ich hab mal eine kleine, unvollstaendige leseliste zusammengestellt, die ihr jetzt oben unter books erreichen koennt. vom themenkomplex her, habe ich das auf sachen beschraenkt mit denen ich mich auch hier im blog auseinandersetze / ueber die ich berichte. dazu zaehle ich grob: datenschutz, ueberwachung, sci-fi/dystopien, gesellschaftspolitik, technik und ihre folgen. ein weiteres kriterium ist, dass es die buecher auch alle auf deutsch gibt und ich sie gelesen habe bzw. gerade lese.
wie gesagt, alles unvollstaendig und nur ein paar empfehlungen meinerseits. solltet ihr noch literaturtipps oder ergaenzungen haben, ihr wisst ja, wie ihr das kundtun koennt.
uebrigens: amazonlinks hab ich weggelassen. zum einen weil ich davon ausgehe, dass ihr das auch allein hinbekommt ;) zum anderen, koenntet ihr ja auch mal wieder zum kleinen buchladen, bei euch um die ecke gehen (sofern es sowas bei euch noch gibt) und dort buecher kaufen. oder das ihr zumindest direkt bei den verlagen bestellt.
Das Beschuldigte, bzw. sein, sich in Deutschland befindlicher Teil, wurde am Abend des 11.9.2001 gegen 23:00 Uhr von 26,7 Millionen Internetusern, vowiegend deutscher, türkischer, arabischer und anderer untergeordeter Extremität betreten.
andere Menschen terroristisch indoktriniert zu haben, sowie an der Tötung von Menschen beteiligt zu sein ohne Mörderin zu sein,
strafbar als
Verbrechen gemäß § 212 StGB.
Das Beschuldigte ist dieser Taten aufgrund der bisherigen polizeilichen Ermittlungen dringend verdächtig.
Es besteht der Haftgrund der Fluchtgefahr (§ 112 Abs. 2 Nr. 2 StPO). Bei diversen Onlinedurchsuchungen wurden E-Mails in nicht unerheblichen Mengen, sowie Unterlagen für ein Studium der Unschärfe eines gewissen W. Heisenberg gefunden. Auch die aufgrund der gegen das Internet erhobenen erheblichen Tatvorwürfe sehr hohe Straferwartung bietet nicht Gewähr dafür, dass es sich dem weiteren Verfahren freiwillig stellen wird.
morgen, dienstag, den 31.03.2009 findet wieder der allmonatliche q/talk statt. anknuepfend an letzten monat gehts auch dieses mal wieder ums (elektronische) waehlen. mitdiskutieren wird unter anderem peter purgathofer:
Heiße Studenten-Parties machen schlappe Wähler wieder fit. Datum/Zeit: Di 31. März 2009, 20.00 (Einlass ab 19.00). Ort: Raum D / quartier21, QDK / Electric Avenue, MQ Wien. http://quartier21.mqw.at/uebersichtsplan/ ca. -> Nr. 55 Dazu diskutieren moderiert von Mag. Georg Markus Kainz: * Prof. Dr. Purgathofer, Technische Universität Wien * Sigrid Maurer, Grün Alternative StudentInnen * Samir Al-Mobayyed, AktionsGemeinschaft
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q/talk, Di, 31. März: Die Glaubwürdigkeitsfalle – zu faul zur Wahl Heiße Studenten-Parties machen schlappe Wähler wieder fit. https://www.quintessenz.at/d/000100005943 Österreichische Parteien sind in der Glaubwürdigkeitsfalle. Eine geringe Wahlbeteiligung gilt als generelles Misstrauensvotum, als Kritik am System und nicht an einer einzelnen Partei. Die Regierenden leben aber von der Fiktion vom Wahlvolk beauftragt worden zu sein, das Volk vertreten zu dürfen und Entscheidungen für und über das Volk zu treffen.
Nun stellt sich die Frage wie weit darf die Wahlbeteiligung und die Anzahl gültiger Stimmen sinken um noch im Sinne des Systems legitimiert zu sein? Findige Geschäftemacher versuchen jetzt eine neue Technik zu verkaufen, die zwar die Kosten der Wahl in die Höhe schnellen lassen, dafür aber den Aufwand der Stimmabgabe auf ein Minimum reduziert. Die Stimme kann quasi so nebenbei auf einer heißen Studentenparty abgegeben werden. Der Wähler muss nicht mehr extra in ein Wahllokal kommen, wo er in einer nüchternen Atmosphäre seine Wahlentscheidung treffen kann.
