Monthly Archives: March 2009

praesentation von fff.murspace.net + creative commons filmwettbewerb

am 18. + 19.03.2009 findet im medienkunstlabor graz die praesentation von fff.murspace.net, sowie der gleichzeitige startschuss fuer einen creative commons filmwettbewerb statt. unter dem motto “free tools – free content – free mind” sind alle aufgerufen mitzumachen:

Im Zuge der Freischaltung des Portals murspace.net lädt das MedienKunstLabor in Zusammenarbeit mit den Grazer Vereinen IG Fi[l]men, mur.at und Spektral zu einem CreativeCommons (CC)-Treffen. Den Einstieg bildet ein CCFilmwettbewerb!
[...]
Eingereicht werden kann in drei Kategorien: Handykamera, Video oder Animation. Die Preise wurden von den Künstler Christian Eisenberger, Marusa Sagadin und Markus Wilfling gestaltetet.

Die Präsentation des Portals fff.murspace.net und des Wettbewerbs erfolgt durch Winfried Ritsch, Mirjana Peitler und die Kooperationspartner.

Termine
18. März 2009, 19:00 Uhr
OPEN ARTIST: TALK & DEMO

Umfassende freie Softwaresammlung für Computerkünstler

19. März 2009 19:00 Uhr
COMPUTERANIMATION: TALK & LIVE-MODELLING

LIVE-
mit Andy Goralczyk, Stefan Fischer und Florian Stoffelmayr

CALL for MOOVIES: murspace CC Wettbewerb
Anschließend:
CC Party mit KABELTON – luX (dogsbody, graz)

Veranstaltungsort:
MedienKunstLabor
MedienKunstLabor im Kunsthaus Graz
Lendkai 1, 8020 Graz
[medienkunstlabor ankuendigung]

weitere links:
web.medienkunstlabor.at
murspace.net
mur.at
spektral

“Die Angstunion”

Eigentlich wollte ich zu den aktuellen Geschehnissen und der Reaktion von Medien und Politik darauf ja schweigen. Es ist alles so vorhersagbar und so weit weg von den wirklichen Problemen, die gerade gelöst werden müssen, daß mich nur noch ein Gefühl geistigen Unwohlseins ergreift, wenn ich das Gefasel lesen muss. Das intellektuelle Equivalent zum Post-McDonalds-Bauchgefühl; Kotzen wäre eine erwägenswerte Option. Was ich aber heute lesen musste war dann doch zu viel. [...]
[weiterlesen bei frank]

sonntagsfilm 21

Einkaufen – Wie wir uns manipulieren lassen:
Im Prinzip wissen wir beim Einkaufen, was wir wollen. Doch häufig kaufen wir mehr als geplant und Dinge, die wir überhaupt nicht brauchen. Wenn es ums Einkaufen geht, setzt bei uns Kunden oft der Verstand aus. Aber warum? Quarks & Co macht sich auf die Spurensuche, zeigt die psychologischen Tricks des Verkaufens und warum wir Kunden ständig darauf reinfallen.

[direktlink | .mp4/45min/100mb]

sonntagsmusik 21


James Warren – Resonance (2004-06-15)
[direktlink | .mp3/79:50min/136mb]

tracklist:

1. The Marriage Union
2. Gary Jules – Mad World
3. Massive Attack – Protection (Eno Mix)
4. Craig Armstrong – Amber
5. Rob Dougan – Furious Angels
6. DJ Shadow – Blood On The Motorway
7. Frou Frou – Psychobabble
8. Hybrid – I’m Still Awake (Acoustic Demo)
9. UNKLE – What Are You To Me?
10. Royksopp – Remind Me (James Zabiela Ingeborg Mix)
11. Marillion – Number One
12. Dido – Here With Me (Chillin’ With The Family Mix)
13. Futureshock – On My Mind (Electric Lounge Session)
14. Underworld – Born Slippy 2003 (Down Version)
15. Hybrid – Lights Go Down Knives Come Out
16. Faithless – Crazy English Summer
17. Radiohead – Let Down

/dev/radio 127: “CERN oder warum leben wir noch?”


morgen beim /dev/radio:
“CERN oder warum leben wir noch?”

