - Bugchasing]

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[Part2 - Crystal Meth]

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[Part3 - Metal]

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[Part4 - Satanismus]

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[Part5 - Porno]

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[Part6 - Islamischer Rap]
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[via nsfw]

sonntagsfilm 109

Bedingungslos glücklich? Freiheit und Grundeinkommen:
Auch in einer Zeit, in der man die großen Utopien ad acta gelegt hat, treiben neue soziale Ideen die Menschen rund um den Globus an. Eine dieser Ideen ist das bedingungslose Grundeinkommen für alle Bürger eines Staates oder sogar alle Menschen weltweit.

Damit wären sie frei, nur die bezahlte Arbeit zu verrichten, die sie wirklich tun möchten, und könnten zugleich wichtige Arbeiten, die kaum oder gar nicht entlohnt werden, zum Wohle des Gemeinwesens leisten. Das stärkt die individuelle Verantwortung ebenso wie die gesellschaftliche Solidarität, sagen die Befürworter, und könnte auch zur Lösung der kommenden Wirtschafts- und Energiekrisen beitragen.

In Deutschland und der Schweiz ist die Bewegung zum Grundeinkommen in den letzten Jahren stark gewachsen – das Engagement geht quer durch alle Parteien und Schichten. Im November 2010 beschäftigte sich sogar der Deutsche Bundestag mit einer Petition zum Grund-
einkommen. Verschiedene renommierte Institutionen haben Modellrechnungen vorgelegt, die zeigen, dass Grundeinkommen auch finanzierbar ist. Erste Modellversuche im Ausland verliefen erfolgreich.


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[via nokturnaltimes]

sonntagsfilm 108

Unser täglich Gift:
Immer mehr Wissenschaftler sehen einen Zusammenhang zwischen der Zunahme von Krebserkrankungen, Immunschwächen, Diabetes sowie neurologischen Erkrankungen und der sich verändernden Ernährung der Menschen. Der Wunsch, immer mehr Lebensmittel herzustellen und sie für längere Zeit haltbar zu machen, hat dazu geführt, immer häufiger chemische Zusätze in Nahrungsmitteln zu verarbeiten. Filmemacherin Marie-Monique Robin hat recherchiert, unter welchen Bedingungen Lebensmittel produziert, verarbeitet und konsumiert werden.

Seit 30 Jahren ist eine ständige Zunahme von Krebserkrankungen, neurodegenerativen Erkrankungen, wie Parkinson und Alzheimer, Immunschwächekrankheiten sowie Diabetes und Fortpflanzungsstörungen zu beobachten. Wie lässt sich diese beunruhigende Situation erklären, die sich vor allem in den sogenannten entwickelten Ländern feststellen lässt? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, recherchierte Filmemacherin Marie-Monique Robin zwei Jahre lang in Nordamerika, Asien und Europa.
Zahlreiche wissenschaftliche Studien verdeutlichen – und das bestätigen auch die Aussagen von Vertretern der entsprechenden Zulassungsbehörden für Lebensmittel in den USA und Europa: Die Hauptursache ist in der Umwelt und in der Ernährung des Menschen zu suchen.
Der Dokumentarfilm beleuchtet, unter welchen Bedingungen Lebensmittel produziert, verarbeitet und konsumiert werden, und zwar vom Feld bis auf den Teller, von den verwendeten Pestiziden bis hin zu Zusatzstoffen und Kunststoffen, mit denen die Lebensmittel in Berührung kommen. Am Beispiel von verschiedenen Pestiziden, vom Süßstoff Aspartam und von der in vielen Verpackungen enthaltenen Substanz Bisphenol A wird deutlich, wie mangelhaft und ungeeignet die Bewertungs- und Zulassungsverfahren für chemische Lebensmittelzusätze sind. Der Dokumentarfilm zeigt außerdem, mit welchen Mitteln die Industrie Druck ausübt und manipuliert, um weiterhin hochgiftige Produkte vermarkten zu können.
Schließlich wird vor allem deutlich gemacht, wie der Mensch sein Immunsystem durch gesunde Ernährung stärken kann. Dass dies möglich ist, beweisen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen.


