Monthly Archives: February 2010

“Luxusdiskussion – ein musikalischer Situationsbericht von Douglas Greed”

freudeamtanzenpodcast05_luxusdiskussion
douglas greed von freude am tanzen hat letztes jahr seine masterarbeit fertiggestellt. dies aber nicht nur als “langweiliges” schriftstueck, sondern auch als hoerspiel.
verschiedene kuenstler aus der technoszene schildern in luxusdiskussion ihre sicht, zur derzeitigen entwicklung der musikszene, mit besonderen fokus natuerlich auf die welt der elektronischen musik.

als offizielle ankuendigung liest sich das dann so:

Das Stück betrachtet die Krise der Musikindustrie im Mikrokosmos der elektronischen Tanzmusik. Die Technik- und Zukunftsverliebte Technoszene zwischen nostalgischem „früher war alles besser“ Attitüden und der Suche nach neuen Wegen, um wirtschaftlich und künstlerisch zu überleben.

Das Stück versteht sich als Situationsbericht und möchte dem Hörer Zukunfts-und Existenzängste der Künstler vermitteln, den Wertverfall künstlerischen Schaffens dokumentieren und dabei gleichzeitig die emotionale Verbundenheit der Interviewten mit ihrer Tätigkeit dokumentieren.
Gerade im Indiebereich der Musikindustrie entstehen momentan neue Strukturen und Abhängigkeiten zwischen Künstlern und Labels. Vielerorts weicht der Wirtschaftsbetrieb Label, mit der Hauptfunktion Musikverkauf, dem Model einer Künstleragentur mit Familienattitüde und vielschichtigen Tätigkeitsfeld.
In dem musikalischen Hörspiel werden die Stimmungen und Meinungen einiger ausgewählter Protagonisten gegenüberstellt. Die Dankbarkeit dafür, dieses freie und selbst bestimmte Leben führen zu dürfen, trifft auf den Frust, dass Respekt und Wertigkeit für künstlerisches Schaffen scheinbar verloren gehen. Das Festhalten an alten Medien steht der Überflutung durch digitale Medien gegenüber.

Das Hörspiel möchte Dilemma und Möglichkeiten für den Umgang mit der Krise der Musikindustrie darstellen und zugleich Situationsbericht aus einer Subkultur sein. Dazu wurden Interviews mit Protagonisten der Szene geführt. Diese Interviews wurden anschließend auf einem extra produzierten Soundtrack collagiert und in eine fiktive Ebene eingebettet.

————

Diese Arbeit entstand 2009 Masterarbeit an der Bauhaus-Universität Weimar und wurde bereits auf Deutschlandradio Kultur, Einslive und WDR 3 gesendet.

Author: Mario Willms
Musik: Mario Willms
Sprecherin: Franziska Grohmann
Mischung: Ilja Gabler

Anja Schneider – Dj, Produzentin, Labelbetreiberin, Radiomoderatorin – Mobilee – Berlin
Ralf Kollmann – Dj, Labelbetreiber – Mobilee – Berlin
Mathias Kaden – Dj, Produzent, Veranstalter – FAT / Vakant / Muna / Kassablanca – Gera
Heiko Hoffmann – Chefredakteur – Groove – Berlin
Heiko MSO – Dj, Produzent, Labelbetreiber – Playhouse/Ongaku – Frankfurt/Main
Hans Nieswandt – Dj, Produzent, Journalist, Radiomoderator, Autor – Köln
Thomas Sperling – Labelbetreiber, Veranstalter & Klubbetreiber – FAT – Jena
Carsten Schuchmann aka Dj Meat – Dj, Produzent – Freebase – Frankfurt/Main
Gunnar Lenke aka. Dj Gunne – Dj, Produzent, Labelbetreiber, Veranstalter – Lebensfreude Rec – Erfurt

(ich hoffe mir wird der fullquote an dieser stelle verziehen)
wie ihr euch denken koennt, ist das ein sehr schoenes ding geworden. absolut hoerenswert!

das hoerspiel ist im rahmen des freude am tanzen podcasts erschienen, den ihr euch hier runterladen und natuerlich auch abonnieren koennt.

“Luxusdiskussion – ein musikalischer Situationsbericht von Douglas Greed”
[direktlink | .m4a/53:20min/50mb]

und den zum schluss angesprochenen praktikanten wuerd ich machen ;)

ps: wenn jemand die tracklist fuer die verwendete musik hat. wuerde mich auch interessieren.