Am Kernforschungszentrum CERN wurde letztes Jahr der LHC Ring in Betrieb genommen, was für grosse Aufregung sorgte, weil dabei schwarze Löcher entstehen sollten. Doch der Weltuntergang musste verschoben werden. Wir erklären ein wenig Elementarteilchenphysik, Kosmologie und was sonst so an Wissenswertem zum Thema gibt.

die sendung findet von 13-15h auf freefm (freies radio in ulm) statt. wer wie ich, freefm nicht empfangen kann, hoert sich den stream an oder wartet aber bis die folge ins archiv gewandert ist.

alles weitere (podcast, chat, telefon, alte sendungen, …) findet man auf den seiten von /dev/radio“.

os interfaces zwischen 1981 und 2009

bei webdesignerdepot.com gibts eine auswahl an grafischen betriebssystem designs die zwischen 1981 und 2009 auf den markt gekommen sind. darunter natuerlich klassiker und altbekannte wie mac os system 1.0, windows 3.1, kde 1.0 und natuerlich auch dieser ganze neumodische kram ;)

aber es finden sich auch systeme mit denen vielleicht noch nicht alle gearbeitet haben:

Silicon Graphics IRIX 3.0, Source: osnews.com


NeXTSTEP 1.0, Source: kernelthread.com


Xerox 8010 Star, Source: toastytech.com

mehr gibts wie gesagt bei webdesignerdepot.com

[via spacemonkey's soup]

buch: “Kontrollverluste. Interventionen gegen Überwachung”

kontrollverluste_cover
mal wieder ein kleiner lesehinweis. das buch heisst “Kontrollverluste. Interventionen gegen Überwachung”, herausgegeben von der Leipziger Kamera – Initiative gegen Überwachung. worum es in dem buch geht, duerfte durch den titel klar sein.
Die Texte kommen von: sandro gaycken, andrej holm, leipziger kamera, anne roth und anderen mehr.

im klappentext heisst es:

Das Buch Kontrollverluste versammelt Beiträge zu Fragen einer emanzipatorischen und praktischen Kritik an der aktuellen Überwachungsgesellschaft. Es führt sehr unterschiedliche Strategien und Perspektiven der linken Überwachungskritik zusammen. Kritische Wissenschaftler, Aktivisten und Initiativen stellen theoretische, aber vor allem strategische und aktionsorientierte Überlegungen an, reflektieren ihre Handlungserfahrungen und beleuchten Probleme und Potenziale von Bewegung(en) gegen immer mehr Überwachung und Kontrolle.

Verlag: Unrast
ISBN-13: 978-3-89771-491-5
Ausstattung: br., 256 Seiten
Preis / Bestellen: 18.00 Euro beim Unrast Verlag

Am Freitag wird es in Leipzig vorgestellt, zur Buchmesse, um 18 Uhr im el libro/linXXnet, Bornaische Straße 3d.

[via annalist]

weitere links:
leseproben
leipziger kamera
blog zum buch: kontrollverluste

cre113: “OpenStreetMap – Das Projekt für freie Geodaten”

cre_logo
in letzter zeit habe ich eigentlich viel zu wenig aufs chaosradio express verwiesen. es gab viele spannende und abwechslungsreiche themen, aber ich gehe auch mal davon aus, dass ihr den podcast ohnehin abonniert habt.
wie auch immer. das aktuelle cre beschaeftigt sich mit dem openstreetmap projekt. in dem, als  “neo-geografie” betitelten podcast, wird sehr ausfuehrlich beschrieben was osm ist, was es kann und was nicht und, ganz wichtig, wie man auch selber mitmachen kann.

OpenStreetMap ist ein Projekt zur Gewinnung und Bereitstellung freier Geoinformationen und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Das Kartenmaterial, was vom Projekt bereitgestellt wird, wächst täglich an und hat in vielen Teilen der Welt schon die Informationsdichte erreicht, die man bislang nur von kommerziellen Geodiensten gewohnt ist.

