Category Archives: sicherheit

zeitvertreib

da fuer mich ab morgen meine internetmoeglichkeiten fuer ein paar tage ungewiss sind, hab ich hier ein wenig zeitvertreib fuer euch.

*der congress (28c3) ist gerade zu ende gegangen und dank der grossartigen arbeit des fem-streamingteams, (@c3streaming) sind auch schon viele vortraege online. in meiner soup hab ich ein paar erwaehnenswerte videos gesammelt, die ich mir waehrend des congresses im livestream bzw. etwas spaeter auf youtube angesehen habe.

*wie letztes jahr, geleitete auch 2011 wieder der adventskalender vom kraftfuttermischwerk durch die vorweihnachtszeit. dieses jahr gefuehlt mit noch mehr spruengen zwischen unterschiedlichsten genres. gehostet hat das wieder rico in seiner soundcloud, wo man sich alle mixe nochmal komplett anhoeren bzw. auch runterladen kann.

25 mixe, 1,5 tage musik – have fun!

[link]

*und zu guter letzt wirds morgen mittag noch einen kleinen post hier im blog geben.

have fun!

Verfassungsgerichtshof erklärt E-Voting für gesetzeswidrig

weil die meldung meinen tag machte und ich seit fast von anfang an auf papierwahl.at mitschreibe, auch hier nochmal mein kurzer artikel: Verfassungsgerichtshof erklärt E-Voting für gesetzeswidrig

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Wie heute auf der Homepage des Verfassungsgerichtshofs (VfGH) bekannt gegeben wurde, ist E-Voting, in seiner derzeitigen Form, in Österreich gesetzeswidrig. Anlass zu dieser Entscheidung waren die ÖH-Wahlen 2009 und darauf eingebrachten Beschwerden seitens einige ÖH-Fraktionen, In der Entscheidung heißt es unter anderem:

Wie der Verfassungsgerichtshof weiters in seinem Prüfungsbeschluss ausgeführt hat, bedarf es im Unterschied zu herkömmlichen Wahlverfahren, bei denen sich jeder Wahlberechtigte von der Einhaltung der Wahlgrundsätze überzeugen kann, im Verfahren der elektronischen Wahl eines besonderen technischen Sachverstandes, der bei einem Großteil der Wähler nicht vorausgesetzt werden kann. Die Verordnung regelt aber nicht einmal, dass die Möglichkeit einer transparenten, in ihren Ergebnissen der interessierten Öffentlichkeit zugänglichen Kontrolle der für elektronische Wahlen eingesetzten Techniken bzw. des verwendeten Systems und der diesem zu Grunde liegenden Software, allenfalls auch deren Quellcode, am Maßstab der Verfahrensvorschriften eröffnet wird, sodass sich auch der
einzelne Wähler nicht darauf verlassen kann, dass insbesondere bei der Stimmabgabe die Wahlgrundsätze erfüllt und seine abgegebene Stimme unverfälscht erfasst wurden.

Die Entscheidung zu dem Urteil gibt es als .pdf

Papierwahl.at freut sich, dass der VfGH die wesentlichen Kritikpunkte und Bedenken bezüglich E-Voting erkannt und dementsprechend auch das Urteil gefällt hat!

Medienspiegel:
orf.at ›› VfGH: Hohe Hürden für Internetwahlen
standard.at ›› Gesetzeswidrig: E-Voting vom VfGH aufgehoben
Die Presse ›› ÖH-Wahl: E-Voting von VfGH aufgehoben
futurezone.at ›› Verfassungsgerichtshof hebt E-Voting auf

sonntagsfilm 117

Wild Germany – Hacker:
2011 war das Jahr der Hacker: Enthüllungen um Wikileaks, Attacken auf Weltkonzerne wie Sony und der Arabische Frühling – mithilfe der digitalen Welt brachen ganze Staaten plötzlich in sich zusammen. Welche Macht haben Hacker heute wirklich? Und muss man sich als einfacher Bürger vor ihnen fürchten? Manuel Möglich will wissen, wie die Szene tickt und welche Motive sich dahinter verbergen.

