Daily Archives: 2011-11-05

afrikacamp graz 2011


das afrikacamp graz 2011 findet in genau drei wochen, also samstag 26. november, statt. das ist dann das zweite afrikacamp in oesterreich. anfang 2009 gab es so etwas schon mal in wien.

die erste konkrete ausformulierung ein afrikacamp in graz zu versuchen, gab es anfang dieses sommers, woraufhin wir dann angefangen haben, unsere vorstellungen auszuformulieren und grob ein paar sachen in die wege zu leiten. wir, das sind laura, andy und ich als organisationsteam und noch ein paar andere leute, die uns im hintergrund mit hilfreichem input, kontakten und mehr unterstuetzen.

nachdem der sommer bekanntlich auch urlaubszeit ist und wir das alles unentgeldlich in unserer freizeit machen, hat sich dann der weitere planungsprozess fuer ein, zwei monate extrem verlangsamt. was bei einem barcamp vielleicht nicht so weh tut wie bei anderen veranstaltungen, dennoch kann sowas sehr laehment wirken, wenn der termin immer naeher rueckt.
also musste das schiff afrikacamp wieder auf kurs gebracht. und das ist die letzten paar wochen doch sehr gut gelungen. es gibt zwar immer noch einiges zu tun, bis es dann in drei wochen soweit ist. aber der berg an aufgaben schrumpft stetig und so bin ich guter dinge das wir dieses barcamp zufriedenstellend ueber die buehne bringen werden.

da die themenfokussierung “afrika” eine sehr weite ist und die frage auch immer mal wieder auftaucht:
was wollen wir mit dem afrikacamp erreichen / wer ist zielgruppe?

-in erster linie wollen wir mit dem afrikacamp erreichen, das sich leute aus unterschiedlichsten gebieten treffen, vernetzen und zu ihren themen austauschen. wir wollen einerseits die bestehende community zusammenbringen, als auch leute die da noch nicht so drinstecken und somit auch ein bisschen frischen wind reinbringen. was natuerlich immer leichter gesagt als getan ist.
bestenfalls entstehen vor ort wieder neue (projekt)ideen, die dann in weiterer folge auch umgesetzt werden. also kurz: networking, communitybuildung, projekte, sowie ideen- und erfahrungsaustausch.

-im prinzip soll sich jeder angesprochen fuehlen, der irgendwas mit afrika zu tun hat. sei es “nur” interessenshalber, als wissenschaftlicher mitarbeiter, als projektinitiator oder natuerlich afrikaner selber.
das koennen einerseits leute sein, die vom fischfang in einer kuestenregion leben bis hin zu leuten die was von der nordafrikanischen revolution zu berichten haben oder beispielsweise app-entwickler, die das mobile leben und arbeiten in afrika erleichtern. das moegliche themenspektrum ist weit gefasst und so wuerden wir uns das auch idealerweise beim camp selber wuenschen. gerade leute die was von vor ort zu berichten haben sind immer interessiert – egal aus welchem bereich sie kommen.
viel brauch ich dazu an dieser stelle aber auch nicht mehr schreiben, da das alles ohnehin schon an der ein oder anderen stelle vermerkt ist (siehe die links unten).

wie es barcamps so an sich haben, wird der konkrete programmablauf erst am tag selber entschieden. d.h. wann, wo welche sessions/diskussionsrunden/workshops und ob diese ueberhaupt stattfinden (sollte es zuviele sessionvorschlaege geben), wird vormittags von allen anwesenden bestimmt.
vieles ergibt sich spontan und haengt von den teilnehmenden personen ab. wir bieten nur den rahmen, das programm und inhalte gestaltet das publikum!

apropos rahmen: stattfinden wird das afrikacamp im afro asiatischen institut. ob es ein pre- und/oder afterbarcamp”event” gibt, steht noch nicht fest. das kann aber auch noch kurzfristig entscheiden.

wichtig ist, ihr meldet euch an und kommt dann auch wirklich! -> anmeldung

desweiteren freuen wir uns natuerlich ueber jeden blogbeitrag uebers afrikacamp, weiterverbreitung auf twitter und saemtlichen anderen kanaelen, online wie offline!
hinweise, kritik und anregungen sind natuerlich auch jederzeit willkommen.

wir sind in jedem fall schon gespannt auf euch und freuen uns auf eure teilnahme beim afrikacamp graz 2011.

links:
afrikacamp-graz.at
afrikacamp-wiki
@afrikacampgraz
blog von laura
blog von andy

telecomix – vom aktivismus zum burnout

die aktuelle wahrheit von monoxyd, bei der stephan urbach zu gast ist, ist eine der intensivsten wahrheiten bisher. waehrend am anfang noch locker ueber telecomix und den einsatz des kollektivs waehrend des “arabischen fruehlings” resuemiert wird, werden bald auch ernstere toene angeschlagen (ohne jetzt die revolution in nordafrika irgendwie verharmlosen zu wollen!).

stephan urbach berichtet wie sich die telecomix-aktivisten bis zum rande ihrer koerperlichen und psychischen kraefte aufgeopfert haben, um den menschen waehrend der revolution wichtige (kommunikations)infrastruktur bereit zu stellen – bis zum kompletten burnout.

Ständig verfügbar sein, grauenhafte Bilder sehen, ein Übermaß an Nachrichten, Verantwortung für das Leben anderer Menschen haben und auf Videos sehen, wie diese sterben. Keine Pause, keine Supervision, keine Zeit.

Ihnen blieb nichts anderes übrig, als das Projekt stillzulegen. Manche Leute dachten sogar daran, für immer zu verschwinden. Glücklicherweise geht es weiter, irgendwie. Aber die Geschichte, die Herr Urbach über diese Zeit zu erzählen hat, solltet ihr euch anhören. Damit ihr nicht in dieselbe Falle tappt. Oder damit ihr rechtzeitig mitbekommt, wenn es jemand tut, der euch wichtig ist.

[download | .mp3/67:30min/47mb]

links:
@monoxyd
@herrurbach
stephan urbach
@telecomix
telecomix
bluehackers.org