Im Gespräch mit Tim Pritlove schildern Frederik Ramm und Jochen Topf, die ein Buch über OpenStreetMap veröffentlicht haben, die Hintergründe und Details des Projektes.
[cre113]

zum download [.mp3/142:12min/97,7mb]
cc-logo

links:
wp: openstreetmap
jochen topf & frederik ramm: geofabrik
openstreetmap: community
openstreetmap: das buch
cctv in openstreetmap
twitter: openstreetmap

Diebold: Wahlsysteme mit ‘Clear Button’ und Stimmenverlusten

papierwahl1
der beitrag ist auch auf papierwahl.at zu lesen

Wie Wired und Slashdot berichten, wurde ein Bericht veröffentlicht (.pdf), der untersucht, warum einige Wahlcomputer der Firma Premier Election Solutions (ehemals Diebold) letzten November in Humboldt County (Kalifornien/USA) Stimmen verloren haben.
In der damals eingesetzten Softwareversion gab es einen Fehler der Stimmen verschwinden ließ. Dieser Fehler war Premier Election Solutions seit spätestens Oktober 2004 bekannt:

The company, however, did not notify the Election Assistance Commission (EAC), the National Association of State Election Directors (NASED) or the California Secretary of State. Instead, the company sent a vague email to elections officials in the 11 California counties using GEMS version 1.18.19 with the Central Count Server at the time. [...] The email [...] advised the county officials to create and immediately delete an empty Deck before scanning any real ballots, but did not explain why this new procedure was necessary.

Der Bericht enthält aber auch noch ein weiteres interessantes Detail. So hat es bei einigen Softwareversionen einen ‘Clear Button’ zur Löschung des Audit Logs (Aufzeichnungen über systemkritische Vorgänge) im System gegeben:

The Clear buttons [...] allow inadvertent or malicious destruction of critical audit trail records in all Gems version 1.18.19 jurisdictions, risking the accuracy and integrity of elections conducted using this voting system. Five years after the company recognized the need to remove the Clear buttons from the GEMS audit log screens, not only [...] Counties in California but jurisdictions in other parts of the country [...] continue to use Gems version 1.18.19…

Die Schaltfläche zum Löschen ist zudem neben dem “Print” und “Save As” Button angeordnet, so dass es kürzlich in Kalifornien auch zu einem versehentlichen Löschen des Audit Logs kam. Premier Election Solutions hat in diesem Zusammenhang offensichtlich nicht daran gedacht, eine Warnung anzuzeigen, bevor die Löschung durchgeführt wird. In aktuellen Softwareversionen wurde zwar der ‘Clear Button’ wieder entfernt, doch ist es nicht angedacht, die betroffenen alten Versionen zu upgraden.

Adding a Clear button is easy, but there are too many reasons why doing that is a bad idea.


Picture: blog.wired.com

-> Humboldt Report to EAC (.pdf)

[via bendrath]

game: soviet unterzoegersdorf – sektor 2

der zweite teil des adventure games soviet unterzoegersdorf ist fertiggestellt. die monochroms haben in sektor 2 eine groessere und komplexere welt erschaffen, die vor allem fuer eine laengere spielzeit sorgen soll. wer den ersten teil kennt, weiss dass das komplette spiel in russisch mit wahlweise deutschen oder englischen untertiteln gehalten ist ;)
special guests und synchronstimmen sind: cory doctorow, bre pettis, dave dempsey, bruce sterling, plomplompom, u.v.m.
und was noch wichtig ist: das spiel steht unter creative commons lizenz.

Ein Abenteuer geht weiter!

Sowjet-Unterzoegersdorf ist die letzte existierende Teilrepublik der UdSSR. Der Staat unterhaelt keine diplomatischen Beziehungen zu der ihn umschliessenden (sogenannten) “Republik Oesterreich” oder zur Festung “Europaeische Union”. Das Zerfallen des Kernlandes der Sowjetunion in den fruehen 1990ern wirkte sich schlecht auf die inneroekonomische Situation der Enklave aus. Doch auch direkte externe Einflussnahme durch reaktionaere Kraefte bedroht die Rest-Konfoederation. Erst letztens wurde der Parteisekretaer Wladislav Gomulka nach US-Oberzoegersdorf verschleppt. Dem Genossen muss geholfen werden!
Denn Kommunismus ist keine Meinung, sondern ein Versprechen.
[...]
Betriebssysteme / Bandbreite: Windows, Linux, OSX. Freundschaftlichen Dank an die Genossen von CodeWeavers fuer die heldenhaften Linux/OSX-Versionen. “Freundschaft!” auch an die Leute vom Silver Server fuer Bandbreiten-Sponsoring.
[soviet unterzoegersdorf - sektor 2]