Auf dem Chaos Communication Camp trifft Manuel Tom Twiddlebit, den Mitbegründer des Chaos Computer Clubs. Außerdem erfährt er von Dr. Sandro Gaycken alles über Cyberwar. Mit Felix Linder unterhält er sich über Sicherheitslücken in Firmen und welche Schäden virtuelle Attacken anrichten können. Abschließend setzt sich Manuel noch mit den Hackern von “Anonymous” zusammen.


[link]

telecomix – vom aktivismus zum burnout

die aktuelle wahrheit von monoxyd, bei der stephan urbach zu gast ist, ist eine der intensivsten wahrheiten bisher. waehrend am anfang noch locker ueber telecomix und den einsatz des kollektivs waehrend des “arabischen fruehlings” resuemiert wird, werden bald auch ernstere toene angeschlagen (ohne jetzt die revolution in nordafrika irgendwie verharmlosen zu wollen!).

stephan urbach berichtet wie sich die telecomix-aktivisten bis zum rande ihrer koerperlichen und psychischen kraefte aufgeopfert haben, um den menschen waehrend der revolution wichtige (kommunikations)infrastruktur bereit zu stellen – bis zum kompletten burnout.

Ständig verfügbar sein, grauenhafte Bilder sehen, ein Übermaß an Nachrichten, Verantwortung für das Leben anderer Menschen haben und auf Videos sehen, wie diese sterben. Keine Pause, keine Supervision, keine Zeit.

Ihnen blieb nichts anderes übrig, als das Projekt stillzulegen. Manche Leute dachten sogar daran, für immer zu verschwinden. Glücklicherweise geht es weiter, irgendwie. Aber die Geschichte, die Herr Urbach über diese Zeit zu erzählen hat, solltet ihr euch anhören. Damit ihr nicht in dieselbe Falle tappt. Oder damit ihr rechtzeitig mitbekommt, wenn es jemand tut, der euch wichtig ist.


[download | .mp3/67:30min/47mb]

links:
@monoxyd
@herrurbach
stephan urbach
@telecomix
telecomix
bluehackers.org

zehn jahre nach 9-11

Der 11. September 2001 ist ein Tag des Verlustes. Fast 3000 Menschen starben bei den Selbstmordanschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon vor zehn Jahren. Doch dann stiegen Gewinner aus den Trümmern:

Der “militärisch-industrielle Komplex” in den Hampton Roads zum Beispiel, im amerikanischen Bundesstaat Virginia. Dort haben die Navy Seals ihr Hauptquartier und Rüstungskonzerne wie Lockheed Martin und Northrop Group stellen fast alles her, was es für die moderne Kriegsführung braucht.

Oder die Protesenindustrie, die von den rund 33.000 amerikanischen Verwundeten aus den Kriegen im Irak und in Afghanistan profitiert. Nutznießer sind auch die “Zweifler”, die medialen Terrorexperten – und die Entwicklung der Sprache, die nach 9/11 eine verbale Aufrüstung erlebt hat.

-> 10 jahre nach 9-11

VfGH äußert Bedenken zu E-Voting

papierwahl_logo
(dieser beitrag wurde auch auf papierwahl.at veroeffentlicht)

Wie der Standard (u.a.) heute im Laufe des Tages berichteten, hat der österreichische Verfassungsgerichtshof massive Bedenken an E-Voting geäußert. Anlass war der misslungene Testlauf bei den ÖH-Wahlen 2009, gegen den unter anderem die GRAS und VSStÖ Beschwerde eingelegt hatten.

Kontrolle des Quellcodes

Der VfGH ist zudem auch der Ansicht, dass die Wahlordnung genau regeln muss, welches technische System genau zum Einsatz kommt. Das sei nicht der Fall gewesen. Außerdem scheint es notwendig zu sein, auch den Quellcode der Software einer der Öffentlichkeit zugänglichen Kontrolle zu ermöglichen. Hier kritisierte etwa die GRAS, dass die wahlwerbenden Fraktionen zwar die Möglichkeit bekommen hätten, den Quellcode des Wahlprogramms einzusehen; der Termin sei allerdings “eine Farce” gewesen. Auch eine Neuauszählung der Stimmen sei beim E-Voting nicht gewährleistet, man habe “schlicht darauf zu vertrauen”, dass die Software ein korrektes Wahlergebnis produziert, hieß es in der Beschwerde der GRAS.