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[via deepgoa]

sonntagsfilm 103

Essen im Eimer: Die große Lebensmittelverschwendung:
Mehr als die Hälfte unserer Lebensmittel landet im Müll. Das meiste schon auf dem Weg vom Acker in den Laden, bevor es überhaupt unseren Esstisch erreicht: jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot. Das entspricht etwa 500.000 Lkw-Ladungen pro Jahr. Bis zu 20 Millionen Tonnen Lebensmittel werden jedes Jahr allein in Deutschland weggeworfen. Und es werden immer mehr.

Der Film geht auf die Suche nach den Ursachen – in Supermärkten, Bäckereien, Großmärkten. Minister, Bauern und EU-Politiker kommen zu Wort. Alles soll jederzeit verfügbar sein, Supermärkte bieten durchgehend die ganze Warenpalette an, bis spät in den Abend muss das Brot in den Regalen frisch sein, zu jeder Jahreszeit gibt es Erdbeeren. Und alles muss perfekt aussehen: Ein welkes Salatblatt, ein Riss in der Kartoffel, eine Delle im Apfel – sofort wird die Ware aussortiert. Joghurtbecher landen schon zwei Tage, bevor ihr Mindesthaltbarkeitsdatum abläuft, im Müll.


[link]

download (.mp4 | 30min/340mb)

[via deepgoa]

sonntagsfilm 101

Polaroid – Magische Momente:
Der Firmenname Polaroid wurde zum Gattungsbegriff für Sofortbildkameras. Die Dokumentation “Polaroid – magische Momente” berichtet von der Bedeutung der Polaroidtechnik für die Fotografie. Und gleichzeitig vom Symbol einer Popkulturbewegung, das so zeitgeistig war, wie danach vielleicht nur noch Swatch-Uhr, Walkman und iPhone. Und sie erzählt die Geschichte der Polaroidkunst, mit der auch prominente Künstler wie Ansel Adams, Andy Warhol und Robert Mapplethorpe experimentiert haben und der auch noch heute gefrönt wird.


[link]

[via kfmw.blog]

sonntagsfilm 93

Für eine andere Welt:
Griechenland, Frankreich, Dänemark, Brasilien oder China – überall auf der Welt regt sich entschiedener Widerstand. Hier der Zorn der Jugendlichen, dort die Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen, der Aufstand der vom System Ausgeschlossenen.
Nie zuvor war der Geist der Revolte so stark und so verbreitet. Allein im Jahr 2009 wurden weltweit 524 Aufstände gezählt, und fast ein Drittel davon fand in Europa statt. Alle Proteste werden von jungen Menschen getragen, die ihrem Unmut über die Globalisierung Luft machen wollen.


[direktlink teil1]
[direktlink teil2, teil3, teil4]

[via kfmw.blog]

sonntagsfilm 87

Akte CCC – Der Chaos Computer Club:

Es geschah auf dem Höhepunkt der Debatte um biometrische Datenerfassung: Der Chaos Computer Club (CCC) legte seiner Vereinszeitschrift “Die Datenschleuder” ein biometrisches Sammelalbum für die Fingerabdrücke „schnüffelfreudiger“ Politiker bei. Und das erste Feld füllte zum Start gleich ein prominenter Fingerabdruck: Der des damaligen Innenministers, Dr. Wolfgang Schäuble. Den Abdruck hatten CCC-Aktivisten von einem Wasserglas genommen, das Schäuble bei einer öffentlichen Veranstaltung benutzt hatte. So wollte man der Debatte um die biometrische Kompletterfassung der Bundesbürger eine konkretere Form geben.