zum download
cc-logo

weitere links:
unterzoegersdorf.su
presseraektionen/interviews
soviet unterzoegersdorf (demo at 25c3)

sonntagsfim 20

Weizenbaum – Rebel at work:
Gezeigt wird ein Dokumentarfilm von Silvia Holzinger und Peter Haas über den Deutsch-Amerikaner Joseph Weizenbaum – eine Kultfigur in der Informatik. Bekannt wurde er in den 70er Jahren als scharfzüngiger Wissenschafts- und Gesellschaftskritiker. Sein Buch “Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft” ist zum Klassiker geworden, sowohl unter Philosophen als auch unter Informatiker.

[direktlink | .m4v/81min/500mb]

wp: joseph weizenbaum

sonntagsmusik 20

Our favourite Netaudio DJ Christian Grasse broadcasted this battle “Goliath against Goliath” via campus radio Bielefeld on the 4. or March, 2009. Now you can grab the show as a single MP3! Hear the giants of Netaudio Pop clash.

The Poni Republic vs 12rec. @ Popmoderne
[direktlink | .mp3/60:16min/80mb]

Jasmin – “Rote Sonne” 12REC
About – “Think Niles Drink” THE PONI REPUBLIC
The Great Mundane – “Unpacking The Day” w/ Fuellsand 12REC
Gloom – “Gash” THE PONI REPUBLIC
Rob Hunter – “Spill” 12REC
Yellow Yesterday – “Sunday Song” THE PONI REPUBLIC
allthatfall – “Miranda July” 12REC
Silverstone – “Why” THE PONI REPUBLIC
Milhaven – “New Orleans” 12REC
Anthna – “Loving Raw Bands…” THE PONI REPUBLIC
Werner Kitzmüller – “Saliva” w/ Alexandr Vatagin 12REC
Hi Lucy! – “Smoke With Bears” THE PONI REPUBLIC
David Schweighart – “Prager Lovesong I” 12REC
Heartbeeps – “Hat & Gloves & Scarf” THE PONI REPUBLIC
The Sleeping Tree – “Ninth Leaf” 12REC
Hey Chica! – “Curse the Space” THE PONI REPUBLIC
Protestant Work Ethic – “Set Out To Take On” 12REC

svnr sammelwut: gut wenn man sich zu schuetzen weiss

Schon wieder musste sich der Datenschutzrat gegen die geplante Verwendung der Sozialversicherungsnummer (SVNR) als universelles Personenkennzeichen im nichtmedizinischen Bereich aussprechen. Aber auch Bankkunden trugen uns zu, dass auch Ihre Berater jetzt immer öfter versuchen, ihnen Ihre SVNR zu entlocken.

aus diesem grund hat die quintessenz auch ein paar einfache tipps wie man sich bzw. seine daten auf einfache weise schuetzen kann:

Verweigern Sie daher die Bekanntgabe nicht Zweckmäßiger oder kritischer Daten wie zb der SVNR – und wenn es sich nicht vermeiden lässt, bauen Sie Tipp-, Schreib- und “Flüchtigskeitsfehler” in Ihre Angaben ein – um einen automatischen Abgleich deutlich zu erschweren. Oder anders: Legasthenie und schlecht zu entziffernde Handschrift sind weiter verbreitet als man gemeinhin annimmt.

Die österreichischen Sozialversicherungen haben die SVNR gegen unabsichtliche Fehler mit einer Prüfziffer geschützt. Das q/uintessenz Tool SVNR-Doktor http://www.quintessenz.at/svnr/ findet zu jeder gültigen SVNR jedoch weitere mit Zahlendrehern und Legastheniefehlern versetzte Nummern mit gültiger Prüfziffer.
[quintessenz]

weitere links:
Datenschutz: Keine Sozialversicherungsnummer für Verschrottungsprämie
SVNR-Doktor

q/talk: “Kann eVoting die Wahlzelle ersetzen?” (part 1)

in der aktuelle folge von radio netwatcher gibt es nun endlich den mitschnitt vom letzten q/talk zum thema wahlcomputer und e-voting, zum nachhoeren. der vortrag dauerte insgesamt etwas ueber zwei stunden und wurde deshalb fuer die radiosendung in zwei teile geteilt. die fortsetzung soll es in zwei wochen geben.

wobei mir unverstaendlich ist, warum man bei radio netwatcher jetzt dazu uebergegangen ist, nicht mehr (zusaetzlich) den ganzen q/talk als eine datei ins netz zu stellen. und einen videomitschnitt sollte es eigentlich auch noch geben… naja, ich hoffe das kommt alles noch.