Der Verfassungsgerichtshof hält fest, dass jene gesetzlichen Bestimmungen, die E-Voting regeln, so gestaltet sein müssen, dass es – letztlich auch für den Verfassungsgerichtshof – möglich ist, die Einhaltung der Wahlgrundsätze zu prüfen. Bei der Wahlordnung scheint es so zu sein, dass dies nicht der Fall ist und vor allem die Vorgaben und Kriterien, wie die Wahlkommission die Einhaltung der Wahlgrundsätze prüfen soll, fehlen.

Kritik am Zeitraum

Außerdem dürfte auch noch gesetzwidrig sein, dass der Zeitraum der Stimmabgabe für E-Voting anders geregelt war als der für die Papierwahl. Die elektronische Stimmabgabe war in der Woche vor der klassischen Urnenwahl (26.-28.5.2009), vom 18. bis 22. Mai möglich.
[Hervorhebungen von mir]

Das vom VfGH eingeleitete Verordnungsprüfungsverfahren wird sich aber noch etwas hinziehen. In rund neun Monaten soll entschieden werden ob E-Voting in Österreich gesetzeswidrig ist oder nicht.

Der vollständiger Bericht umfasst 48 Seiten und kann als .pdf heruntergeladen werden.

E-Voting has lost!

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(dieser beitrag ist auch auf papierwahl.at erschienen)

Nachdem bei den ÖH-Wahlen 2009 das erste mal der Versuch unternommen wurde, in Österreich E-Voting salonfähig zu machen, musste das, vom damaligen Wissenschaftsminister Hahn forcierte Projekt einige herbe Schlappen einstecken. Es kam zu mehreren Unregelmäßigkeiten, die im Anschluss zur Anfechtung der Wahl führten. Was sogar vorm Verfassungsgerichtshof dazu führte, das die Wahl an einigen Universitäten für ungültig erklärt wurde (wir berichteten).

Praktisch hatte dies zwar keine Konsequenzen – da durch den 2-Jahres-Rhythmus sich zeitlich keine Wahlwiederholung mehr realisieren ließ – als ein deutliches Zeichen das der E-Voting Versuch gescheitert ist, kann man das dennoch werten.

Jetzt, 2 Jahre später, fanden also die nächsten Hochschülerschaftswahlen statt. Ganz klassisch mit Stift und Papier. Das Ergebnis lässt sich folgendermaßen darstellen:

Im Jahr 2009, als zum ersten und vorerst letzten Mal auch online abgestimmt werden konnte, war die die Beteiligung an den Wahlen zur Studentenvertretung Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) auf ein Rekordtief von 24,9 Prozent zuzüglich 0,9 Prozent Online-Wähler gefallen. Bei den diese Woche abgehaltenen Wahlen kam kein E-Voting mehr zum Einsatz. Diesmal schritten 28,5 Prozent der knapp 250.000 Wahlberechtigten zur Urne.

Und:

Diesmal sind keine gröberen Probleme bekannt geworden.

Zusammenfassend heißt das:
*die Wahlbeteiligung ist gestiegen,
*die Wahl selber ist transparent von statten gegangen und ist durch das einfache Papier-Stift-System für jeden nachvollziehbar,
*die Auszählung der Stimmen konnte relativ zeitnah erfolgen und
*von keiner der ÖH-Fraktionen wurden Unregelmäßigkeiten bzw. Gründe zur Anfechtung der Wahl beanstanded.

Ein sehr eindeutiges Zeugnis, das dem E-Voting auch in der Praxis eine klare Absage erteilt!

Die Wahlergebnisse zu den Hochschülerschaftswahlen kann man sich im Detail auf den Seiten der ÖH anschauen: wahl.oeh.ac.at

stopp indect

stoppindect_logo
stopp-indect.info | @stoppindect | indect timeline

3sat kulturzeit zu indect

Big Brother 2.0
Das EU-Überwachungsprogramm “Indect”
Bald schon könnte jeder im Internet Ziel einer Überwachung werden. “Indect” heißt der Albtraum vom Polizeistaat. Die EU forscht an Programmen, die “abnormales Verhalten” erkennen. Indect soll auf aggressive Stimmen und gewalttätige Mimik in Videos und Bildern reagieren. Wer im Netz auffällt, soll durch die Verknüpfung mit Überwachungskameras, Handy-Ortung und unbemannten, vernetzten Flugzeugen auch im öffentlichen Raum flächendeckend ausspioniert werden können.
[...]