[weiterlesen]
ende der 70er / anfang der 80er hat sich jemand gedacht in taiwan ein paar “ufo-haeuser” hinsetzen zu muessen. seitdem hat diese idee und umsetzung ein paar ziemliche unglueckliche wendungen:
In 1989, a development company bought the unfinished UFO houses. It costed 7~8 hundred million new Taiwan dollors. They planed to make it 5 stars resort hotel with the first yacht dock in the north coast of Taiwan. According their plan, the FPR UFO structure will be white, and there will be swimming pool and rockery in the garden
In the winter of 1989, almost a year after they reactivate, they decided to shutdown because of the dissension of the investors.
[...]
These buildings will be torn down in Jan. 2009.
die haeuser sind nun also weg. auf flickr hab ich aber grade zwei nette fotosets dazu gefunden.
was koennte zum 23. sonntagsfilm besser passen als 23? :) enjoy!
23 – Nichts ist so wie es scheint:
In der Bundesrepublik der 1980er Jahre – zur Zeit der Friedensbewegung, der Anti-Atomkraft-Demonstrationen und der Endphase des Kalten Krieges – empfindet der 19-jährige Karl Koch die Welt um sich herum als falsch und bedrohlich. Inspiriert von der Romanfigur Hagbard Celine aus Robert Anton Wilsons Illuminatus-Trilogie macht er sich von Hannover aus auf die Suche nach den Hintergründen politischer und wirtschaftlicher Macht und entdeckt Zeichen (wie die Zahl Dreiundzwanzig), die ihn an eine weltweite Verschwörung glauben lassen.
[direktlink] deutsch, mit englischen untertiteln (aber die kann man ja ausblenden). eine qualitativ bessere version, hab ich auf die schnelle nicht gefunden.
Some of you might know that there was a limited EP available during Julias Tour in february. There were 7 CDs, one for each evening of the tour. People wrote their names on a piece of paper and put it in a box while Julia played her set. At the end of each show there was one lucky person whose piece of paper got pulled ouf the magical box. Well, we thought it would be a shame if only 7 people on this planet were privileged to listen to these wonderful songs. So we decided to release this EP and added an extra song, which is a live recording from Julias show in Hannover.
das release wurde natuerlich sofort runtergeladen und auch entsprechend meiner erwartungshaltung, fuer wunderbar befunden. deswegen auch ohne grosse umschweife: runterladen – treiben lassen!
der podcast davon ist mittlerweile auch schon online gegangen.
auch am mittwoch konnte man zum 37sten mal dem fnordfunk lauschen: “Digitale Signaturen”
den podcast kann man sich ebenfalls schon anhoeren.
immerhin das /dev/radio kann ich noch rechtzeitig ankuendigen. von 13-15h gibts heute wieder chaos aus ulm auf die ohren: thema der heutigen sendung: “Mobile security”
Sicherheit am heimischen PC basiert meist auf Softwarebasis. Die physikalische Sicherheit kann dort einigermaßen vernachlässigt werden. Unterwegs mit Laptop und Smartphone ist man schon mehr Gefahren ausgesetzt als man denken möchte. Bluetooth, W-LAN und Hardwarediebstahl machen einem das mobile Leben zur Hölle, vor allem wenn man sich nicht richtig schützt.
sehr schoen. jemand hat mal die idee vom letzten congress mit dem datenbrief aufgegriffen und berichtet auch kurz von dem prozedere:
Somit habe ich drei Firmen kontaktiert, um die auskunftsfreudigkeit zu überprüfen. Das waren Reichelt Elektronik, GMX und der Weltbild-Verlag.
[...]
Als erstes kam eine Reaktion von GMX. Sie nahmen die Gelegenheit wahr, eine Email zu schreiben. Und es kam alles sauber rüber. [...]
Als nächstest kam eine Email der Rechnungsstelle von Reichelt [...] Sie haben den Brief nicht verstanden. Also habe ich es möglichst einfach nochmal erklärt. Dann kam eine Mail, die verlangte, dass ich das ganze per Brief beantragen soll.
Zuletzt kam ein Brief vom Weltbild Verlag, dafür aber gleich 2 Seiten, wo vor und Rückseite bedruckt ist.
[...]