Einzelsendung: Radio Netwatcher vom 6.3.2009 – q/talk, Di, 24.2., 20.00: “Kann eVoting die Wahlzelle ersetzen?” auf ORANGE 94.0

Gerda Marx Universität Wien, Staatsrecht, Barbara Ondrisek papierwahl.at und Robert Krimmer e-voting.cc haben im Rahmen der Podiumsdiskussion q/talk der q/uintessenz “Demokratie 2.0 oder wenn Wahlcomputer für uns wählen” über E-Voting debattiert. Moderiert hat Georg Markus Kainz. Die ersten 55 Minuten des Talks wurden im Rahmen dieses Beitrags ausgestrahlt. Die zweite Hälfte kommt im nächsten Beitrag von Radio Netwatcher.
[papierwahl.at]

zum stream und download des mitschnitts

update: 2009-03-20:
zum zweiten teil

update 2009-04-03:
ich glaube, ich wurde erhoert ;) von dem q/talk gibts jetzt auch den komplettmitschnitt als eine datei. wenn das dann in zukunft auch wieder etwas zeitnaher passieren wuerde, waere ich vollauf zufrieden:
“q/talk, Di, 24. Februar: Demokratie 2.0 oder wenn Wahlcomputer für uns wählen”

creative commons music 77 //ideology – because best things are free (edition: drum n bass)

Steter Tropfen höhlt den Stein. Auch wenn Oma nicht mit allem, was sie sagte, richtig lag, so hat der Volksmund eben doch auch manchmal recht. Und so setzen wir abermals dem Lieblingsmärchen betonbekopfter Ewiggestriger, Netaudio sei Musik von Amateuren, beherzt und beharrlich unser Motto entgegen, wonach es die besten Dinge einfach gratis gibt.

Damit neben Stein selbst Mamor und Eisen brechen, schrauben unsere iD.Allstars den diamantgehärteten Drum’n’Bass Bohrkopf auf und bringen ihre Maschinen ordentlich auf Touren. Dass statt mit roher Gewalt vielmehr mit unterschiedlichsten Druckstärken und viel Feinschliff gearbeitet wird, versteht sich bei einer iD.EOLOGY Compilation von selbst. [...].

zum label: ideology
zum release: ideology – because best things are free (edition: drum n bass) [id052]
[direktdownload | .ogg/51:51min/100mb]
[direktdownload | .mp3/51:51min/113mb]

Wahlcomputer Urteil schlägt Wellen in Österreich

papierwahl1
(der beitrag ist auch auf papierwahl.at zu lesen)

Zwei Tage nach dem Wahlcomputer Urteil in Deutschland, gibt es auch in Österreich vermehrt Reaktionen zur elektronischen Stimmabgabe. Der Standard berichtete heute dazu in drei Artikeln.

Deutsches Urteil gegen E-Voting schlägt Wellen:

Erfolgreicher Kläger kritisiert nun auch E-Voting in Österreich: Es gäbe “keine Garantie, dass der Wähler unbeeinflusst ist” – Wissenschaftsministerium bessert bei Überprüfbarkeit nach

E-Voting kommt – trotz großer Bedenken:

Kritiker des E-Votings sehen sich durch das jüngste Urteil des deutschen Verfassungsgerichts gegen Wahlcomputer bestätigt. Minister Hahn sieht keinen Zusammenhang und besteht darauf: Bei der ÖH-Wahl wird elektronisch gewählt

Grüne wollen E-Voting verhindern: “Werden nicht locker lassen”:

In einer parlamentarischen Anfrage wollen die Grünen vom Wissenschaftsministerium Detail zu Sicherheit, Kosten und Abwicklung der elektronischen Wahl wissen