[link]

[via nokturnaltimes]

vorratsdatenspeicherung @ webmontag graz #23

andreas und ich haben gestern beim 23. grazer webmontag eine praesentation zum thema vorratsdatenspeicherung gehalten. das thema ist in oesterreich gerade ziemlich aktuell, da deren einfuehrung vor kurzem im nationalrat beschlossen wurde. d.h. ab 2012 werden auch in oesterreich vorratsdaten gesammelt.

aus dem grund, und weil wir beide finden, dass das thema in den oesterreichischen medien derart unterrepraesentiert ist, haben wir uns hingesetzt und versucht ein paar informationen zusammenzutragen.

die folien davon gibts hier (.pdf)
wenn euch da irgendwelche fehler auffallen – melden!

ausserdem waer ich dankbar wenn jemand zu folgenden punkten was weiss:
-wann genau ist ein provider von der vorratsdatenspeicherung ausgenommen?
-gibt es in oesterreich derzeit noch irgendwelche initiativen (ausser den in den slides erwaehnten), die sich aktiv dagegenstellen oder aktionen machen?
-ist eventuell schon sowas wie eine verfassungsklage (aehnlich in deutschland) geplant?
-mehr einfache moeglichkeiten/tools zur umgehung der vds?

festplatten beim sterben zuhoeren

dazu liefert datacent einige audiobeispiele verschiedener festplattenhersteller. allerspaetestens dann, wenn ihr einen dieser sounds bei euren festplatten vernehmt, solltet ihr versuchen so schnell wie moeglich noch ein backup zu erstellen:

These are some typical sounds we hear in our data recovery lab. If your hard drive makes noises like these and you are still able to access your files – backup immediately.

failing hard drive sounds

[via kox.sk]

hack the road charge system

hack_road_charge
[via mogreens]

sonntagsfilm 96

Alpha 0.7 – Der Feind in dir:
Was würde passieren, wenn der Staat herausfinden könnte, ob jemand bald zum Gewaltverbrecher wird? Der SWR-Thriller “Alpha 0.7″ führt ab November in eine Zukunfts-Welt, in der eine junge Frau um die Kontrolle über ihr Leben kämpft.
Im Neurowissenschaftlichen Pre-Crime-Center (NPC) des BKA findet als Vorbereitung eine Informationsveranstaltung zum neuentwickelten Gehirnscanner statt, dessen flächendeckende Verbreitung beim Gipfel als Kernstück des neuen Sicherheitskonzepts beschlossen werden soll. Harald Rösler und Peter Spreemann vom NPC sind angespannt. Nach vierjähriger Vorbereitung soll das Hearing für ihren Plan, Schwerverbrecher ausfindig zu machen bevor sie Straftaten bestehen, zum Durchbruch werden. Beunruhigend ist, dass ihr Chef Prenzinger nicht auftaucht.
Aufregend ist der Tag auch für die neu nach Stuttgart gezogene Johanna Berger. Heute ist ihr erster Arbeitstag als Controllerin bei der Sicherheitsfirma Protecta Society. Außerdem möchte sie sich um ihre Tochter Meike kümmern, der das Eingewöhnen in die neue Schule außerordentlich schwer fällt.
Das Hearing beginnt. Als Rösler den Brainscanner präsentiert, lösen Mila Antonovic und Andreas Zander, die sich Zugang verschafft haben, eine Aktion gegen den Scanner aus. Mila und Andreas gehören zum apollon-Netzwerk, einer Vereinigung von Aktivisten, die gegen die zunehmende Überwachung der Bürger kämpfen. Apollon kann den Einsatz als Erfolg verbuchen. Rösler und Spreemann dagegen sind alarmiert. Zumal sie erfahren, dass Prenzinger einem tödlichen Unfall zum Opfer fiel.
Dieser Unfall beunruhigt auch Johanna: Bilder in ihrem Kopf suggerieren ihr, dass sie an dem Unfall beteiligt war. Die Bilder verfolgen sie während ihres ersten Arbeitstages bei Protecta so intensiv, dass sie Meikes Schulaufführung vergisst. Johanna ist verstört. Sie weiß nicht, dass sie Alpha 0.7 ist, Probandin eines geheimen Experiments von Harald Rösler.