[via misterhonk]

sonntagsfilm 70

Plastik über alles:
Kunststoffe sind aus dem Alltag der Menschen kaum noch wegzudenken. Aber seit ihrem ersten Einsatz vor 100 Jahren belasten sie auch die Umwelt und wachsen überall auf der Welt zu gigantischen Müllbergen. Die Dokumentation zeigt Möglichkeiten der Wiederverwendung von Kunststoffen, der Verbesserung ihrer biologischen Abbaubarkeit und der Vermeidung giftiger Inhaltsstoffe auf.


[direktlink part1]

[direktlink part2, part3, part4, part5, part6, part7, part8, part9]

[via mogreens]

sonntagsmusik 70

marko_fuerstenberg
Marko Fürstenberg – DJ Set @ Duke, Leipzig (2010-02-20)
[direktlink] | .mp3/249:54min/351,1mb]

marko fuerstenberg… dj set… strictly vinyl… nuff said – now listen!

update:
beim kraftfuttermischerk hat grade sur die tracklist in die kommentare gepostet. das will ich euch natuerlich nicht vorenthalten.

tracklist:
01: rhythm & sound feat. tikiman – never tell you (burial mix 01)
02: rhythm & sound feat. tikiman – music a fe rule (rhythm & sound 01)
03: rhythm & sound – what a mistry (version) (burial mix 04)
04: rhythm & sound – mango drive (rhythm & sound 02)
05: rhythm & sound feat. tikiman – never tell you (burial mix 01)
06: rhauder feat. paul st. hilaire – no news (rhauder’s dub) (ornaments 012)
07: peak – darksuite (soultourist remix) (ornaments 008)
08: nick sole – simple things (mojuba 012)
09: sven weisemann – redux (a.r.t.less 2193)
10: leftover – response (statik entertainment 24)
11: 02 – shinsuke matsumoto – kare (baum ltd 001)
12: leonid – mora (statik entertainment 26)
13: cv – movement (version mix) (octal 002)
14: maurizio – m7(a) (maurizio 07)
15: deepchord pres. echospace – empyrean (modern love 033)
16: deepchord – vantage isle (echospace reshape) (echospace 001)
17: cv313 – dimensional (echospace 002)
18: stl – from a distance (smallville 12)
19: ribn – mined (millions of moments 017)
20: ribn – shift (styrax leaves 14)
21: ben klock – pulse (klockworks 04)
22: ben klock – check for pulse (ostgut ton lp03)
23: kerri chandler – pong (ben klock’s bones & strings rework) (deeply rooted house 018)
24: minimal man – make a move (treelike 014)
25: taho – shambhalla (wink interpretation (ovum 183)
26: taho – energy fields (delsin 65)
27: len faki – rainbow delta (ostgut ton 04)
28: youANDme – is’s just (polymorph 004)
29: phylyps – track II )basic channel 09)
30: g-man – quo vadis (styrax leaves 05)
31: jc freaks – the rock (wandering-1st journey)
32: bernard badie – time reveals (mojuba 010)
33: oracy – hold me (mojuba 008)
34: sevensol & bender – evol peed (sven’s dust devil remix) (kann 03)
34: oracy – family day (mojuba 003)
35: chaton & ripperton – +91 ahead 2 (ripperton’s los barrios mix) (plaque 019)
36: sascha dive – deepest america (ornaments 003)
37: mr. v – jus dance (cosmic ritual dub (vega 033)
38: rhauder feat. paul st. hilaire – no news (ornaments 009)
39: rhythm & sound feat. tikiman – ruff way) (burial mix 03)
40: maurizio – m5 (maurizio 05)
41: maurizio – m4 (maurizio 04)
42: dubsuite – eigenleben (marko fürstenberg’s eigendub) (ornaments 001)
43: florian meindel – marble (hell yeah 7019)
44: sven weisemann – xine zero (wandering-4th journey)

E-Voting Schweizer Art


(der beitrag ist auch, in abgeaenderter form, auf papierwahl.at zu lesen)

Wie schon öfter auf papierwahl.at berichtet, versucht sich auch die Schweiz an E-Voting. Wie der nächste Versuch aussehen soll berichtet der Tagesanzeiger:

Noch eingeschränkter ist die Auswahl, was den neuen Stadtpräsidenten betrifft: Ausser dem bisherigen SP-Stadtrat Ernst Wohlwend kann gar keine andere Person angeklickt werden. Ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung bestätigte eine entsprechende Meldung des «Landboten» vom Mittwoch, wonach die Gründe für diese eingeschränkte Wahl technischer Natur seien.
Damit alle wählbaren Personen angeklickt werden könnten, müsste das ganze Stimmregister ins System eingespiesen werden. «Beim jetzigen System ist das leider noch nicht möglich.» Ziel sei es aber, dass das irgendwann der Fall sei.