“Sicherheit essen Kinder auf”: (kurze) eindruecke

wie angekuendigt fand letztes wochenende die veranstaltungsreihe “Sicherheit essen Kinder auf” in graz statt. aufgeteilt war dies in 3 teile, wobei ich den letzten teil (das soli-konzert) ausgelassen habe. zu den anderen beiden gibts jetzt ein paar kurze eindruecke:

Totale Überwachung – und warum wir uns dagegen wehren müssen
Sa 28.2., 18 Uhr, Ort: Spektral, Lendkai 45
Vortrag und Diskussion mit: Prof. Hermann Maurer (TU Graz)
:
der vortrag beschaeftigte sich, wie der titel sagt, mit ueberwachung. fuer mich gabs da relativ wenig neues zu hoeren, deshalb will ich nur kurz ein paar angesprochene themen auflisten:
google, rfid, microsoft (& der fast yahoo kauf), datenspuren im netz, und irgendwas hab ich sicher noch vergessen.
im laufe des vortrags schwang das pendel dann auch mal richtung blogs und die wikipedia. von diesen sachen war maurer nicht sonderlich ueberzeugt. grundtenor war in etwa – blogger sind leute mit einer aufmerksamkeitsspanne einer eintagsfliege, die alles unreflektiert rauskrakelen. die wikipedia hat die “klassischen” enzyklopaedien kaputt gemacht und bietet gerademal mittelpraechtiges wissen.

zu den blogs: es bleibt jedem selbst ueberlassen welche blogs man liest. sicherlich gibt es unzaehlige die lolcats und was-es-heute-zum-fruehstueck-gab als themen haben. so what!? es gibt genauso diejenigen, die lange reflektierte texte haben, positionen (man mag es nicht glauben, gelegentlich auch ueber dem ueblichen stammtischniveau) diskutieren, vielleicht auch neue sichtweisen eroeffnen und vor allem auch themen behandeln die in den klassischen medien wenig bis kein gehoer finden. die erfahrung mache ich zum beispiel aeusserst regelmaessig. und abgesehen davon, warum sollen blogs nicht auch der unterhaltung dienen?
zur wikipedia: es wurde mal wieder das alte klaglied angestimmt. die boese, boese wikipedia macht die ganzen enzyklopaedien ala brockhaus und wie sie alle heissen, kaputt. und ueberhaupt, in der wikipedia ist ja alles bloss so mittel – meistens. was voellig ausser acht gelassen wurde, die wikipedia bietet ploetzlich einer riesigen anzahl von menschen zugang zu wissen (die qualitaetsdebatte will ich an dieser stelle nicht aufreissen), dies schnell, unkompliziert, kostenlos und leicht durchsuchbar. alles offensichtlich wichtige eigenschaften, die die anderen bisher nicht in dieser form bieten konnten.
damit das jetzt nicht zu ausufernd wird – es geht schliesslich um die vortraege allgemein – brech ich das an der stelle mal ab. ich will jetzt auch nicht wikipedia und blogs allgemein in schutz nehmen, da gaebe es ziemlich viel verbesserungswuerdiges, aber die ausfuehrungen von maurer fand ich in der hinsicht nur schwach. quasi das was er den blogs vorwirft, hat er da selbst angewandt – unreflektiert und schlecht recherchiert.

zum schluss gabs dann nochmal einen kurzen ausblick richtung zukunft. auch nur kurz in stichworten: drohnen, zunehmende ueberwachung / datensammelungen, aber man wird sich auch in zukunft wehren bzw. mit genuegend motivation, sich dem entziehen koennen.

insgesamt gab der vortrag einen relativ weitgefaecherten einstieg zum thema ueberwachung. fuer mich persoenlich altbekannte sachen ;) aber anhand der reaktionen des publikums konnte man auch sehen, dass es fuer einige relatives neuland war. auch kam der vortrag etwas unterhaltsamer rueber als so manch anderer zu diesem themenkomplex.
abgesehen von den beiden oben angesprochen sachen, hat mich gestoert, dass es doch relativ wenig konkrete vorschlaege fuer den einzelnen gab, wie man sich denn nun schuetzt, was man gegen die datensammel- und ueberwachungswut machen kann.