[direktlink teil1]

[teil2 - teil3 - teil4 - teil5 - teil6]

weitere infos zum projekt alpha 0.7

nacktscanner-kalender 2011

haette man auch selber drauf kommen koennen.
die schaerfsten nacktscannerfotos der tsa in einem kalender.
nacktscanner_kalender
[via koebi]

wie funktioniert mail verschluesselung?

@linuzifer und @metronaut haben ein sehr schoenes und einfach verstaendliches infovideo gebastelt, welches email verschluesselung erklaert:


[direktlink]

das ganze steht unter cc-by und es wird explizit zum weiterverbreiten und remixen bzw. selber nachvertonen aufgefordert. dafuer gibt es auf vimeo auch die it-version ueber die ihr eure eigene audiospur drueberlegen koennt.

mitmachen und verschluesseln!

[via netzpolitik]

weitere links:
gnupg.org
anleitungen: gpg / pgp

sonntagsfilm 95

WikiRebels – The Documentary:

From the description:
“Exclusive rough-cut of first in-depth documentary on WikiLeaks and the people behind it!

From summer 2010 until now, Swedish Television has been following the secretive media network WikiLeaks and its enigmatic Editor-in-Chief Julian Assange.

Reporters Jesper Huor and Bosse Lindquist have traveled to key countries where WikiLeaks operates, interviewing top members, such as Assange, new Spokesperson Kristinn Hrafnsson, as well as people like Daniel Domscheit-Berg who now is starting his own version – Openleaks.org!

Where is the secretive organization heading? Stronger than ever, or broken by the US? Who is Assange: champion of freedom, spy or rapist? What are his objectives? What are the consequences for the internet?”

Playlist: http://www.youtube.com/watch?v=NhTfOL…


[direktlink part1]
[direktlink part2, part3, part4]

[via 46halbe / netzpolitik]

medienterror

koffer
symbolkoffer, unbeaufsichtigt, potentiell gefaehrlich – by colina-foto [cc-by-nc]

die letzten tage waren gepraegt von allerlei ‘ahhhh, wir werden alle sterben, panik!!!!’ und dieses selbsternannte qualitaetsjournalistenpack hat da wieder mal alles andere als glanzleistungen hervorgebracht. aber was anderes erwarte ich eigentlich von diesen ganzen weichgespuelten ‘wir sind die elite’ schreiberlingen auch gar nicht mehr.

wie dem auch sei, immerhin vereinzelt gab es dennoch kleine lichtblicke die nicht unerwaehnt bleiben sollen:

-taz.de: “Der Terror ist da, das Müsli ist alle”

In der Wissenschaft muss man Phänomene verifizieren, und solange dieses nicht geschieht, fehlt der endgültige Beweis. Jeder von uns kann zum Beispiel das Gesetz der Schwerkraft selbst überprüfen, doch in der Welt des Terrors herrschen anscheinend andere Regeln: Wenn Sicherheitsbehörden angebliche Bomben finden oder von einem erhöhten Risiko sprechen und dieselben Sicherheitsbehörden von uns Bürgern mehr Geld verlangen, dann ist das absurd.

Das grenzt an einfache Selbstbedienung. Niemand von uns Bürgern kann kontrollieren, ob das alles stimmt. Und überhaupt mag ich diese Panikmache nicht. Als Naturwissenschaftler habe ich gelernt, Risiken quantitativ zu vergleichen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich von einem Auto oder einem Schäferhund getötet werde, ist weit größer, als Opfer eines Terroranschlags in Deutschland zu werden. Nein, ich habe keine Angst, und selbst dann, wenn alle Polizisten Hamburgs um mein Bett stehen, behalte ich meinen klaren Kopf. Das, was hier passiert, ist eine Inszenierung.