Somit wird also das hehre Ziel verfolgt, irgendwann einmal, ansatzweise demokratische Wahlen auf elektronischem Wege zu implementieren. Der Mitarbeiter erklärt weiter:

Die Wahlfreiheit sei damit aber keineswegs eingeschränkt, betonte er auf Anfrage der SDA. Wer andere Personen wählen wolle, könne immer noch zur Papier-Version greifen.

Die Wähler haben somit also die Wahl, ihre Stimme einem offensichtlich unfertigen System, welches in dieser Form eine komplette Farce für demokratische Wahlen darstellt. Und der Papierwahl, die nachvollziehbar und überprüfbar ist und auch alle Kandidaten zulässt.
Die Entscheidung sollte wohl niemanden schwer fallen.

Am 7. März soll das “vertrauenerweckende” E-Voting-System in 12 Zürcher Gemeinden zum Einsatz kommen.

[Danke für den Hinweis: @leyrer]

brz ueber den e-voting-versuch bei den oeh-wahlen


(der beitrag ist auch auf papierwahl.at zu lesen)

Auf die-wirtschaft.at gibt es eine aktuellen Artikel über die Bundesrechenzentrum GmbH (BRZ). Interessant dabei sind die zwei Absätze übers E-Voting. Das BRZ hat letztes Jahr die ÖH-Wahlen “technisch korrekt abgewickelt”:

Der Prototyp politischer Partizipation im Netz, der elektronische Urnengang, hatte bereits im Vorjahr Premiere – bei den Hochschülerschaftswahlen. Technisch ist dabei alles glatt gelaufen, dennoch ist die Wahl an der Uni Wien in erster Instanz für ungültig erklärt worden. Aufgrund eines formellen Fehlers auf dem virtuellen Stimmzettel. Lauer betont: „Das lag nicht am Bundesrechenzentrum“, vielmehr sei die Falschbenennung einer wahlwerbenden Partei das Problem gewesen. „So etwas passiert auch bei normalen Wahlen öfter“, so Lauer. Und Jabkowski fügt hinzu: „Das Wissenschaftsministerium hat bestätigt: Das elektronische Verfahren wurde technisch korrekt abgewickelt.“

Er betont, dass das BRZ „Gewehr bei Fuß“ stehe, wenn es zur nächsten E-Wahl in Österreich kommt. Für den E-Government-Experten Johann Höchtl von der Uni Krems ist das Problem beim elektronischen Wahlvorgang ein grundsätzliches: „Es ist nun einmal schwierig, transparent zu machen, dass man einem PC dasselbe Vertrauen schenken kann wie einer Wahlkommission. Es gibt aber tatsächlich Algorithmen, die eine geheime Wahl im Netz garantieren.“

Wie diese Algorithmen funktionieren, ob sie irgendwo eingesetzt werden und ob dadurch elektronische Wahlen, für den Normalbürger nachvollziehbar und transparent werden, wird nicht erläutert.

[Danke für den Hinweis! @leyrer]

tor exit nodes

die top 10, aufgeschluesselt nach laendern:
tor_exit_nodes_feb_2010

Stand: 20. Februar 2010 | Tor Nodes: 1747 | Exit-Nodes: 747

und wer nicht weiss was tor ist, moege sich hier oder hier weiter informieren.

[via robert]

creative commons music 85 //milhaven – milhaven

milhaven_-_milhaven_cover instrumentale gitarrenmusik. postrock. damit lassen sich milhaven kategorisieren. im grunde machen die weiterhin das, was sie auch schon davor als netlabelreleases (ebenfalls auf 12rec) abgeliefert haben. und genau das gefaellt mir.

Their songs are epic and kinescope, still they never get out of hand or loose the melodic focus. This is classical Postrock, slightly experimental but eventually nothing else than sophisticated Pop music.
[…]
songs that will stick in your head, that take you on an aural trip and will enrich your life. What else can music offer?

haett ich nicht besser zusammenfassen koennen. deshalb hab ichs auch nicht gemacht.

milhaven bieten das release nicht nur auf 12rec zum freien download an, sondern verkaufen das album auch als cd bei valeot.

zum label: aaahh records
zum release: milhaven – milhaven [12rec061]
[direktdownload | .mp3/49:23min/93mb]