Alles in allem kann ich jedem nur empfehlen es ebenfalls auszuprobieren. Vielleicht kommen ja in Zukunft weitere Beiträge von anderen, und vielleicht können wir unsere Erfahrungen etwas austauschen.
[blog.radiotux.de]
die von weltbild haben sogar ganz vorbildlich, neben der verlangten auskunft, auch gleich noch ein paar screenshots mitgeschickt und sogar empfohlen das man sich auf die robinson-liste setzen laesst.
die kleine stichprobe scheint besser verlaufen zu sein, als ich mir das so im ersten moment denken wuerde.
nur, aufwand ist das trotzdem fuer den einzelnen. und eine forderung des datenbriefes ist ja auch, dass unternehmen, die daten ueber mich gespeichert haben, mich ohne aufforderung informieren muessen. soweit ist es aber noch nicht, deshalb muss man sich selber darum bemuehen, auskunft zu erhalten.
um die einstiegshuerden etwas zu senken, findet ihr aber in dem blogbeitrag einen vorgefertigten formbrief.
torrentboy ist ein projekt des kanadiers mcm, der auch schon eine reihe an anderen cc-buechern veroeffentlicht hat. bei dem aktuellen soll es sich um eine serie von buechern handeln, die im laufe der zeit um zusaetzliche teile erweitert wird. der erste teil “zombie world!” ist jetzt erschienen:
In order to protect mankind Wesley transforms into TorrentBoy, a first class super-hero.Wesley has a talking ‘tracker watch’ that is able to tap into the power of TorrentSphere when needed, and transform him into TorrentBoy. Together with a laser blaster-carrying, speech-impeded teddy bear named Crash, he defends the world against all evil, including giant leeches.
[torrentfreak]
auch wenn es nicht explizit um bittorrent in dem buch geht, so ist es laut dem autor doch sehr stark davon inspiriert.
torrentboy steht unter creative commons lizenz, man kann es sowohl in gedruckter wie auch digitaler form kaufen und es gibt selbstverstaendlich ein torrent-file.
und fuer die traditionalisten unter euch ;) gibts auch eine normale downloadmoeglichkeit(.pdf)
das torrentboy projekt in 2 minuten erklaert. denn dieses projekt soll das weltweit erste open source franchise ding sein:
and you can be a part of it! Whether you write stories, draw pictures, record music or just love to immerse yourself in a crazy new world, this is the place to be!
1. das BKA lügt
2. das BKA Akten fälscht
3. das BKA noch schrecklichere Texte schreibt als bisher bekannt
4. der BKA-Honeypot eine noch größere Sauerei war als bisher angenommen
[annalist]
mal wieder ein wunderbares release auf aquietbump. leider haben die immer noch keinen feed und die seite ist auch komplett in flash, was ich ja grundsaetzlich weniger schoen finde. aber das sagt ja zum glueck nichts ueber die musik, die die italiener immer wieder raushauen:
Aqbmp is proud to present this dreamy debut release of Para, a new artist added to the Aqbmp roster from the warm and incandescent Napoli, southern Italy.
Capturing the scents of jamaican root vibes meeting with smooth, slow and magmatic dub motions of the Vesuvious volcano.
(dieser beitrag ist auch auf papierwahl.at zu lesen)
Letzte Woche gab es gleich zwei größere Meldungen aus den USA, zu der Unzuverlässigkeit und Unsicherheit von Wahlcomputern.
Die erste Meldung kommt von techdirt. Im US-Bundesstaat Kentucky kam es demnach zu Manipulationen:
The details suggest that there were two parts to the vote changing. First, there was traditional vote buying — where they paid people to vote in a certain way. However, the second involved actually changing voters’ votes on ES&S e-voting machines.
It didn’t involve any hacking or direct security flaws — but the elections officials made use of the confusing user interface and process of the e-voting machines to trick voters into leaving before their votes had been cast.
Man hat also die verwirrende Nutzeroberfläche der Wahlcomputer ausgenutzt, um die Wähler in dem Glauben zu lassen, sie hätten ihre Stimme bereits abgegeben.
[via netzpolitik]
Premier Election Solutions (formerly Diebold Election Systems) admitted in a state hearing Tuesday that the audit logs produced by its tabulation software miss significant events, including the act of someone deleting votes on election day.
The company acknowledged that the problem exists with every version of its tabulation software.