-telepolis: “Terror und die deutschen Medien”

Aus dem Bündnis zwischen Politikern und Journalisten heraus folgte eine Medienberichterstattung, die eine ihrer Kernaufgabe in weiten Teilen nicht mehr erfüllte: nämlich Informationen nach journalistischen Gesichtspunkten wie Abgewogenheit und kritischer Distanz aufzubereiten und den Rezipienten zugänglich zu machen.

Spekulationen ersetzten die harten Fakten, Terrorhysterie verdrängte Sachlichkeit. Im Zentrum der medialen Berichterstattung der vergangenen Tage stand eine Bombe, die keine war, sowie ein Terrordiskurs, in dem der Konjunktiv über die Grenzen des journalistisch Zumutbaren strapaziert wurde.

-telepolis: “Sicher können wir nicht sein”

Beide Länder [usa und grossbritannien] machen auch deutlich, was es heißt, solche nationalen Bedrohungsstufen einzuführen. Keine terroristische Bedrohung ist hier gar nicht vorgesehen, weil ja tatsächlich die abstrakte oder potenzielle Möglichkeit immer besteht. Der Terror ist auf Dauer geschaltet, die Regierung hat damit gewissermaßen den Ausnahmezustand verordnet.

E-Voting Links zu den aktuellen US-Wahlen

papierwahl_logo
(der beitrag ist auch auf papierwahl.at zu lesen.)

Derzeit laufen in den USA die Midterm Elections. Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat dazu eine Seite im Netz, die die auftretenden Probleme in Zusammenhang mit den Wahlen und dem E-Voting sammelt und für alle zugänglich macht.

OurVoteLive.org is a website that logs and organizes election-related problems and inquiries across the USA, created by the Electronic Frontier Foundation. Since early 2008, it’s been used by the Election Protection Coalition (EPC) to coordinate voter assistance efforts in several elections, including the 2008, 2009 and 2010 general elections. The website allows the general public a window onto EPC’s election protection efforts by providing anonymized versions of EPC’s records.

-OurVoteLive.org
auf Twitter: @866OurVote

mehr zu den Wahlen auf Twitter findet ihr mit den Hashtags:
#vote2010 und
#EP2010

eine weitere Linksammlung gibt es bei Freedom to Tinker

2 jahre papierwahl.at

mal wieder ein kleines jubilaeum:
vor (fast genau) 2 jahren ist papierwahl.at gestartet. kurz danach wurde auch ich eingeladen, bei dem projekt von barbara und peter, mitzuwirken. das war dann sogar vor genau 2 jahren. seitdem hat sich einiges getan. mit die groessten ereignisse in dem zusammenhang waren sicherlich folgende:

Wir haben die letzten zwei Jahre viel politisches Hickhack in Österreich zum Thema E-Voting erlebt, den Aufstieg und Fall von Ex-Minister Hahn, der um jeden Preis E-Voting umsetzen wollte. E-Voting hat in Österreich wie auch im benachbarten Deutschland (Stichwort Wahlcomputer-Einspruch) versagt, dennoch werden elektronische Wahlen weiterhin in Betracht gezogen – womit papierwahl.at weiterhin gefordert bleibt.

wir haben also das zweifelhafte vergnuegen weitermachen zu duerfen ;)
in diesem sinne: happy birthday!
papierwahl_black

sonntagsfilm 89

Introduction to Lockpicking and Physical Security:

Deviant Ollam

Physical security isn’t just a concern of the IT world. Besides securing server rooms, locks of all sizes and styles are scattered throughout our lives. However, much of the general public is unaware of the insecurities present in many lock designs. Through discussion and direct example, Deviant Ollam will address the strengths and weaknesses of standard pin tumbler locks, combination locks, warded locks, wafer locks, and more. Discussion of effective tools, advanced techniques, master key theory, and lesser-known picking techniques will also be covered. This talk is aimed at lockpick novices who are interested in better security and learning lockpicking skills. While always the first to admit that he’s no Barry Wels, Deviant hopes to have a good time with this lockpick talk and looks forward to hand-on audience participation. Many styles of practice locks and picks will be made available.


[direktlink]

slides & more: deviating.net/lockpicking