Noch bis in die 80er Jahre galt der Chaos Computer Club als ein Haufen verrückter Freaks – von vielen belächelt, teils als kriminell verschrien. Die Zeiten haben sich geändert: Heute legen die obersten Richter des Bundesverfassungsgerichts wert auf ihre Expertise, sie sind Teilnehmer bei Hintergrundgesprächen in Berlin und sorgen mit spektakulären Aktionen für Öffentlichkeit. Sie haben heute den Ruf wachsamer Streiter für Demokratie und Datenschutz in der Informationsgesellschaft. Die Bedeutung des CCC ist weltweit einmalig. Zwar gibt es beispielsweise auch in Holland, Österreich, der Schweiz oder den USA Zusammenschlüsse von Hackern – doch diese sind weit weniger vernetzt als der CCC, weniger politisch und bei weitem nicht so präsent und aktiv in der Öffentlichkeit wie hierzulande. In den USA ist das Image der Hacker zudem äußerst schlecht, man sieht sie primär als Kriminelle, die Millionenschäden anrichten. In Deutschland dagegen ist der CCC ein bei der Bundesregierung eingetragener Lobbyverein, dessen Stimme ernst genommen wird.


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[.mp4 | ca. 30min/90mb]

[via hukl & chaosupdates]

sonntagsfilm 86

Die nationale Front – Neonazis in der DDR:
Oktober 1987. Überfall auf die Ostberliner Zionskirche. Die Westberliner Band ‘Element of Crime’ gibt ein Konzert. Danach kommen Skinheads auf das Gelände, versuchen das Gotteshaus zu stürmen, schlagen auf junge Frauen und Männer ein. ‘Juden raus aus deutschen Kirchen!’, ‘Kommunistenschweine!’ und ‘Sieg heil!’ brüllen die ‘Glatzen’. Der RIAS meldet: ‘Neonazis in der DDR.’. Die sozialistische Presse ignoriert zunächst den Vorfall, verharmlost ihn später und schiebt alles auf westliche Einflüsse. Mit dieser Propaganda kommen Partei- und Staatsführung nicht weit. Längst werden Fragen laut. Warum sind am Abend des Übergriffes weder Staatssicherheit noch Volkspolizei eingeschritten? Wieso konnte dieser Gewaltausbruch überhaupt geschehen?. Der Prozess gegen die Angreifer auf die Zionskirche fördert neue Ungereimtheiten zutage. Die DDR weigert sich als ‘antifaschistischer Staat’, die wahren Ursachen rechtsradikaler Erscheinungen zu hinterfragen. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.. Der Film blickt zurück bis in die Anfänge der DDR. Wie wurde mit deutscher Vergangenheit, mit Faschismus in den vierzig Jahren der SED-Diktatur umgegangen?. In den frühen 80er Jahren bildeten sich verschiedene subkulturelle Strömungen unter Jugendlichen heraus, die in klarer Opposition zum sozialistischen Staat standen. Waren es anfänglich eher linke Gruppierungen, wie Punks, gründeten Jugendliche Mitte der 80er Jahre ihre oppositionelle Haltung zunehmend auf Nationalismus. Diese Haltung war für viele Jugendliche die stärkste Form der Opposition gegenüber den Machthabern. Ob nun selbst reflektiert oder eher aus Mitläufertum, die rechten Skinheads machten Ende der 80er Jahre aus ihrer politischen Anschauung keinen Hehl. Die DDR ignorierte die innenpolitische Situation.. In der Dokumentation von Andreas K. Richter und Tom Franke kommen Konzertbesucher, Historiker, Kirchenvertreter und Täter des Überfalls auf die Zionskirche zu Wort


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sonntagsfilm 83

Trauminsel Revisited:
Im Sommer 1979 begannen 200 Männer und Frauen ein abenteuerliches Projekt. Sie wollten ihre Vision eines alternativen Lebens mit Gleichgesinnten realisieren, kauften die griechische Halbinsel Sarakiniko und lebten fortan in Gemeinschaft. Der Filmemacher Thomas Schmitt begleitete damals das gewagte Experiment. Nun, 30 Jahre später, hat er die Kommunarden erneut besucht und mit der Kamera festgehalten, inwieweit und unter welchen Opfern sie ihre Pläne vom selbstgeschaffenen Paradies verwirklichen konnten.


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[via mogreens]