Ein Video von der Anhörung gibt es auch, inklusive ein paar kurzen Highlights, die in schriftlicher Form festgehalten wurden.
bei der gras gibt es eine kleine, einfache anleitung (inklusive vorgefertigten dokumenten) mit der man in erfahrung bringen kann, welche daten der oesterreichische staat so ueber einen gespeichert hat. laut datenschutzgesetz (dsg 2000) besteht das recht auf auskunft und auch das recht auf richtigstellung bzw. loeschung der eigenen daten. von diesem recht kann man natuerlich auch jederzeit gebrauch machen.
Hier eine kurze Anleitung, Schritt für Schritt:
Dokument “Auskunftsbegehren BMI” öffnen.
Felder, die gelb markiert sind, musst du anpassen: Name, AnschriftOrt und DatumGeburtsdatum einfügenAngeben welche Ausweiskopie du beilegst (ja, muss leider sein, sonst heißts sie können die Identität nicht feststellen)
Absatz über Titel löschen falls du keinen akademischen Titel hast.
Die Liste der Datenbanken ist umfassend und sollte passen. Die beiden gelb markierten bitte rausschmeißen, falls du kein Auto hast/hattest oder nicht Zivi-pflichtig bist/warst.
Name bei Unterschrift ändern und unterschreiben.
Einen Ausweis kopieren
Antrag und Ausweiskopie entweder faxen (Bestätigung aufheben!) oder in ein Kuvert und ab zur Post (bitte eingeschrieben, damit du einen Nachweis hast)!
Dokument “Auskunftsbegehren SD” öffnen
ACHTUNG: Je nach Bundesland musst du die Adresse “deiner” Sicherheitsdirektion einfügen. Die Adresse findest du im letzten Anhang “Adressen Auskunftsbegehren”.
Wieder alle gelben Markierungen anpassen und unterschreiben. Kopie dazu und abschicken.
Auskunftsbegehren Bundesministerium für Inneres (BMI): Word | OpenOffice
Auskunftsbegehren Sicherheitsdirektion (SD): Word | OpenOffice
Fertig! Die Antwort muss innerhalb von 8 Wochen kommen, merk dir also dein Absendedatum. In die Frist wird allerdings der Postweg nicht einberechnet (d.h. 8 Wochen + max. 6 Tage Postweg für hin und retour). Bitte unbedingt BEIDE Auskunftsbegehren abschicken, um eine vollständige Antwort zu bekommen!
[gras.at]
Too much Future
Auch in der DDR war Punk – zehn Jahre später zwar als andernorts, grundsätzlich aber die gleiche Sache. Carsten Fiebeler lässt in seiner Dokumentation sechs Protagonisten der Ostpunkszene zu Wort kommen, durchmischt die Interviewpassagen mit Archivmaterial aus den 70er- und 80er-Jahren, mit Propaganda- und privaten 8mm-Aufnahmen. “Too much Future” erzählt von einer wilden Zeit, vom Leben danach und der martialischen Unterdrückung dazwischen. Allerdings bleiben viele der Aussagen vage, und es liegt beim Zuschauer, sie zu deuten und zu bewerten
teil 2 des “e-voting q/talks” ist nun endlich mal online. nachdem vor zwei wochen der 1. teil ausgestrahlt wurde, folgt nun also wie angekuendigt der rest.
ohne grosse umschweife: Radio Netwatcher vom 20.3.2009 – Kann eVoting die Wahlzelle ersetzen? (Teil2):zum stream und download (und hier gehts zum 1. teil: Radio Netwatcher vom 6.3.2009 – q/talk, Di, 24.2., 20.00: Kann eVoting die Wahlzelle ersetzen? : zum stream und download)
ich hab noch nicht reingelesen, empfehle das also quasi blind weiter. aber spannend hoert sich das schonmal an:
”Andrew Dubber’s “New Music Strategies” attempts to unpick and explain what’s going on in the online music environment – and from that, develop strategies to help independent musicians and music businesses cope and thrive in a changing media environment.”
das buch steht nicht explizit unter einer creative commons lizenz, darf aber ohne bedenken, fuer nicht kommerzielle zwecke, verbreitet werden:
This free e-book is yours to keep, read, distribute, turn into newsletters, give away on your website or otherwise do with what you will in any non-commercial setting.
When doing those things, please remember to credit my authorship and provide a link to the New Music Strategies website (http://newmusicstrategies.com). Much appreciated.