immerhin das buch “Kampf dem großen Bruder” von Hermann Maurer gabs fuer die besucher fuer umsonst (bzw. gegen eine freiwillige spende) ;)

Weg mit §278a! Politische Praxis und staatliche Repression
So 1.3., 18 Uhr, Ort: Sub, Kaiser-Josef-Kai 66

jan, einer der 10 tierrechtsaktivisten, der aufgrund des paragraphen 278a ins gefaengnis kam, erzaehlte von seinen erlebnissen und erfahrungen dort. am anfang wurde natuerlich erst mal kurz erlaeutert wie es dazu kam, mit welchen “begruendungen” die polizei ihre aktionen rechtfertigte etc. das kann man aber auch an anderer stelle nachlesen. darueber wurde schon einiges berichtet und ich gehe einfach mal davon aus, dass man ueber die scheisse die da passiert ist, bescheid weiss.

viel spannender in dem zusammenhang fand ich die schilderungen vom gefaengnisleben.
spaerliche ausgestattete zelle, probleme/lange wartezeiten beim organisieren von kleidung, buechern, tabak und so weiter, eintoeniges dasein, diskriminierendes bis rassistisches verhalten der polizei/waerter gegenüber auslaendischen gefangenen, dennoch ein gewisser zusammenhalt der haeftlinge untereinander (also nicht so wie man das aus filmen kennt), fernseher oder radio in der zelle war schon luxus, duschen zweimal in der woche, essen von schlechter qualitaet (v.a. wenn man veganer ist), besucher nur einmal (oder waren es zweimal?) pro woche fuer 30 minuten.
insgesamt wurde die zeit im gefaengnis schon als ziemlich trisst dargestellt und wenn man nicht das glueck hat radio oder fernseher in der zelle zu haben und auch nicht an zeitungen kommt, kriegt man eigentlich kaum was mit von draussen.

allgemein sind mir relativ viele parallelen zum fall andrej holm aufgefallen. gerade was die “verdachtsmomente” der ermittler angeht. stichwort “konspiratives verhalten”: wenn man beispielsweise das handy zu hause laesst, keine genauen treffpunkte mit uhrzeit am telefon vereinbart oder seine mails verschluesselt. und aehnliches.
auch scheint es bei diesem fall keine ermittlungsergebnisse zu geben. zumindest wurde bis jetzt noch nichts gefunden, was die ganze aktion irgendwie gerechtfertigt haette. meiner meinung nach wird es dazu auch nicht kommen.

um zum schluss zu kommen: insgesamt denke ich schon, dass es weiterhin einen gewissen bedarf an solchen veranstaltungen in graz gibt. datenschutz und ueberwachungsthemen werden zunehmend populaerer und die sensibilisierung der leute scheint (wenn auch langsam) in gang zu kommen.
auch wenn der zweite teil im sub eher schlecht (im vergleich zum ersten teil) besucht war, was eventuell auch an der location gelegen haben koennte – aber ich weiss es nicht. man sollte sowas in zukunft auch besser propagieren, ich bin da wirklich nur durch zufall drauf gestossen. wobei, man sich dann auch auf die suche nach einer anderen location machen muesste. beide, das sub und das spektral, bieten nicht wirklich viel platz. und das spektral war schon ziemlich voll im ersten abend.
bleibt zu hoffen, dass zukuenftig mehr solcher veranstaltungen – vielleicht auch in verbindung mit workshops, kunstaktionen und so weiter – in graz stattfinden.

Bundesverfassungsgericht: “Verwendung von Wahlcomputern bei der Bundestagswahl 2005 verfassungswidrig”

der beitrag ist auch auf papierwahl.at zu lesen

Wie bereits angekündigt fand heute Vormittag die Urteilsverkündung des deutschen Bundesverfassungsgerichts in Sachen Wahlcomputer, in Karlsruhe statt.

Das Gericht kam zur Entscheidung, dass der Einsatz von Wahlcomputern bei der Bundestagswahl 2005 verfassungswidrig war, da der Wähler weder die abgegebenen Stimmen noch deren Auszählung kontrollieren kann. Die Wahl bleibt aber trotzdem gültig, da es keine besonderen Anzeichen für Fehler oder Manipulationen gibt. In der Urteilsbegründung heisst es unter anderem:

Der Zweite Senat hat entschieden, dass der Einsatz elektronischer Wahlgeräte voraussetzt, dass die wesentlichen Schritte der Wahlhandlung und der Ergebnisermittlung vom Bürger zuverlässig und ohne besondere Sachkenntnis überprüft werden können. Dies ergibt sich aus dem Grundsatz

der Öffentlichkeit der Wahl (Art. 38 in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 und Abs. 2 GG), der gebietet, dass alle wesentlichen Schritte der Wahl öffentlicher Überprüfbarkeit unterliegen [...] Die Bundeswahlgeräteverordnung ist jedoch verfassungswidrig, weil sie nicht sicherstellt, dass nur solche Wahlgeräte zugelassen und verwendet werden, die den verfassungsrechtlichen Voraussetzungen des Grundsatzes der Öffentlichkeit genügen.

Unter Punkt II werden auch nochmal sehr schön grundsätzliche Bedenken bei elektronischen Wahlen festgehalten:

Der Einsatz von Wahlgeräten, die die Stimmen der Wähler elektronisch erfassen und das Wahlergebnis elektronisch ermitteln, genügt nur dann den verfassungsrechtlichen Anforderungen, wenn die wesentlichen Schritte von Wahlhandlung und Ergebnisermittlung zuverlässig und ohne besondere Sachkenntnis überprüft werden können. Während bei der herkömmlichen Wahl mit Stimmzetteln Manipulationen oder Wahlfälschungen unter den Rahmenbedingungen der geltenden Vorschriften jedenfalls nur mit erheblichem Einsatz und einem präventiv wirkenden sehr hohen Entdeckungsrisiko möglich sind, sind Programmierfehler in der Software oder zielgerichtete Wahlfälschungen durch Manipulation der Software bei elektronischen Wahlgeräten nur schwer erkennbar. Die große Breitenwirkung möglicher Fehler an den Wahlgeräten oder gezielter Wahlfälschungen gebietet besondere Vorkehrungen zur Wahrung des Grundsatzes der Öffentlichkeit der Wahl.

Weiter heisst es, dass der Gesetzgeber nicht daran gehindert ist elektronische Wahlgeräte zum Einsatz zu bringen, nur müssen diese dann eine verfassungsrechtlich gebotene Möglichkeit einer zuverlässigen Richtigkeitskontrolle bieten. Dies sieht das Bundesverfassungsgericht bei den derzeitig eingesetzten Wahlcomputern der Firma Nedap jedoch nicht erfüllt.

Pressemitteilung des BVerfG zum Urteil
Leitsätze zum Urteil des Zweiten Senats

“Ich bin ein linker Webterrorist”

wie ihr sicherlich mitbekommen habt, wurde am sonntag zur kaerntner landtagswahl die seite des bzoe gehackt (bzw. defaced). kurz darauf aeusserste sich das bzoe folgendermassen:

“[...] Wir verurteilen diese undemokratische Vorgangsweise linker Webterroristen auf das Schärfste”
[ots.at]

diese herrlich daemliche aussage kann man natuerlich nicht einfach so verstreichen lassen. meine aufforderung wurde gehoehrt und ihr koennt euch jetzt alle outen :)
linker-webterrorist
picture by falk via twitter – contains the 18c3 logo
linker-hardcore-webterrorist
picture by falk via twitter – contains the 18c3 logo

weitere entwuerfe von falk gibts: hier und hier

das sind uebrigens nur entwuerfe die mal eben schnell entstanden sind. wenn ihr (glaubt) bessere ideen und umsetzungen zu haben – immer her damit.

update:
falk hat in seinem blog vorhin auch was dazu gepostet. dort habt ihr dann nochmal alle grafiken auf einer seite und ein paar zusaetzliche bemerkungen zu dem ganzen ding.

showreel 2009 videoprojection by easyweb

schick was die franzosen da mit videoprojektionen an gebaeuden anstelllen.

[direktlink]

Easyweb is a French company specialized in the video projection 3d shows. Below discover their showreel on 2009.
[viacomit.fr]

[via designyoutrust]